Detektiv Conan 68 
Comics: Manga Krimi & Thriller
Geschrieben von Konstanze Tants   
Montag, 21. Februar 2011

Detektiv Conan 68

Autor: Gosho Aoyama
Zeichner: Gosho Aoyama

Originaltitel: Meitantei Conan Vol. 68
68. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Dezember 2010
ISBN: 978-3-7704-7326-7
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.5

Wertung:
7.5
von 10
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Zum Inhalt:

Herr Suzuki ruft die Detective Boys zu Hilfe, denn ein Duell mit Kaito Kid steht an! Wie wird diese Konfrontation des Jahrhunderts wohl ausgehen?! Ferner erwartet euch auch noch die Fortsetzung von Kommissar Shiratoris und Fräulein Kobayashis Romanze, ein Fall um einen gemeinen Dieb auf dem Jahrmarkt sowie Eri Kisakis schlimmster Geburtstag aller Zeiten!

Meinung:

Der letzte Band der "Detektiv Conan"-Reihe endete damit, dass die Grundschullehrerin Fräulein Kobayashi einen Mord beobachten musste. Und da sie die einzige Zeugin ist, muss befürchtet werden, dass der Täter es nun auf sie abgesehen hat. Während Inspektor Shiratori, der vor einiger Zeit in Fräulein Kobayashi seine Jugendliebe wiedergefunden hat, alles daransetzt, um den Mörder zu fassen, beginnt die Lehrerin, an der Zuneigung des Polizisten zu zweifeln.

Denn Fräulein Kobayashi hat bei ihrer Aussage im Polizeipräsidium mitbekommen, dass sie eine große Ähnlichkeit mit der Polizistin Miwako Sato hat und dass Shiratori bis vor kurzem noch hinter dieser Frau her war. So befürchtet sie natürlich, dass sie für Shiratori nur ein Ersatz für die Frau ist, die er nicht haben kann. Doch mit Hilfe von Conan und den Detective Boys gelingt es dem Polizisten nicht nur, eine Spur vom Täter zu finden, sondern auch wieder einen Schritt auf seine Jugendliebe zugehen zu können. Romantisch könnte auch der nächste Fall mit dem Titel "Eri Kisaki in Nöten" sein, wenn es sich bei dem beteiligten Paar nicht um Kogoro Mori und seine - von ihm getrennt lebende - Ehefrau Eri handeln würde.

Dabei hatte sich Ran alle Mühe gegeben, um ein schönes Wochenende für ihre Eltern in einem Hotel zu arrangieren. Doch ihre Mutter Eri Kisaki muss sich an diesem Wochenende nicht nur mit ihrer Klientin Akiho Kokubu herumärgern, die nach einem Ehestreit überraschend Zuflucht im Hotelzimmer der Anwältin gesucht hat, sondern auch feststellen, dass sie ihrem Mann Kogoro wohl inzwischen so gleichgültig ist, dass er sogar ihren Geburtstag vergessen hat. Noch bevor sie dem nachlässigen Privatdetektiv die Leviten lesen kann, wird Akiho Kokubu in Eris Zimmer ermordet aufgefunden und die Anwältin von der Polizei verdächtigt, die Tat begangen zu haben.

Die letzten beiden Fälle drehen sich um die Ergreifung von Dieben: Während es sich bei dem ersten Dieb um Kaito Kid handelt, der wieder einmal den Industriellen Suzuki berauben will, ist der zweite Gauner ein einfacher Handtaschenräuber. Doch eine Herausforderung stellen beide für Conan dar. Dabei ist es besonders schön zu verfolgen, wie sich Ai und die Detective Boys Kaito Kid entgegenstellen, als dieser Conan außer Gefecht setzt, und wie sich die Kinder bemühen, um ein Rätsel des genialen Baumeisters Kichiemon Samizu zu lösen.

Wieder einmal bietet Gosho Aoyama mit diesem "Detektiv Conan"-Band eine gelungene Mischung aus kniffeligen Fällen, die zum Mitraten einladen, und lustigen Szenen. Vor allem ist es immer wieder amüsant, das Verhältnis zwischen Kogoro Mori und seiner Frau Eri zu beobachten und mitzuerleben, wie Ran unermüdlich versucht, ihre Eltern wieder miteinander zu versöhnen. Bei so einem großen Lesevergnügen kann man nur hoffen, dass die sechs Monate, bis der nächste Teil der Serie veröffentlicht werden soll, möglichst schnell vorbeigehen.

Fazit:

Auch mit dem inzwischen 68. Detektiv-Conan-Band wird dem Leser altbewährte und sehr unterhaltsame Kost geboten. Während das Duell zwischen dem Meisterdieb Kaito Kid und den Detective Boys einen zum Knobeln herausfordert, bietet die Geschichte rund um das romantische Wochenende von Ran Moris Eltern eher einen amüsanten Fall. Dieses inhaltlich - und zeichnerisch - durchgehend hohe Niveau von Gosho Aoyama wird wohl dafür sorgen, dass seine Leser auch alle weiteren Bände genießen werden, wenngleich man inzwischen ein paar Monate auf die Fortsetzung warten muss.
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