Code:Breaker 05 
Comics: Manga Horror & Mystery
Geschrieben von Konstanze Tants   
Montag, 28. März 2011

Code:Breaker 05

Zeichner: Akimine Kamijyo

Originaltitel: Code:Breaker Vol. 05
Übersetzt von: Björn Oke Maas

Reihe: Code:Breaker
5. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: November 2010
ISBN: 978-3-7704-7324-3
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.6

Wertung:
7.6
von 10
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Zum Inhalt:

Das tragische Schicksal der Code:Breaker und ein verhängnisvoller Kampf ... Hitomi zeigt endlich sein wahres Gesicht ... und ein weiterer Code:Breaker sorgt für stürmischen Aufruhr!

Meinung:

Der vierte Band der "Code:Breaker"-Reihe endete mit einer scheinbar ausweglosen Situation für Sakura und die Code:Breaker. Sie alle befinden sich nun in der Gewalt des ehemaligen Code:Breakers Hitomi, der bislang jeden ihrer Züge vorhergesehen hatte. Nur Rei Ogami ist noch in der Lage, seine besondere Fähigkeit einzusetzen - und für ihn ist der Kampf gegen Hitomi zu einer persönlichen Angelegenheit geworden.

Hitomi hat all diese Anschläge nämlich nur begangen, um die Code:Breaker in das Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Als er noch für die Organisation Eden arbeitete, verzweifelte er daran, dass ein Kollege nach dem anderen verstarb, ohne dass die Menschen je erfuhren, was die Code:Breaker für sie tun. Wenn es ihm gelänge, nicht nur Premierminister Fujiwara öffentlich hinzurichten, sondern auch einige tausend Menschen mit seinen Bomben zu töten, würde ihm die Öffentlichkeit zuhören, wenn er von den Code:Breakern berichtet.

Rei hingegen ist sich schon seit Langem sicher, dass die Code:Breaker nicht besser sind als die Verbrecher, die sie im Auftrag Edens hinrichten. Und so kann er Hitomis Beweggründe in keiner Weise nachvollziehen. In seinen Augen haben die Code:Breaker nichts anderes verdient als den grausamen Tod, der sie durch den ständigen Einsatz ihrer Kräfte erwartet. Denn je häufiger ein Code:Breaker seine besonderen Fähigkeiten verwendet, desto früher führt dies zu seinem Ableben. So hat Rei auch keine Hemmungen, sein eigenes Leben zu riskieren und seine gesamte Kraft gegen seinen ehemaligen Mentor einzusetzen - und es gelingt ihm, Hitomis Elektrizität mit seiner blauen Flamme zu überbieten.

Doch das Ende des Kampfes gegen Hitomi bringt für den Leser mehr Fragen als Antworten zu den Hintergründen der Code:Breaker. Inzwischen weiß man zwar, dass der Premierminister an der Spitze der Organisation Eden steht, doch welchen Zweck dieser mit dem Einsatz der Code:Breaker letztlich verfolgt und wie Sakura und ihre Eigenschaften als "seltenes Exemplar" hineinpassen, wird noch lange nicht geklärt. Stattdessen darf man sich den Kopf darüber zerbrechen, warum Hitomi ihr am Ende heimlich einen Schlüssel zusteckte, während ein weiterer Code:Breaker ins Spiel kommt.

Yuki Tenpoin wirkt auf den ersten Blick beinah kindlich, dank seiner Schwäche für die fiktive Manga-Figur Nyanmaru. So gibt er zum Beispiel sein gesamtes Geld dafür aus, an einem Greifer-Automaten Plüschversionen dieser Figur zu gewinnen, statt sich etwas zu essen zu gönnen. Während Sakura sich von der unschuldigen Fassade des Jungen täuschen lässt, sind die beiden Code:Breaker Rei und Toki bemüht, ihm jeden seiner Wünsche zu erfüllen. Denn wenn Yuki erst einmal außer Kontrolle gerät und seine Fähigkeit einsetzt, dann ist er unberechenbar.

Und doch ist es gar nicht schlecht, dass Yuki gerade jetzt in der Nähe der anderen Code:Breaker auftaucht, denn eine geheimnisvolle Gruppe ist auf der Suche nach Rei in der Stadt angekommen. Angeführt von dem Mann, nach dem der Code:Breaker schon seit langer Zeit sucht, machen sie Jagd auf den Jungen. Dabei gehen sie - unter der Leitung der gefährlichen Lily - auch über Leichen. Für den Leser gibt es in diesem "Code:Breaker"-Band wieder einige neue Informationen zu verarbeiten. Man erfährt nicht nur mehr über die geheimnisvolle Organisation Eden und die Arbeit der Code:Breaker, es gibt zudem auch einige neue Hintergründe zu Rei Ogami und seiner Vergangenheit.

Zusätzlich muss man sich durch die Einführung diverser neuer Figuren sehr auf die Handlung konzentrieren, um den Faden bei dieser Geschichte nicht zu verlieren. Dabei bietet vor allem die Tatsache, dass nicht nur Eden Menschen mit besonderen Fähigkeiten für ihre Zwecke einsetzt, noch so einiges Potenzial für die weitere Entwicklung der Handlung. Zeichnerisch bietet Akimine Kamijyo mit diesem "Code:Breaker"-Band dafür wieder einen starken Kontrast zwischen niedlichen und witzigen Szenen (vor allem rund um den neu eingeführten Yuki) und harten Actionmomenten, wenn die Code:Breaker gegen Hitomi oder ihre neuen Gegner antreten müssen.

Fazit:

Der fünfte "Code:Breaker"-Band bietet dem Leser den spannenden Abschluss des Handlungsstrangs rund um den ehemaligen Code:Breaker Hitomi und die Einführung einer neuen Gegnergruppe, mit der sich Sakura und die Code:Breaker auseinandersetzen müssen. Dabei gibt es einige neue Informationen zu verarbeiten, die allerdings in erster Linie wieder neue Fragen zu den Hintergründen der Geschichte aufwerfen. So sorgt Akimine Kamijyo dafür, dass diese Mangareihe nie langweilig wird, während rasante Kämpfe sowie humorvolle und nachdenkliche Momente den Leser fesseln. Dabei werden all diese Entwicklungen von Akimine Kamijyo mit einem klaren Strich dargestellt, der den Blick für die wesentlichen Aspekte der Handlung offen lässt, ohne dabei mit ansprechenden Details zu geizen.
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