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Unheil  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Krimi & Thriller
Geschrieben von Sabine Hut   
Freitag, 21. März 2008

Unheil

Verlag: Piper
Erschienen: November 2007
ISBN: 978-3-492-70156-3
Preis: 19,90 EUR

640 Seiten
Inhalt
8.0
Preis/Leistung
9.0
Gesamtwertung
8.1

Wertung:
8.1
von 10
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Zum Inhalt:

Polizistin Conny ist einem gefährlichen Mörder auf der Spur. Aufgrund der Ausführung seiner Morde wird er von der Presse "der Vampir" getauft. Conny macht sich alleine auf, um die Lösung des Rätsels zu finden, wodurch sie sich in wahnsinnige Gefahr begibt.

Meinung:

Es wurde gesagt, "Unheil" sei Hohlbeins düsterstes und temporeichstes Werk. Das ist durchaus zutreffend. Der Roman spielt in keinem Fantasie-Land und es ist auch kein Kind der Held, wie man es aus vielen Hohlbein-Büchern gewohnt ist. Polizistin Conny erhält in ihrem neuesten Fall Hinweise von einem unheimlichen Mann namens Vlad. Kaum jemand hat ihn sonst gesehen, er erscheint immer in merkwürigen Situationen und verschwindet so schnell wie er gekommen ist. Conny ist ein sympathischer Charakter und glaubt durch das Erscheinen von Vlad fast selbst, verrückt zu sein. Aufgrund seiner Hinweise gerät sie immer mehr in Gefahr und das Leben scheint ihr unter den Füßen weggerissen zu werden. Der Leser kann sich schnell in sie hineinversetzen und erlebt das Gelesene, als wäre er selbst die Hauptperson.

Vlad ist eine undurchsichtige Figur. Nie kann man sich gewiss sein, was er im Schilde führt. Sein Name erinnert natürlich auch an "Vlad Tepes Dracul", was im Bezug auf den Mörder mit dem Spitznamen "Vampir" irgendwie verdächtig erscheint. Weitere Nebencharaktere sind die Kommissare Trausch und Eichholz. Sie sind Kollegen von Conny und können sie mehr oder weniger gut verstehen. Trausch spielt dabei eine eher sympathische Rolle, während Eichholz ein sehr berechnender und unangenehmer Chef ist.

Der Vampir selbst ist gnadenlos. Er hat schon mehrere Frauen auf dem Gewissen. Seinen Spitznamen bekam er durch die Art der Morde. Er sticht immer die Halsschlagader an und lässt daraus das Blut ablaufen. Als er und seine Jünger bemerken, dass er im Visier der Polizei ist, bekommt Conny bei ihren Alleingängen große Probleme und bringt sich selbst in sehr große Gefahr.

Das Buch ist wirklich gelungen düster geschrieben. Die Geschichte wird in keiner Weise durchsichtig, es gibt immer wieder eine Drehung oder Wendung, mit der man nicht gerechnet hat. Oft kommt es zu tragischen Momenten und auch das Ende ist überraschend. Wer nach dem Lesen des Buches allein in einem dunklen Park unterwegs ist, wird sich wohl so einige Male umdrehen und das Knacken der Bäume klingt auf einmal auch viel bedrohlicher als sonst. Hohlbein schafft es, den Leser in eine Welt zu versetzen, in der das Unheil regiert.

Auffällig ist bei diesem Buch wieder die Aufmachung des Covers. Es ist sehr gut gelungen und passt perfekt zu dem Buch. Dieser Roman sieht auch in der Schrankwand noch toll aus.

Fazit:

Ein düsteres, temporeiches Werk von Wolfgang Hohlbein, das den Leser von Beginn an mit sich reißt. Die Charaktere sind gut beschrieben und die Geschichte wirkt nie vorhersehbar. Ein paar kleinere Schwächen machen das Buch auch nicht weniger lesenswert. Es bleibt spannend bis zur letzten Seite.

 
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