Arata Kangatari 02 
Comics: Manga Fantasy & Sci-Fi
Geschrieben von Konstanze Tants   
Mittwoch, 6. April 2011

Arata Kangatari 02

Autor: Yuu Watase
Zeichner: Yuu Watase

Originaltitel: Arata Kangatari Vol. 2
Übersetzt von: Burkhard Höfler

2. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Dezember 2010
ISBN: 978-3-7704-7298-7
Preis: 6,50 EUR

208 Seiten
Inhalt
8.0
Zeichnungen
9.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
8.4

Wertung:
8.4
von 10
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Zum Inhalt:

Arata wurde des Mordes an der Hime-ou beschuldigt und auf die Strafinsel Gatoya verbannt. Wie alle anderen Sträflinge erwartet ihn dort ein grausames Schicksal: Tsutsuga-samas Verdikt. Aber wer ist dieser Tsutsuga?! Welche schauderhafte Strafe verbirgt sich hinter seinem Verdikt?! Inmitten dieser grausamen Prüfung erwacht schließlich Aratas Hayagami ...

Meinung:

Nachdem Yuu Watase in dem ersten Band von "Arata Kangatari" ihre beiden Hauptfiguren - die beide den Namen Arata tragen - vorgestellt hat, geht es in diesem Manga mit Arata (2) weiter. Der Schüler wurde auf geheimnisvolle Weise vom heutigen Japan in die fantastische Welt gezogen, in der sein Doppelgänger Arata (1) aufgewachsen ist. Kaum in dieser mittelalterlich anmutenden Umgebung angekommen, wird der Junge des Mordes an der Hime-ou verdächtigt.

Die Prinzessin wurde während einer Zeremonie, bei der Arata (1) - als Mädchen verkleidet - ihre Nachfolge antreten sollte, aufgrund einer Verschwörung der zwölf Shinshou attackiert. Diese ungewöhnlichen Kämpfer, von denen jeder mit einer ganz besonderen Waffe (einem Hayagami) ausgestattet ist, waren eigentlich zum Schutz der Hime bei der Feierlichkeit anwesend. Doch stattdessen griffen sie die Prinzessin an und schoben die Schuld auf Arata (1). Doch nicht er, sondern Arata (2) muss nun mit den Folgen dieses Verbrechens leben. Gemeinsam mit Kotoha wird der Schüler auf die Strafinsel Gatoya gebracht und muss unter den dort gefangenen Verbrechern bestehen.

Dabei quält den Jungen vor allem das Versprechen, dass er der - durch einen Zauber noch existierenden - Hime gegeben hat. Damit hatte sich Arata (2) verpflichtet, das Hayagami der Hime-Sippe, das ihm von Aratas (1) Großmutter überreicht wurde, zur Hime in die Hauptstadt zu bringen. Außerdem bat sie ihn, an ihrer Stelle die Welt anzuführen und zu verhindern, dass die Shinshou - nun, da die Prinzessin die Kämpfer nicht mehr zurückhalten kann - ihre Mächte missbrauchen.

Obwohl Arata (2) keine Ahnung hat, wie er dieses Versprechen einlösen soll, will er die Hime nicht enttäuschen. Doch erst einmal muss der Junge den Aufenthalt auf der Gefängnisinsel überleben und lernen, mit dem Hayagami umzugehen. Dabei ist es vor allem Kotoha, die ihn davon abhält zu verzweifeln - und als das Mädchen in große Gefahr gerät, kann nur Arata (2) sie retten.

Während der erste Teil von "Arata Kangatari" eine gelungene Mischung aus lustigen und actionreichen Szenen bot, ist der zweite Band - so wie es dem Charakter von Arata (2) entspricht - ernsthafter geraten. Yuu Watase beschränkt sich in vielen Szenen darauf, die Verwirrung und Verzweiflung des Schülers darzustellen, der von einem Moment auf den anderen lernen muss, in einer unzivilisierten Welt voller Magie zu überleben. Dabei ist es für Arata (2) nicht nur wichtig, mehr über das Hayagami zu lernen, das ihm überreicht wurde, sondern er muss auch Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten finden.

Die Prinzessin hatte ihn aufgrund der Prinzipien, die er bei dem Prozess gegen ihn selbst geäußert hatte, auserwählt - und nun muss der Schüler zeigen, dass er auch in der Lage ist, nach diesen Ansichten zu handeln. Dabei kommt ihm vor allem sein mitfühlendes Herz zugute, das durch die grobe Behandlung seiner Mitschüler in der Vergangenheit gelitten hat. Neben all den nachdenklichen und ruhigen Momenten spart Yuu Watase nicht an spannenden und mitreißenden Kampfszenen, die die Mangaka mit gekonntem Strich umsetzt.

Der dynamische Zeichenstil, der in "Arata Kangatari" angewandt wird, die vielen Details, die auch in den Hintergründen zu entdecken sind, und der angenehm klare Bildaufbau bei den leiseren Szenen tragen deutlich zum Lesevergnügen dieses Manga bei. Und wer die lustigen Momente aus dem ersten Band mit Arata (1) vermisst, der kann nach diesem zweiten "Arata Kangatari"-Teil darauf hoffen, dass es in der Fortsetzung erst einmal mit diesem Jungen weitergeht. Sein Versuch, im heutigen Japan zu leben und sich dort in den Schulalltag zu integrieren, dürfte zu so einigen witzigen Momenten führen.

Fazit:

Nachdem Yuu Watase mit dem ersten Band die Ausgangssituation für die Reihe "Arata Kangatari" geschaffen hat, konzentriert sich die Mangaka in diesem Teil vor allem auf den Arata, der aus dem heutigen Japan in eine fremdartige fantastische Welt geraten ist. So ist die Stimmung in diesem Manga nachdenklicher und weniger witzig als im Auftaktband, ohne dass der Leser auf wirklich gelungene Actionszenen verzichten müsste. Neben der fesselnden und rätselhaften Handlung zieht einen Yuu Watase vor allem mit ihren überaus gelungenen Zeichnungen, die aufgrund des ansprechenden Bildaufbaus und der vielen Details überzeugen können, in den Bann dieser Geschichte.
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