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Perry Rhodan - Ara-Toxin 6: Der Unlichtplanet  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Science-Fiction
Geschrieben von Götz Piesbergen   
Donnerstag, 22. Mai 2008

Perry Rhodan - Ara-Toxin 6: Der Unlichtplanet

6. Band der Reihe

Verlag: Heyne
Erschienen: März 2008
ISBN: 978-3-453-52391-3
Preis: 6,95 EUR

412 Seiten
Inhalt
5.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
5.3

Wertung:
5.3
von 10
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Zum Inhalt:

Mit dem Gestaltenwandler Synuit hatten Perry Rhodan und seine Begleiter einen ebenso unberechenbaren wie skrupellosen Widersacher. Aber wer hinter dem Gestaltenwandler steht, muss unvergleichlich mächtiger sein. So läuft alles auf die finale Konfrontation Rhodans mit einem Gegner zu, der wie aus den dunkelsten Albträumen der Vergangenheit auferstanden scheint. Das Schicksal ganzer Sternenreiche wird sich in diese Auseinandersetzung entscheiden - und zum Ort der Entscheidung wird "Der Unlichtplanet".

Meinung:

Michael Marcus Thurner ist einer der neuen regulären Perry-Rhodan-Autoren. Seine bisherige Arbeit innerhalb der Reihe war äußerst solide. Nun hat er die zweifelhafte Ehre, den Abschlussband des diesjährigen Perry-Rhodan-Taschenbuchzyklus, "Ara-Toxin", zu schreiben. Zweifelhaft daher, weil der Zyklus bislang im Groben und Ganzen eine ziemliche Enttäuschung für den Leser war. Teilweise agierten die handelnden Figuren Out-of-Character, teilweise war die Story auch einfach zu negativ gestaltet worden.

Die Reihe "Ara-Toxin" fing damit an, dass Perry Rhodan (der Resident - und damit politisches Oberhaupt der Erde) und Julian Tifflor im Laufe einer diplomatischen Mission entführt wurden. Ihre Gestalten wurden chirurgisch verändert und ihre Zellaktivatoren, denen sie ihre Unsterblichkeit verdankten, auf eine geheimnisvolle Art und Weise in ihrer Funktion behindert. Doch sehr bald konnten die beiden fliehen und mithilfe der Ara-Attentäterin Zhana herausfinden, wer die Hintermänner dieses Verbrechens waren. Julian, seines Zeichens einer der ältesten Unsterblichen, verliebt sich im Laufe der Geschehnisse aufgrund einer Art Liebesdroge in die Attentäterin.

Die Spur der Entführer führt schließlich zu dem Planeten Remion, auf dem Perry Rhodan und seine Freunde vor Kurzem erst die neue Substanz Ara-Toxin entdeckten. Hilflos müssen die Unsterblichen mit ansehen, wie das Ara-Toxin seine Wirkung entfaltet und den Planeten mit allen Bewohnern vernichtet. Eine Folge davon ist, dass sich der Planet in einen "Moby" - eine Art organisches Raumschiff - verwandelt. Schließlich fällt der Gruppe um Perry auf, dass sie von einem Gestaltwandler verfolgt wird. Dieser führt sie zur Trümmerbrücke - den Überresten eines kosmischen Basars - die ein Handelszentrum in der Milchstraße ist. Von dort geht die Reise der Unsterblichen gemeinsam mit Zhana weiter bis zum Unlichtplanet.

Michael Marcus Thurner darf nun die teilweise ziemlich konfus erzählte Geschichte (bei der die beiden Unsterblichen manchmal immer noch chirurgisch verändert sind und dann wieder plötzlich nicht mehr) zu Ende führen. Doch er schafft es, das Beste aus den verschiedenen Elementen zu machen und liefert einen Roman ab, der trotz gewisser Schwächen zu unterhalten weiß. Der Autor bringt alle noch laufenden Subplots zu einem guten Abschluss. Außerdem sorgt er am Ende der Reihe für eine Überraschung, indem er eine Figur auftreten lässt, die man trotz ihrer Verbindung zu den Aras fast vergessen hat. An dieser Stelle gelingt es Michael Marcus Thurner innerhalb weniger Seiten, die Figur so auszubauen, dass sie letztendlich am meisten von dem Zyklus profitiert hat.

Das kann man leider nicht von allen Charakteren sagen. Julian Tifflor agiert zwar in "Der Unlichtplanet" wieder wie gewohnt, aber leider muss man feststellen, dass seine Figur in dem Romanzyklus deutlich Schaden genommen hat. Zu sehr stand Tifflors Beziehung zu seiner araischen Leibwächterin Zhana im Vordergrund.

Die besten Passagen des Buchs drehen sich um den geheimnisvollen Mann im Hintergrund, der für die Entführung Perry Rhodans und Julian Tifflors verantwortlich ist. Der Autor führt geschickt einen Handlungsfaden aus der Anfangszeit der Perry-Rhodan-Serie bis zu den aktuellen Geschehnissen hin und erschafft so einen glaubwürdigen Gegenspieler für den Titelhelden. Leider fällt aber die finale Konfrontation zwischen den beiden Charakteren sehr enttäuschend aus und gibt dem Leser das Gefühl, dass dadurch der gesamte Spannungsaufbau umsonst war.

Der Untergebene des Hauptgegners, Synuit, bleibt als Figur sehr zweidimensional und flach. Er benimmt sich wie ein typischer Klischee-Filmschurke. Synuit ist immer arrogant und überheblich - und bemerkt seine Niederlage selbst dann nicht, als sie nicht mehr zu übersehen ist. So bleibt er trotz seiner Verbindung zu dem Mann im Hintergrund als Bösewicht ziemlich enttäuschend für den Leser.

Fazit:

Michael Marcus Thurner gelingt das Kunststück, mit "Der Unlichtplanet" einen halbwegs überzeugenden Abschlussroman zu dem recht misslungenen Ara-Toxin-Zyklus zu schreiben. Seine Charaktere agieren so, wie man es aus der Reihe gewohnt ist. Und wie der Autor den großen Gegner im Hintergrund aufbaut, muss man gelesen haben. Schade, dass all die Mühe aufgrund der albernen Darstellung der finalen Konfrontation zwischen Perry Rhodan und dem geheimnisvollen Gegner umsonst war. Und auch im letzten Band des Zyklus bleibt der zweite Gegner, Synuit, ein extrem enttäuschender Widersacher für die Unsterblichen. Am Ende bleibt dem Leser nur die Hoffnung, dass der nächste Taschenbuchzyklus aus der Perry-Rhodan-Reihe besser wird.
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