An Bord der Hexapuma 
Bücher: Belletristik Science-Fiction
Geschrieben von Götz Piesbergen   
Freitag, 28. März 2008

An Bord der Hexapuma

Originaltitel: The Shadow of Saganami
Übersetzt von: Dietmar Schmidt

19. Band der Reihe

Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: Januar 2008
ISBN: 978-3-404-23319-9
Preis: 8,95 EUR

544 Seiten
Inhalt
9.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
8.9

Wertung:
8.9
von 10
Jetzt kaufen



Zum Inhalt:

Sie gehört zu Admiral Honor Harringtons handverlesener Elite: Ensign Helen Zilwicki. Frisch von der Akademie führt sie ihr erster Auftrag in den Talbot-Cluster. Dieser Sektor soll friedlich vom manticoranischen Sternenkönigreich annektiert werden. Ein reiner Routineauftrag? Nein! Interstellare Handelsvereinigungen wollen die Annexion verhindern. Fast zu spät kommen deren ruchlose Pläne ans Licht. Jetzt bleibt Helen und ihren Kameraden keine Wahl. Sie müssen das tun, was Honor Harrington sie gelehrt hat: der Gefahr entgegenblicken - und notfalls kämpfend untergehen.

Meinung:

"An Bord der Hexapuma" ist die zweite Hälfte des Originalromans "Shadows of Saganami" von David Weber und somit die Fortsetzung von "Der Schatten von Saganami". Warum der Bastei-Lübbe-Verlag sich genötigt sieht, seine Leser mit einer solch unverständlichen Veröffentlichungspolitik zu verärgern, wird sich dem Publikum wohl so schnell nicht erschließen. Der Umfang der Vorlage dürfte jedenfalls nicht der Grund gewesen sein, da frühere Titel der Honor-Harrington-Reihe deutlich länger waren und trotzdem als Gesamtwerk auf Deutsch erschienen sind.

Während in "Der Schatten von Saganami" der Schwerpunkt der Geschichte noch auf terroristischen Plänen und Intrigen lag, treten diese Aspekte der Handlung nun in den Hintergrund und der Autor konzentriert sich auf die militärischen Elemente. Egal, ob der Leser nun Raum- oder Bodenkämpfe bevorzugt, in diesem Roman werden beide Schlachtvarianten meisterlich beschrieben.

Action und gutes Charakterdesign sind einfach die Stärken von David Weber und so lässt sich "An Bord der Hexapuma" wesentlich flüssiger und spannender lesen als der erste Teil, "Der Schatten von Saganami". Bevor es jedoch zum atemberaubenden Höhepunkt kommt, gilt es, den einen oder anderen Handlungsfaden zu Ende zu bringen, wobei dann wieder Diplomatie gefragt ist. Doch trotz des Abschlusses der meisten Erzählstränge bleibt noch genügend Potenzial für eine Fortsetzung der Geschichte, an der der Autor angeblich auch schon arbeitet.

Allerdings lassen die Andeutungen gegen Ende des Romans für eine Weiterführung der Geschichte die Befürchtungen aufkommen, dass sich David Weber bei dieser vor allem auf denjenigen unter den Gegnern stützen wird, der besonders flach und zweidimensional gestaltet wurde. Auch für die Liebhaber handfester Militärromane bleibt zu befürchten, dass sich der Autor lieber weiter auf die Einführung von neuen Intrigen konzentrieren wird als auf seine doch immer besonders gelungenen Beschreibungen von raumgreifenden Schlachten.

Fazit:

"An Bord der Hexapuma" weist eindeutig mehr Spannung auf als ""Der Schatten von Saganami". Während David Weber im ersten Teil seiner Geschichte den Schwerpunkt mehr auf eine langsame Entwicklung mit Einbindung von Intrigen und terroristischen Machenschaften legte, gewinnt die Erzählung nun an Fahrt. In diesem Roman überwiegen die militärischen Raum- und Bodenschlachten, die dem Autor wieder einmal hervorragend gelungen sind. Auch ist das Ende der Erzählung so gestaltet, dass sich der Leser schon auf eine Fortsetzung freuen darf.
Weiterführende Infos