2033 - Verschollen in der Zukunft 
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Götz Piesbergen   
Sonntag, 6. April 2008

2033 - Verschollen in der Zukunft

3. Band der Reihe

Untergenre: Science- Fiction
Verlag: Ueberreuter
Erschienen: März 2008
ISBN: 3-8000-5387-2
Preis: 14,95 EUR

288 Seiten
Inhalt
5.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
5.3

Wertung:
5.3
von 10
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Zum Inhalt:

Eine alarmierende Nachricht aus der Zukunft erreicht Nelson, Luk, Judith und Levent: Die erste bemannte Mars-Mission in der Geschichte der Menschheit wird von Weltraumpiraten sabotiert! Schlimmer noch: Die Weltraumbehörde nimmt die rätselhaft verschlüsselten Drohungen nicht ernst. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, in dem es um die prestigereiche Mission und nicht zuletzt auch um das Leben der Besatzung geht.

Meinung:

Es ist immer ein Wagnis, in eine Buchreihe nicht mit dem ersten Band einzusteigen. Stets bleibt dabei die Befürchtung, dass man einiges an Vorwissen braucht, um das Buch genießen zu können.

In dem vorliegenden Fall hat es Pete Smith größtenteils geschafft, das Buch sowohl für Neuleser interessant zu machen, als auch die Altleser bei der Stange zu halten. Allerdings scheitert er an der Masse an Nebenfiguren, die vor allem im ersten Teil des Romans anzutreffen sind. Viele von ihnen sind interessant, jedoch bedarf es an Kenntnis der vorherigen Bände, um sie richtig verstehen zu können. Dadurch entsteht der Eindruck einer gewissen Unschärfe, der durch das Auftauchen einer neuen, wichtigen Person noch verschärft wird. Denn diese Person nimmt doch etwas Platz weg, der ansonsten den übrigen Charakteren zugute kommen würde.

Was ebenfalls nicht gut gelungen ist, ist ein gewisses Ungleichgewicht zwischen den Jugendbuchelementen und den SciFi-Elementen. So entsteht in der ersten Hälfte ein Plot, der sich um die Beziehung zwischen zwei der Hauptcharaktere dreht. Dieser Plot geht allerdings dann vollkommen unter, als die SciFi-Elemente beginnen, das Buch zu dominieren. Umgekehrt ist es so, das zeitweise der SciFi-Plot zugunsten der normalen Elemente des Buches in den Hintergrund tritt. Dadurch kann sich keiner der beiden Elemente richtig fortentwickeln. Es wirkt halb gar, halb roh.

Ebenso halb gar, halb roh sind die Bösewichte. Die ursprünglichen Schurken wirken extrem platt und zweidimensional. Als Bedrohung kann man sie nicht ernst nehmen.

Schon eher ernst genommen muss dann die zweite Bedrohung.
Allerdings ist es hier ein anderes Extrem. Wo vorher die bösen lachhaft waren, sind sie jetzt auf einmal zu bedrohlich. Hinzu kommt auch noch, dass alle Schurken nicht im Geringsten ausgebaut werden. Sie sind böse und gut ist.

Nun ist es nicht so, dass das Buch absoluter Schrott ist. Es lässt sich durchaus gut lesen. Die Hauptfiguren sind sympathisch und in ihren Motivationen sehr gut nachvollziehbar. Zu sehen, wie die verschiedenen Beziehungsverpflechtungen sich entwickeln ist schon den Griff zum Buch wert.

Fazit:

Das Buch leidet unter einem gewissen Ungleichgewicht zwischen den Jugend-Elementen und den SciFi-Elementen. Eine richtige Vermengung findet nicht statt. Dadurch wirkt das buch oft ein bisschen unausgegoren, zu Unrecht.

Es macht Spaß zu lesen, was vor allem an den Hauptfiguren liegt. Die sind vollkommen sympathisch und schaffen es das ganze Buch prima zu tragen. Daher kann man getrost zugreifen.