Die Vampirschwestern 7: Der Meister des Drakung-Fu 
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Konstanze Tants   
Samstag, 10. Juli 2010

Die Vampirschwestern 7: Der Meister des Drakung-Fu

7. Band der Reihe

Untergenre: Fantasy
Verlag: Loewe
Erschienen: Juni 2010
ISBN: 978-3-7855-6846-0
Preis: 9,90 EUR

192 Seiten
Inhalt
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.1

Wertung:
7.1
von 10
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Zum Inhalt:

Daka und Silvania haben ein neues Hobby: Stundenlang chatten sie im VampirVZ, dem Quasselstrippennetz für Vampire. Hier lernen sie Kerul kennen, einen Jungvampir und Drakung-Fu-Kämpfer aus der Mongolei. Als Kerul in seinem Vampirdorf in Schwierigkeiten gerät, nimmt er die direkte Luftlinie nach Deutschland zu seinen neuen halbvampirischen Freundinnen. Klar, dass die Vampirschwestern Kerul mit einer herzlichen Kopfnuss willkommen heißen und ihm dabei helfen, sein uraltes Familiengeheimnis zu lüften.

Meinung:

Gerade erst haben sich die Zwillingsschwestern Daka und Silvania von der Auseinandersetzung mit den uralten Vampiren erholt, die ihre Freundin Helen in "Bissige Gäste in Anflug" entführen wollten, da beschäftigen sie sich schon wieder mit den Problemen der besten Freundin. Denn Helene hatte sich in den Ferien, die sie mit den beiden Halbvampirinnen in ihrer Heimatstadt Bistrien ("Ferien mit Biss") verbracht hatte, in Murdo verliebt.

Murdo ist der Sänger der transsilvanischen Band Krypton Krax und gehört zu einem sehr alten und sehr bissigen Vampirgeschlecht. Um nun herauszufinden, ob Murdo Helene wirklich liebt oder ob er sie nur als appetitlichen Leckerbissen sieht, richten die Schwestern ihrer Freundin einen Account beim VampirVZ ein. Und da sie schon einmal dabei sind, suchen auch Daka und Silvania auf diesem Weg Kontakt zu anderen Vampiren. Da sie sich ein Profil teilen, überrascht es sie sehr, als das VampirVZ meldet, dass es einen virtuellen Zwilling der Schwestern gefunden habe.

Kerul lebt in der Mongolei und steht kurz vor seiner Prüfung zum Drakung-Fu-Meister. Er und seine Mutter leben noch nicht so lange in dem Vampirdorf und der Junge fühlt sich als Außenseiter. Vor allem machen sich die anderen Vampirjugendlichen über ihn lustig, weil er nicht so gierig nach Blut ist wie sie und weil er nicht so schön bleich ist. Und nachdem Kerul aufgrund seiner - für Vampire befremdlichen - Sichtweise auf mögliche Beutetiere Probleme bekommt, sucht er Zuflucht bei seinen einzigen Freunden: Den Vampirschwestern Daka und Silvania Tepes aus Deutschland.

Franziska Gehm gelingt es im siebten Band der "Vampirschwestern"-Reihe, durch die Figur des Kerul neuen Wind in die Geschichte zu bringen. Der Drakung-Fu-Kämpfer unterscheidet sich deutlich von den anderen Freunden der Zwillinge und vor allem die ersten Passagen des Romans, die in der Mongolei spielen, sind wunderbar zu lesen. Keruls Training zum Drakung-Fu-Meister und die Meisterprüfung bieten der Autorin die Gelegenheit, rasante Kämpfe zu beschreiben, bei denen der Humor nicht zu kurz kommt.

Aber auch Daka, Silvania und ihre Eltern sowie die Freunde der Vampirschwestern, Helene und Ludo, spielen in diesem Band wieder eine wichtige Rolle. Zusammen versuchen sie herauszufinden, warum sich Kerul so sehr von den anderen Vampiren in seinem Dorf unterscheidet - und wie er trotz seiner befremdlichen Ansichten einen Platz unter ihnen finden kann. Bei all den seltsamen Vorgängen im Nachbargarten ist es auch nicht verwunderlich, dass der Vertreter und Vampirjäger Dirk van Kombast einen erneuten Versuch startet, die Vampire in seiner direkten Umgebung zu vernichten.

Obwohl sich der Leser recht schnell denken kann, welches Geheimnis sich hinter Keruls seltsamem Verhalten verbirgt, schildert Franziska Gehm auf wunderbar amüsante Weise, wie Daka und Silvania versuchen, mehr über ihren neuen Freund herauszufinden. So gelingt es der Autorin wieder einmal, eine spannende und lustige Geschichte zu erzählen, die dem Leser erneut vor Augen hält, wie viel eine gute Freundschaft und ein tolerantes Umfeld doch wert sind.

Fazit:

Auch mit dem siebten Band rund um "Die Vampirschwestern" bietet Franziska Gehm dem Leser wieder eine leichte und amüsante Geschichte. In dieser kann man verfolgen, wie die Schwestern Daka und Silvania ihrem neuen Freund Kerul dabei helfen wollen, mehr über sich zu erfahren und einen Weg zu finden, in seinem konservativen Vampirdorf zufrieden leben zu können. Auch die Spannung kommt bei diesem heiteren Roman nicht zu kurz, da Kerul in mehrere Drakung-Fu-Kämpfe verstrickt wird - und der Vampirjäger Dirk van Kombast wieder einen perfiden Plan zur Vernichtung der Vampire ausgeheckt hat.
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