Engel des Bösen 
Bücher: Belletristik Fantasy
Geschrieben von Sabine Hut   
Freitag, 21. März 2008

Engel des Bösen

Reihe: Hexer-Zyklus
3. Band der Reihe

Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: August 2007
ISBN: 978-3-404-28506-8
Preis: 14,95 EUR

749 Seiten
Inhalt
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
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Wertung:
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Zum Inhalt:

Robert Craven findet heraus, dass sich ein Geist in eine schon längst verstorbene Frau eingenistet hat. Der Geist sammelt eine Armee von Ratten um sich, der sich Robert zusammen mit seinem Freund Howard stellen muss. Außerdem ist ein großer Alter in der Nähe, von dem eine noch größere Gefahr ausgeht.

Meinung:

Mit "Engel des Bösen" liegt der dritte Teil der vervollständigten "Hexer von Salem"-Reihe vor. Mit seinen über 700 Seiten ist dieses Buch wieder ein ziemlicher Wälzer. Es führt das gelungene Konzept der ersten beiden Bände fort und zeigt die Heftromane in geordneter Reihenfolge. Sie sind je nach passendem Thema zu einer größeren Überschrift zusammengefasst. Die neu überarbeitete Reihe ist auf acht Bände angelegt.

Hohlbeins "Der Hexer von Salem" basiert auf den Werken von H.P. Lovecraft, der heute als Schöpfer des Cthulhu-Mythos gilt. Dies verspricht einen gelungenen Mix aus Horror, Abenteuer und Fantasy. Die Episoden finden sich nun in chronologisch richtiger Reihenfolge wieder, was das Lesen natürlich einfacher macht. Geschichten, die früher mehrere auf mehrere Heftromane oder Bücher verteilt waren, wurden zusammengefasst. So weist die überarbeitete Fassung in den einzelnen Kapiteln den typischen Heftroman-Stil auf.

Die Vorworte der einzelnen Episoden stammen nicht mehr von Hohlbein, sondern von Frank Rehfeld, der neben Hohlbein in der Erstauflage der Heftreihe unter dem Pseudonym Robert Craven einige Romane zum Hexer-Zyklus beigetragen hat. Leider sind sie nicht so ausführlich und interessant wie die von Hohlbein selbst.
Der Hexer war zwar schon früher Monstern begegnet, doch in "Dagon - Gott aus der Tiefe" trifft er endlich auch einen der großen Alten. Und damit beginnt der Zyklus erst richtig. Waren die anderen Monster noch relativ leicht zu besiegen, wird dieser Gegner nicht so einfach aus dem Buch verschwinden. Da Robert Craven als Hexer auch in der Zeit reisen kann, liegt es nicht fern, dass er in die Vergangenheit reist und dort nach Schwächen seines Gegners sucht. Denn in der Gegenwart scheint dieser unbesiegbar.

Typisch für den Heftroman-Stil ist auch in diesem Sammelband wieder der schnelle Einstieg in die einzelnen Episoden, ein rascher Spannungsaufbau und ein Finale. Die Nebenfiguren im Roman sind nicht gerade gelungen und geben dem Leser das Gefühl, dass sie nur zum Zwecke ihres baldigen Ablebens da sind. Wirklich tiefgründig wirken diese Charaktere nicht. Trotzdem macht es Spaß, die Reihe zu lesen, was wohl auch der Grund dafür ist, dass sie immer wieder überarbeitet wurde. Ein wenig Cthulhu-Mytos, Action und Fantasy machen den Hexer zu dem, was er ist - und auch derart lesenswert.

Fazit:

Eine gelungene Fortsetzung der Sammelband-Reihe des Hexer-Zyklus. Trotz der wenig tiefgründigen Charaktere kann auch dieser Teil des Hexer-Zyklus fesseln. Der Roman passt nicht wirklich in ein Genre, da von allem etwas dabei ist und gerade das macht die Geschichte so spannend.
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