Shugo Chara! 10 
Comics: Manga Fantasy & Sci-Fi
Geschrieben von Konstanze Tants   
Montag, 21. Februar 2011

Shugo Chara! 10

Autor: Peach-Pit
Zeichner: Peach-Pit

Originaltitel: Shugo Chara! Vol. 10
Übersetzt von: Monika Hammond

Reihe: Shugo Chara!
10. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Dezember 2010
ISBN: 978-3-7704-7351-9
Preis: 6,50 EUR

176 Seiten
Inhalt
6.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
6.8

Wertung:
6.8
von 10
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Zum Inhalt:

Ikuto schwebt in akuter Lebensgefahr, denn seine Violine scheint verflucht worden zu sein und entzieht ihm kostbare Lebensenergie. Amu und ihre Freunde suchen verzweifelt nach dem dunklen Streuner und stehen bald der übermächtigen Organisation Easter gegenüber! Können sie Ikuto retten? Im letzten Moment zeigt sich die kleine Daiya und gemeinsam mit all ihren Shugo Charas gelingt Amu etwas Unglaubliches ...

Meinung:

Nachdem die Gefahr, in der Ikuto im neunten Band der "Shugo Chara!"-Reihe schwebte, Amu dazu brachte, mit allen vier Shugo Charas einen Chara-Trans zu vollführen, gelingt es ihr, Ikuto von dem Einfluss seiner verfluchten Geige zu befreien. Doch bevor Amu sich noch der X-Eier annehmen kann, verbinden sich diese zu einem gewaltigen Mega-X-Ei, aus dem ein zutiefst unglücklicher X-Chara schlüpft. Die Trauer, die der X-Chara verbreitet, beeinflusst nicht nur die Menschen auf dem Sendeturm, sondern wirkt sich auf die ganze Stadt aus.

Nur dank Daiyas Hilfe und mit der Unterstützung von Tadase und Ikuto gelingt es Amu, sich dem X-Chara zu stellen und all die Wunscheier, aus denen er besteht, wieder von dem X zu befreien - und wieder einmal erscheint in diesem Moment das ungewöhnlich hell leuchtende Ei. Auf diesen Augenblick hatte Direktor Hoshima von der "Easter Company" nur gewartet, um das Ei in seinen Besitz zu bringen. So müssen Amu, Tadase und Ikuto die Verfolgung aufnehmen und sich nicht nur dem Direktor, sondern auch der "Hoheit" der "Easter Company" stellen.

Mit dieser letzten Auseinandersetzung findet der Kampf gegen die "Easter Company" ein überraschend frühes Ende. Dies sorgt dafür, dass sich der Großteil des zehnten "Shugo Chara!"-Bandes darum dreht, dass für Amu und die anderen Guardians das letzte Schuljahr in der Grundstufe bald zu Ende geht und einige Veränderungen auf die Schüler zukommen werden, zumal Yaya die einzige von ihnen ist, die jung genug ist, um auch im nächsten Jahr noch den Verpflichtungen als Guardian nachgehen zu können.

Währenddessen finden Ikuto und seine Familie nach all der Zeit wieder Frieden. Und auch Tadase beginnt zu verstehen, dass sein "großer Bruder" ihn vor so vielen Jahren nicht hintergangen hat. Nur Amu blickt nicht ganz so positiv in die Zukunft wie ihre Kollegen. Zwar hat sich auch für sie in den vergangenen Monaten viel getan und sie hat sich mit der Hilfe der drei Shugo Charas Su, Ran und Miki deutlich weiterentwickelt, aber noch immer weiß sie nicht, wie ihr Wunsch-Ich wirklich aussieht.

Zeichnerisch bieten all diese versöhnlichen Momente Peach-Pit wieder die Möglichkeit zu zeigen, wie niedlich sie Amu und die anderen darstellen können. Und auch Ikuto hat in diesem Band - auch wenn er nicht mehr zu den Bösen gehört - nichts von seinem rauen Charme verloren. So niedlich vor allem die Szenen zwischen Amu und den beiden Jungen sind, so dümpelt die Handlung in diesem Manga doch deutlich vor sich hin. Denn mit diesem zehnten Band bringen Peach-Pit fast alle Handlungsstränge zu einem Ende und klären die bislang noch ungelösten Rätsel aus der Vergangenheit.

Unter diesen Umständen könnte man sich als Leser schon fragen, wie es den beiden Mangaka noch gelingen soll, die letzten beiden Bände der Reihe mit Inhalt zu füllen. Doch zum Glück gibt eine Entwicklung auf den letzten Seiten einen kleinen Hinweis darauf, dass Amu noch eine Herausforderung zu bestehen hat. Auch scheint es ein Wiedersehen mit einigen liebgewonnenen Charakteren zu geben, auf die Amu in den vorherigen Bänden einigen Einfluss hatte.

Fazit:

Nachdem der zehnte Band von "Shugo Chara!" den Handlungsstrang rund um die "Easter Company" zu einem Ende bringt, nehmen sich Peach-Pit die Zeit und lösen die letzten ungelösten Rätsel aus Ikutos und Tadases Vergangenheit. Doch vor allem dreht sich dieser Manga darum, dass für Amu und ihre Freunde die Zeit als Guardians bald vorbei sein wird. Das alles sorgt dafür, dass die Geschichte ein wenig vor sich hinplätschert. Zum Glück gibt es am Ende den einen oder anderen Hinweis darauf, dass sich Amu noch einer großen Aufgabe stellen muss, sodass die Neugier auf die letzten beiden Bände - trotz des eigentlich schon befriedigenden Abschlusses - erhalten bleibt.
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