Detektiv Conan 66 
Comics: Manga Krimi & Thriller
Geschrieben von Konstanze Tants   
Dienstag, 29. Juni 2010

Detektiv Conan 66

Autor: Gosho Aoyama
Zeichner: Gosho Aoyama

Originaltitel: Meitantei Conan Vol. 66
66. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: April 2010
ISBN: 978-3-7704-7133-1
Preis: 6,00 EUR

192 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.5

Wertung:
7.5
von 10
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Zum Inhalt:

Kommissar Shiratori trifft nach vielen Jahren auf die Frau, die damals der Grund war, warum er Polizist geworden ist. Aber eben diese Frau steht jetzt unter Mordverdacht! Des Weiteren warten natürlich die Auflösung des Falls um die rote Wand sowie weitere spannende Fälle auf uns: Der Monsterschuppen, die Jagd nach dem Glücksbringer und der Mord an einer Gothic Lolita!

Meinung:

Zu Beginn des neuesten Detektiv-Conan-Bandes kann man verfolgen, wie der Fall um die rote Wand zu einem Abschluss geführt wird. Nachdem Kommissar Yamato von der Nagano-Präfekturpolizei Detektiv Mori und den kleinen Conan Edogawa bei der Lösung um Hilfe gebeten hatte, gelang es ihnen, das Rätsel um die farbige Wand und die beiden angenagelten Stühle zu lösen. Aber vor allem das Verhältnis zwischen Kommissar Yamato und seinem Konkurrenten sorgt in dieser Geschichte für Belustigung beim Leser.

Auch die weiteren Fälle im 66. Manga dieser Reihe sind eher kurzweilig als spannend gehalten. So erfährt man in den folgenden Kapiteln, warum Kommissar Shiratori so sehr für seine Kollegin Saito schwärmt, dass er alles versucht, um ihre Liebe zu gewinnen. Doch seine Überzeugung, dass Saito diejenige ist, die schon als Kind sein Herz gewonnen hat, gerät ins Wanken, als er bei einem Kinobesuch eine junge Frau kennenlernt, die ihn ebenfalls an das Mädchen von damals erinnert.

Während der arme Kommissar noch mit seinen verwirrten Gefühlen kämpft, wird der Freund seiner neuen Bekannten ermordet. Nur gut, dass Conan zusammen mit seinen Mitschülern, den Detective Boys, die gleiche Kinovorstellung besucht und sie dem Polizisten helfen können, die Ermittlungen professionell voranzutreiben. Und am Ende sieht es sogar so aus, als ob die Kinder auch noch zu Kommissar Shiratoris privatem Glück beitragen konnten.

Auch bei dem nächsten Fall spielen die Grundschüler eine große Rolle: Ai Haibara stachelt ihre Mitschüler Ayumi, Genta und Mitsuhiko dazu an, doch einmal auf eigene Faust ein Rätsel zu lösen, statt sich immer auf die Fähigkeiten von Conan zu verlassen. Da kommt ihnen das Geheimnis um den "Monsterschuppen" gerade recht, um in einen Wettstreit mit dem Schülerdetektiv zu treten. Von diesem Schuppen hatte ihnen ihr Mitschüler Takuma erzählt, der beim Spielen einen Blick durch das Fenster des Gebäudes geworfen und einen Haufen Schätze gesehen hatte.

Doch als der Besitzer des Schuppens für Takuma die Tür aufschloss, war nur gähnende Leere zu sehen. Nachdem der Junge dann auch noch von der Legende erfahren hatte, die besagt, dass das uralte Gebäude dafür verschrien ist, dass es jede Kostbarkeit, die man in ihm lagern will, verschlingt, bekommt er schreckliche Albträume. Doch für die Detective Boys scheint dieser Fall die beste Gelegenheit zu sein, zu beweisen, dass sie auch ohne Conans Hilfe ein Rätsel lösen können.

Auch das nächste Problem beginnt mit einer eher amüsanten Szene: Conans Freund Heiji Hattori hat aus Versehen einem Bekannten den Glückbringer von Kazuha übergeben. Dabei wollte die junge Frau für den Tennisspieler ein ganz eigenes Amulett anfertigen, während ihr Herz an dem verschenkten Glücksbringer hängt. Denn für sie steht dieser kleine Gegenstand für ihre Liebe zu dem Detektiv Heiji. Der kann zwar nicht verstehen, warum seine Sandkastenfreundin so einen Aufstand macht, versucht aber alles, um den Talisman wieder zurückzubekommen.

Gosho Aoyama legt in diesem Detektiv-Conan-Band den Schwerpunkt eindeutig mehr auf die kurzweiligen Aspekte seiner Manga-Reihe und sorgt so für gute Unterhaltung. Auch wenn darüber die sonst so ansprechenden emotionalen oder gar aufregenden Momente zu kurz kommen, versteht der Mangaka es, die Neugier seiner Leser auf die Auflösung der verschiedenen Fälle durchgehend zu erhalten. Auch zeichnerisch fällt auf, dass der heitere Ton in diesem Band überwiegt, denn es gelingt Gosho Aoyama, immer wieder kleine Dialoge und lustige Szenen im Hintergrund einzubauen, die zum Amüsement beitragen und die humorvolle Seite der jeweiligen Geschichte noch mehr betonen. Zuletzt sorgt der Mord an einer "Gothic Lolita" für einen vielversprechenden Ausblick auf den nächsten Band dieser überaus reizvollen Krimi-Manga-Reihe.

Fazit:

Mit dem 66. Detektiv-Conan-Band präsentiert Gosho Aoyama eher amüsante Rätsel und Fälle, statt sich auf die aufregenden oder gar gefühlvollen Aspekte seiner Krimi-Reihe zu beziehen. Besonders die Detective Boys, denen in diesem Manga eine größere Rollen eingeräumt wird, tragen wieder zur Unterhaltung des Lesers bei - vor allem, wenn sie beweisen wollen, dass sie auch ohne Conans Hilfe einen Fall lösen können, oder dem Kommissar Shiratori in Herzensangelegenheiten beistehen. So ist es kein Wunder, dass der Mangaka in diesem Teil einen eher lockeren Zeichenstil verwendet, bei dem die kleinen Hintergrundszenen für besondere Unterhaltung sorgen.
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