Die Vampirschwestern 5: Ferien mit Biss 
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 2. August 2009

Die Vampirschwestern 5: Ferien mit Biss

5. Band der Reihe

Untergenre: Fantasy
Verlag: Loewe
Erschienen: Juni 2009
ISBN: 978-3-7855-6731-9
Preis: 9,90 EUR

184 Seiten
Inhalt
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.1

Wertung:
7.1
von 10
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Zum Inhalt:

Endlich Ferien! Die Vampirschwestern Daka und Silvania können es kaum erwarten, in ihre Heimatstadt Bistrien zu fliegen, um alle Verwandten und Freunde zu besuchen. Und das Allertollste: Ihre Freundin Helene darf auch mit. Womit allerdings keiner gerechnet hat: Helene verliebt sich Hals über Kopf. Und zwar nicht in einen normalen Jungen, sondern in einen Vampir. Und noch dazu in einen der ganz besonders bissigen Sorte. Ob da die Extraportion Knoblauch überhaupt noch hilft?

Meinung:

Nachdem die beiden Halbvampirmädchen Daka und Silvania sich schon in "Herzgeflatter im Duett" mit dem Thema Liebe auseinandersetzen durften, kommt es in dem fünften Roman der Reihe, "Ferien mit Biss", zu einer weiteren romantischen Entwicklung. Doch erst einmal fängt die ganze Geschichte recht harmlos an. Daka und Silvania reisen in den Schulferien endlich wieder zurück nach Bistrien - und sogar ihre beste Freundin Helene darf die beiden in die Heimat der Vampire begleiten.

Voller Überraschungen steckt die unterirdische Vampirstadt für das Menschenmädchen, dabei hatte es von seinen Freundinnen Daka und Silvania schon so viel über deren alte Heimat gehört. Zusammen mit Helene entdeckt der Leser die Budnyks, in denen die Vampire wohnen, die Sargbahn, die für die flugunfähigen Exemplare unter ihnen gedacht ist, und die Leinen, an denen man so schön abhängen und Zeitung lesen kann. Doch vor allem freuen sich die drei Mädchen auf die "Vampwanische Nationalfeiernacht", die größte Festivität, die die Vampire jedes Jahr begehen.

Während sich Helene von den Vampirzwillingen die verschiedenen Veranstaltungen erklären lässt und sich dabei köstlich über das seltsame Treiben der Vampire amüsiert, werfen die Bewohner Bistriens immer wieder begehrliche Blicke auf das Menschenmädchen. Nur gut, dass Daka und Silvania erst vor einigen Wochen ("Ein zahnharter Auftrag") die gesamte Vampirgemeinschaft vor einem grausamen Schicksal bewahrt haben. Allein ihre Anwesenheit bewahrt Helene davor, zu einer appetitlichen kleinen Zwischenmahlzeit zu werden.

Doch als Helene beginnt, sich für einen gut aussehenden Vampirjungen zu interessieren, träumt sie davon, mal ein paar Minuten mit ihm allein sein zu können. Wie soll sie ihn näher kennenlernen, wenn ihre Freundinnen die ganze Zeit über bei ihr sind? Selbst Silvania, die sonst jederzeit für Romantik zu haben ist, hat zu viel Angst um Helene, um diese mit einem - als besonders bissig bekannten - Vampir allein zu lassen. Daka hingegen entdeckt in sich ein ganz neues, befremdliches Gefühl, als sie mit ansehen muss, wie Helene und Murdo sich näher kommen.

Für denjenigen, der schon die vorhergehenden Romane der Vampirschwestern-Reihe gelesen hat, beinhalten die seltsamen Begebenheiten in Bistrien nur noch wenige Überraschungen. Franziska Gehm hat die Zwillingsschwestern schon so viel aus ihrer Heimat erzählen lassen, dass es ganz selbstverständlich ist, dass die Vampire abhängen oder nachts in die Schule gehen. Und sogar ein Grottenolm in der Toilette erscheint einem ganz normal.

Dafür beweist die Autorin wieder einmal ihr Erzähltalent bei der Beschreibung der einzelnen Charaktere. Helenes Freude darüber, dass sie die Gelegenheit hat, die Heimatstadt der Vampirschwestern kennenzulernen, Dakas und Silvanias Bemühungen, ihrer Freundin ihr altes Leben näher zu bringen, und vor allem all die vampirischen Nebenfiguren sind wunderbar lebendig beschrieben. Auch für den Nachbarn Dirk van Kombast gibt es in "Ferien mit Biss" wieder eine größere Rolle. Und so kann der Leser amüsiert verfolgen, wie der Vampirjäger sich seine Gedanken über die Festivitäten der Vampire macht - und eine Möglichkeit sucht, seine neu entwickelte "Garlic Gun", endlich mal in der Praxis auszutesten.

Nachdem sich der Anfang dieses Buches ein wenig hinzieht, während man die Stadt Bistrien mit alle ihren skurrilen Bewohnern kennenlernt, gewinnt die Handlung spätestens mit Beginn der "Vampwanischen Nationalfeiernacht" an Tempo. Helenes Gefühle für den Vampirjungen Murdo, die Angst der Schwestern, dass ihrer Freundin etwas passieren könnte, und Dirk van Kombasts Kampf gegen die Vampire sorgen für sehr spannende, aber auch für einige überaus heitere Momente. Diese gelungene Erzählweise sorgt dafür, dass die Serie rund um die Vampirschwestern wohl auch weiterhin erfolgreich sein wird.

Fazit:

Mit dem fünften Band ihrer Vampirschwestern-Reihe bietet die Autorin Franziska Gehm dem Leser wieder ein spannendes und amüsantes Abenteuer. Auch wenn sich der Anfang, in dem man die unterirdische Stadt Bistrien näher kennenlernt, ein wenig zieht, entschädigt einen dafür die rasante und lustige Handlung ab der Mitte des Buches. Helenes Interesse für einen Vampirjungen sorgt dafür, dass die Ferien der drei Freundinnen deutlich aufregender werden, als es die Halbvampirmädchen Daka und Silvania erwartet hatten. Es gelingt Franziska Gehm in "Ferien mit Biss", nicht nur die vertrauten Charaktere stimmig weiterzuentwickeln, sondern sie beschreibt auch die Nebenfiguren mit so viel Humor und so liebevoll, dass man diese gern in den folgenden Bänden wiedersehen würde.
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