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Violetta 4: Höhle des Vergessens  Drucken E-Mail
Comics: Frankobelgier Funnys & Humor
Geschrieben von Konstanze Tants   
Samstag, 13. Juni 2009

Violetta 4: Höhle des Vergessens

Autor: Tronchet
Zeichner: Jean-Marc Krings

Originaltitel: Violine: La caverne de l'oubli
Übersetzt von: Dr. Marcus Schweizer

Reihe: Violetta
4. Band der Reihe

Verlag: Finix Comics
Format: Softcover
Erschienen: April 2009
ISBN: 978-3-941236-05-9
Preis: 11,80 EUR

48 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.2

Wertung:
7.2
von 10
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Zum Inhalt:

Donner rollt über Afrika! Doch er kündet keinen erfrischenden Regen an; die Revolution bricht mit Kanonen über Zongo herein. Inmitten des Aufruhrs ist Violetta auf der Spur ihrer verloren geglaubten Mutter und stößt dabei auf neue Feinde, alte Freunde und einen mythenumwobenen Schatz! Violetta hat endlich ihren Vater gefunden, der jetzt das Geheimnis ihrer turbulenten Vergangenheit lüften kann: Afrika, seine große Liebe, eine junge Familie, die unter dramatischen Umständen auseinandergerissen wurde ... Im hintersten Winkel Afrikas traf Violetta nach Jahren auf ihren Vater - wo wird sie nur ihre Mutter wiederfinden? Und welche Rolle hat das Schicksal Kombo, dem Hüter der Ahnen, zugedacht?

Meinung:

Mit "Höhle des Vergessens" steuert die Geschichte rund um Violetta so langsam auf ihren Höhepunkt zu. Nachdem das kleine Mädchen schon so einige Abenteuer in dem revolutionsgeplagten afrikanischen Land Zongo erleben musste, findet es nun endlich seinen lang vermissten Vater Francois. Doch einem gemütlichen Wiedersehen stehen einige Hindernisse im Wege: Nicht nur, dass Oberst Müller den beiden auf den Fersen ist, auch General Mamadou bringt bei seinem Putschversuch gegen Präsident Retter die beiden in Gefahr. Und selbst Violettas Begleiter, der genussliebende Medizinmann Kombo, bringt das kleine Mädchen mit den violetten Augen immer wieder in Schwierigkeiten.

Doch zusammen mit ihrem Vater gelingt es Violetta, aus vielen riskanten Situationen zu entkommen. Die größte Überraschung hält Francois für sie bereit, als er ihr eröffnet, dass die Frau, die sie unter so grausamen Umständen groß gezogen hat, gar nicht ihre Mutter ist. Es handelt sich bei ihr um Francois' alte Gouvernante Maruschka, die schon Violettas Vater zusammen mit Müller und dem pillenliebenden Hausarzt eine unglückliche Kindheit beschert hatte. Erst als es ihm gelang, nach Afrika zu flüchten, war er vor ihr sicher. Aber nachdem eine Revolution den Aufenthalt in dem krisengeschüttelten Land unmöglich machte und seine geliebte Frau Francoise verschwunden war, sah er sich gezwungen, Violetta in Maruschkas Obhut zu geben.

Während Kombo seine Leidenschaft fürs Pokern entdeckt, beschließen Francois und seine Tochter, sich auf die Suche nach Francoise zu machen. Wenn es Violetta gelungen ist, ihren Vater in den Weiten Afrikas zu entdecken, dann sollte es ihnen zusammen sicher möglich sein, auch ihre Mutter wiederzufinden. Doch bevor sie noch den ersten Spuren nachgehen können, begegnen sie alten und neuen Feinden, die von Francois erfahren wollen, wo sich die sagenhaften Diamantenminen befinden, die er vor Jahren entdeckt hatte.

Dieser vierte Band der "Violetta"-Reihe geht so schwungvoll weiter, wie der Vorgänger aufgehört hat. Inzwischen ist Jean-Marc Krings allein für die Zeichnungen verantwortlich, was sich in der einen oder anderen deutlich überzogenen Darstellung niederschlägt, aber auch zu einem niedlichen Running-Gag bezüglich Francois und seiner Fähigkeit, die Gedanken der Tiere zu lesen, führt. Wie schon bei "Violetta 3: Die Eisenkralle" fällt auch hier die hohe Papier- und Druckqualität auf, die zu einer sehr schönen Farbigkeit in diesem Comic führt.

Auch wenn der Zeichenstil nicht mehr als den üblichen franko-belgischen Funny-Durchschnitt bietet und so manche humorvolle Einlage vorhersehbar ist, hat Tronchet mit der gewitzten Violetta, ihrer kleinen Maus Belphegor, dem unglückseligen Medizinmann Kombo und Violettas Vater Francois so liebenswerte Figuren geschaffen, dass man ihre Abenteuer wirklich mit Vergnügen liest und freudig auf "Haus der Fallen", den im Juli 2009 erscheinenden Abschluss der Reihe, wartet.

Fazit:

Auch im vierten "Violetta"-Band lässt Tronchet das kleine Mädchen mit den violetten Augen wieder einige Abenteuer erleben. Zusammen mit ihrem endlich wiedergefundenen Vater macht sich Violetta auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Dabei sorgt vor allem der Medizinmann Kombo mit seiner etwas ungewöhnlichen Weltsicht für so manche amüsante Momente, die von Jean-Marc Krings in seinen Zeichnungen schön umgesetzt werden. Auch wenn sein Stil dem Leser nicht mehr bietet als der durchschnittliche fanko-belgische Funny-Comic, sind die Darstellungen sehr gefällig und werden zusätzlich durch die hohe Druck- und Papierqualität aufgewertet. Nun bleibt dem Leser nur noch das Warten auf den Abschlussband der Reihe, der im Juli 2009 von Finix Comics veröffentlicht wird.
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