Das magische Messer 
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Sabine Hut   
Freitag, 21. März 2008

Das magische Messer

Originaltitel: The Subtle Knife
Übersetzt von: Wolfram Ströle

2. Band der Reihe

Untergenre: Fantasy
Verlag: Heyne
Erschienen: Oktober 2007
ISBN: 978-3-453-50321-2
Preis: 8,51 EUR

335 Seiten
Inhalt
9.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
8.9

Wertung:
8.9
von 10
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Zum Inhalt:

Zu Beginn des Romans lernen wir den Jungen Will kennen. Er lebt in unserer Welt und sorgt sich sehr um seine Mutter, die geistig verwirrt zu sein scheint. Sein Vater ist auf einer Arktisexpedition verschollen. Seit einiger Zeit kommen merkwürdige Männer zu ihm nach Hause, wo sie offensichtlich etwas suchen. Deshalb bringt er seine Mutter in Sicherheit und flieht dann selbst. Auf der Flucht findet er ein Fenster, das zwischen zwei Welten entstanden ist. So trifft er auf Lyra. Diese geht in Wills Welt auf die Suche nach Wissenschaftlern, die ihr helfen könnten. Will selbst sucht seinen Vater, denn er kann nicht glauben, dass dieser nicht mehr lebt.

Meinung:

Anders als im ersten Band der Trilogie ("Der goldene Kompass"), beginnt die Geschichte in unserer Welt. Ein Junge namens Will ist vorerst die Hauptfigur, der Leser erfährt von seinen Ängsten und Problemen. Die Männer, die in das Haus seiner Mutter kommen, scheinen etwas mit dem Verschwinden seines Vaters zu tun zu haben. Und schon merkt man, dass auch dieser Teil der Geschichte viel komplexer werden wird als gedacht. Will hat es nie leicht gehabt. Seine Mutter war immer anders und dies versuchte er vor den anderen Kindern geheim zu halten, denn Kinder können ziemlich gemein sein. Der Vater ist seit langer Zeit verschwunden. Auch das macht ihm sehr zu schaffen und so fantasiert er sich Geschichten zusammen, in denen er mit seinem Vater Abenteuer erlebt oder ihn rettet. Aus diesem Traum will er nun Wirklichkeit machen, denn Will glaubt nicht, dass sein Vater tot ist.

Lyra hingegen befindet sich zuerst in einer Welt, die mit unserer Ähnlichkeiten hat. Jedoch scheint die Stadt, in der sie sich befindet, ausgestorben zu sein. Nach einiger Zeit tauchen nur ein paar wenige Kinder auf und so erfährt Lyra die Geschichte dieser Welt. Hier gibt es "Geister", die nur von Erwachsenen gesehen werden. Für Kinder sind diese nicht gefährlich, doch die Erwachsenen des Landes, die in ihre Reichweite kommen, werden sozusagen ausgesaugt. Sie scheinen keinen Willen mehr zu haben, stehen nur rum und starren vor sich hin. Deshalb sind die Erwachsenen aus der Stadt in die Berge geflohen, wo es keine Geister gibt.

In eben dieser Welt treffen Will und Lyra aufeinander. Zuerst sehr misstrauisch, entwickelt sich doch bald eine enge Freundschaft. Geschickt hat Pullman die Handlungen miteinander verbunden. Die Geschichte um Will und Lyra kreuzt sich immer wieder mit den Erlebnissen der Hexen und denen des Aeronauten Lee Scoresby. So ist der Roman sehr abwechslungsreich geschrieben und die Spannung bleibt erhalten. Durch diese vielen verschiedenen Verflechtungen ist das Buch sehr tiefgründig.

Fazit:

Mit "Das magische Messer" wurde ein würdiger zweiter Teil dieser Trilogie geschaffen, der Vorfreude auf den nächsten Band macht. Die Geschichte bleibt spannend und nicht vorhersehbar. Das Ende ist offen gelassen, sodass dem Leser nichts anderes übrig bleibt, als wohl oder übel auch noch das dritte Buch zu verschlingen.
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