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Cubitus 18: Wahre Flunkergeschichten  Drucken E-Mail
Comics: Frankobelgier Funnys & Humor
Geschrieben von Jano Rohleder   
Montag, 22. Dezember 2008

Cubitus 18: Wahre Flunkergeschichten

Autor: Dupa
Zeichner: Dupa

Originaltitel: Cubitus 24: Tout ca, c'est des histoires
Übersetzt von: Martin Surmann

Reihe: Cubitus
18. Band der Reihe

Verlag: Piredda
Format: Softcover
Erschienen: November 2008
ISBN: 978-3-941279-01-8
Preis: 11,50 EUR

48 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
9.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
8.0

Wertung:
8.0
von 10
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Zum Inhalt:

Dieses Album beinhaltet mehrere Kurzgeschichten, in denen es u.a. um ein historisches Nachschlagewerk geht und wie man an ein scheinbar unerreichbares Marmeladenglas gelangt. Eine andere Episode spielt im Wilden Westen und in einer weiteren Geschichte kommt der unerbittliche Hundesteuereintreiber ins Haus. Aber auch das Motorrad von Herrn Bojenberg und Zeichner Dupa höchstpersönlich tauchen in kleinen Nebenrollen auf ...

Meinung:

Nachdem es mehrere Jahre lang still um "Cubitus" war, hat der große weiße Wuschelhund nun beim Piredda-Verlag ein neues Zuhause gefunden. Und so erscheint bereits zwei Monate nach Band 17, "Gib schön Pfötchen", der 18. Teil der Reihe, der diesmal unter dem Titel "Wahre Flunkergeschichten" daherkommt und wieder in Form eines hochwertigen Softcover-Albums vorliegt.

Während "Gib schön Pfötchen" zum größten Teil aus Einseitern bestand, bekommt der Leser in "Wahre Flunkergeschichten" ein zweiseitiges Intro (in dem Zeichner Dupa bei Boje und Cubitus zu Besuch kommt) sowie acht kurze Gagstorys präsentiert, die - wie von "Cubitus" gewohnt - mal mehr, mal weniger lustig sind, aber dafür immer unheimlich drollig gezeichnet.

Die Geschichte "Das Wörterbuch geht mit der Zeit" führt Cubitus auf den Dachboden, wo er in alten Bildlexika blättert und dem Leser alle möglichen Begriffe erklärt. Zur besseren Veranschaulichung bekommt man direkt die jeweiligen Einträge zu sehen, die von einem gewissen weißen Hund lebhaft in Szene gesetzt werden ... Schöne Illustrationen, die Gags sind hingegen leider etwas lahm.

In "Heidelbeeren oder Erdbeeren" versucht Cubitus, ein Marmelladenglas zu erreichen, das oben auf einem Schrank steht. Zwar handelt es sich bei dem Vierseiter um eine Aneinanderreihung von Slapstick-Einlagen, doch diese sind - genau wie das Ende der Geschichte - herrlich komisch ausgefallen.

"Die wahre Geschichte eines Hundes, den sie Pferd nannten" verschlägt Cubitus in die Zeit von Westernlegende Calamity Jane, die hier als biestiges kleines Mädchen auftritt und den Wuschelhund gleich mal zum Reittier umfunktioniert. Sehr schön gezeichnet, insbesondere kommt auch das Westernflair gut rüber - wirklich lustige Stellen hat der Sechsseiter aber leider kaum zu bieten.

Mit "Mein Freund, der Hund" bekommt der Leser die unterhaltsamste Geschichte des Bandes geboten, die vor Gags nur so sprüht. Boje erhält seinen jährlichen Besuch vom Steuereintreiber für Haustiere und setzt natürlich alles daran, seinen großen weißen Untermieter für diesen Zeitraum verschwinden zu lassen. Doch der Wuschelhund hat eben seinen eigenen Kopf - und so stehen bald "Kätzchen", "Krokodile" und ähnliches Getier vor der Tür ...

In "Boje ist bekloppt, aber es gibt Schlimmeres" versucht Bojenberg, sein altes Motorrad wieder in Gang zu setzen, wofür ihm schließlich sogar Dupa persönlich zur Hilfe eilt, der hier bereits seinen zweiten Gastauftritt innerhalb dieses Bandes hat. Leider sind die Gags allesamt wenig überzeugend und auch das unspektakuläre Setting im Garten trägt dazu bei, dass der Sechsseiter zur schwächsten Story von "Wahre Flunkergeschichten" wird.

"Kommst du, Puppe?" ist die Frage, als Nachbarskater Paustian eine Voodoo-Puppe von Cubitus anfertigt und sich dadurch für all die vielen Male revanchieren kann, die er eins aufs Dach bekommen hat. Natürlich bekommt der Wuschelhund schnell Wind von der Sache, doch damit fängt das Chaos erst an ... Keine wirklich innovative Idee, aber auf fünf Seiten sehr unterhaltsam und witzig umgesetzt.

In "Cubitus bei den Olympischen Spielen" fabuliert Cubitus davon, wie er wohl in diversen olympischen Disziplinen abgeschnitten hätte, wenn man bei Einführung der modernen Spiele Tiere als Athleten zugelassen hätte. Auch dieser Fünfseiter bietet einige nette Gags.

Eine "Äußerst ausufernde Auseinandersetzung" ist schließlich das Resultat, als Cubitus Cäsars "Gallischen Krieg" liest und dabei auf Paustian trifft. Der Dreiseiter bietet zum Abschluss des Bandes noch mal Cubitus-Mittelmaß und ist nicht schlecht, aber auch nicht übermäßig lustig.

Fazit:

"Wahre Flunkergeschichten" bietet dem Leser acht "Cubitus"-Kurzgeschichten von unterschiedlicher Qualität. Man bekommt grandios witzige Storys wie "Mein Freund, der Hund" geboten, aber auch einige durchschnittliche und mit "Boje ist bekloppt..." leider sogar eine extrem schwache. Dupas Zeichnungen sind wie immer herrlich drollig anzusehen - und sobald man den großen weißen Wuschelhund sieht, muss man eigentlich immer schmunzeln ... selbst, wenn eine Geschichte mal nicht so wirklich witzig ist.
Weiterführende Infos

 
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