Shugo Chara! 05 
Comics: Manga Fantasy & Sci-Fi
Geschrieben von Konstanze Tants   
Samstag, 27. März 2010

Shugo Chara! 5

Autor: Peach-Pit
Zeichner: Peach-Pit

Originaltitel: Shugo Chara! Vol. 5
Übersetzt von: Monika Hammond

Reihe: Shugo Chara!
5. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Februar 2010
ISBN: 978-3-7704-7163-8
Preis: 6,00 EUR

192 Seiten
Inhalt
6.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
6.8

Wertung:
6.8
von 10
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Zum Inhalt:

Die finstere Organisation Easter stiehlt immer mehr Seeleneier von unschuldigen Kindern, um endlich an den begehrten "Embryo" heranzukommen. Tapfer kämpft Amu mit ihren drei Shugo Charas und den Guardians gegen die bedrohliche Gefahr, doch es scheint einen Verräter in den eigenen Reihen zu geben! Und Amu muss unbedingt die kleine Daiya zurückholen, auf deren Shugo-Ei ein X klebt und die ins Lager des Feindes geflüchtet ist.

Meinung:

Der fünfte "Shugo Chara!"-Band wird von dem Mangaka-Duo Peach-Pit vor allem dazu verwendet, die beiden neuen Mitglieder der Guardians näher vorzustellen. Aber auch über Yaya Yuiki, das Ass der Guardians, erfährt man endlich mal ein wenig mehr und kann ein kleines bisschen besser verstehen, warum sie sich am Liebsten wie ein Kleinkind benimmt - und ihr Shugo Chara wie ein Baby aussieht. Dafür geht die Handlung rund um das verlorene X-Ei von Amu kaum weiter voran.

Im letzten Teil der "Shugo Chara!"-Reihe war Amu voller Selbstzweifel und wusste kaum noch, wie sie mit ihrer neuen Aufgabe als Joker der Guardians umgehen sollte. Eigentlich sollte sie die in den Eiern verborgenen Träume der Kinder beschützen und verhindern, dass sie sich in X-Eier verwandeln. Oder, wenn sie dies nicht verhindern konnte, dann hätte sie zumindest die X-Eier aufstöbern und vor der Easter Company beschützen sollen.

Umso erschütternder ist es für Amu, dass der Shugo Chara, der aus ihrem gerade erst aufgetauchten vierten Ei schlüpft, zum Feind überwechselt. Dafür wird sie nun eine Weile von El begleitet, die das Zusammenleben mit Utau, der zur "Easter Company" gehörigen Sängerin, und ihrem zweiten - und boshaften - Shugo Chara Il nicht mehr erträgt. Bei so einem dramatischen Punkt in der Geschichte verwundert es fast ein wenig, dass sich Peach-Pit dazu entschlossen haben, einige Kapitel einzuschieben, die die Handlung nicht weiter voranbringen und eher auf die lustigen Aspekte dieser Serie eingehen.

Sowohl der Part um Yaya, die nicht weiß, wie sie damit umgehen soll, dass sie zuhause nicht mehr die kleine, süße Tochter, sondern auf einmal die große Schwester ist, als auch die Szenen mit der neu eingeführten Rima Mashiro sind eher oberflächlich gehalten. Immerhin lernt der Leser nun auch den Auslöser für Rimas Chara-Trans kennen, bei dem sie sich in ein Art Clown verwandelt, was den Wunsch des Mädchens zum Ausdruck bringt, seine Umgebung - und vor allem seine Familie - zum Lachen bringen zu können.

Doch auch der eher ernsthafte Kairi Sanjo bietet dem Leser genug Anlass zum Schmunzeln. Im Auftrag der "Easter Company" versucht er möglichst viele Informationen über die Guardians und ihre Shugo Charas zu sammeln und entdeckt dabei im Laufe der Geschichte seine Gefühle für Amu. So nimmt er es besonders ernst, als seine große Schwester behauptet, dass ein freier Tag perfekt dafür geeignet sei, um die Schwächen seiner Gegner herauszufinden - und lässt Amu, die mit Tadase zusammen einkaufen geht, nicht aus den Augen.

Für die eher junge Zielgruppe bieten diese Kapitel, in denen viele lustige Szenen und ein paar Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Charakteren präsentiert werden, leichte Unterhaltung. So kann man es auch verzeihen, dass die Handlung in diesem Band kaum weitergeführt wird. All die Fragen, die den Leser seit dem Ende des vierten Teils der Reihe beschäftigen, werden wohl erst im folgenden Manga aufgegriffen, was ein wenig bedauerlich ist.

Auch zeichnerisch macht es sich bemerkbar, dass Peach-Pit die Haupthandlung nicht fortführt. Die beiden Mangaka konzentrieren sich so sehr auf SD-Darstellungen und eher skizzenhaft ausgeführte komische Szenen, dass die Qualität der Zeichnungen im Vergleich zu den vorhergehenden Bänden etwas abfällt. Dafür gibt es zwei interessante Seiten, auf denen sich die beiden Zeichnerinnen an je einem Charakter versuchen, für den normalerweise die andere zuständig ist.

Fazit:

Der vierte "Shugo Chara!"-Band ist leider kein Höhepunkt der Serie, bietet aber einige komische Szenen, die das junge Zielpublikum gewiss amüsieren werden. Nachdem Amu im vorhergehenden Manga ihr viertes Shugo-Chara-Ei an die "Easter Company" verloren hat, wird die Handlung in diesem Teil erst einmal nicht wirklich weitergeführt. Stattdessen konzentrieren sich Peach-Pit darauf, den bislang zu kurz gekommenen Charakteren mehr Hintergrund zu verleihen und besonders die neuen Guardians Rima und Kairi näher vorzustellen. Auch zeichnerisch kann dieser Band nicht an die Qualität der vorhergehenden Manga anschließen, da die SD-Darstellungen, ebenso wie der eher skizzenhafte Stil bei den komischen Szenen, nicht ganz so überzeugend sind. Umso neugieriger wird der Leser auf den sechsten Band der Serie, wo die Geschichte um Amu und ihr verlorenes Ei hoffentlich weitergeführt wird.
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