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Wer küsst schon unter Wasser?  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 1. März 2009

Wer küsst schon unter Wasser?

Reihe: dtv-girl
Untergenre: Liebe & Romantik
Verlag: dtv
Erschienen: Januar 2009
ISBN: 978-3-423-07613-5
Preis: 5,95 EUR

184 Seiten
Inhalt
7.0
Preis/Leistung
9.0
Gesamtwertung
7.2

Wertung:
7.2
von 10
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Zum Inhalt:

Georgie und ihre beste Freundin Melle haben sich geschworen, sich niemals zu verknallen. Niemals! Doch dann taucht eines Tages Robbie im Schwimmverein auf: dunkle Locken, dunkle Augen und so einen Hauch braun gebrannt - und auf einmal fällt es Melle ganz schön schwer, diesen Schwur einzuhalten ...

Meinung:

Dagmar Geislers Roman "Wer küsst schon unter Wasser?" wurde bereits im Herbst 2006 von dtv veröffentlicht und erscheint nun im Januar 2009 als Neuausgabe in der Reihe dtv-girl. Neben dem poppigen Cover und den üblichen Details, die für die Reihe kennzeichnend sind, findet man in diesem Band comichafte Illustrationen der Autorin, die einzelne Szenen der Geschichte unterstreichen.

Georgie und Melle haben sich fest vorgenommen, dass sie sich niemals verlieben würden. Jeden Tag in der Schule sehen sie bei den Mitschülerinnen, dass diese nur noch Jungs, Klamotten und Make-up im Kopf haben. Doch Georgie und Melle wollen nicht so sein wie die anderen Mädchen, sondern Meeresbiologinnen werden, und tun alles, um ihr Ziel zu erreichen. Neben dem regelmäßigen Training im Schwimmverein planen sie demnächst auch, ihren Tauchschein zu machen, um ihrem Traum von einer Forschungsstation an der Atlantikküste näher zu kommen. Ganz genau haben es sich die beiden Mädchen ausgemalt, wie ihr gemeinsames Leben später sein wird.

Doch dann kommen eines Tages zwei Jungen zum Training im Schwimmverein, und Georgie muss zu ihrem großen Schrecken feststellen, dass sich Melle auf einmal ganz merkwürdig benimmt. Robbie, mit den dunklen Locken und der braungebrannten Haut, will ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Während Georgie und Melle sich immer weiter voneinander entfernen und zum ersten Mal seit der Grundschule so richtig zerstreiten, weiß Melle auch nicht so recht, was da mit ihr vorgeht. Warum kann sie auf einmal nur noch an Robbie denken und warum kann sie nicht einfach mit Georgie darüber reden, was mit ihr gerade los ist?

Dagmar Geisler lässt in "Wer küsst schon unter Wasser?" abwechselnd Georgie und Melle zu Wort kommen, sodass die Leserin wunderbar das Gefühlschaos der beiden Freundinnen miterleben kann. Doch es dreht sich nicht alles nur um Melles Gefühle für Robbie und die Frage, ob die Freundschaft der beiden Mädchen dieses erste Verliebtsein übersteht. Auch die Familien der beiden Freundinnen und die verschiedenen Arten, mit der Pubertät ihrer Töchter umzugehen, werden von der Autorin hervorragend beschrieben.

Fast schon wie ein Tagebuch lesen sich die verschiedenen Aussagen von Georgie und Melle, wobei sich der Sprung zwischen den beiden Perspektiven für die Leserin ganz leicht vollziehen lässt: Nicht nur, dass die verschiedenen Passagen durch den jeweiligen Namen und unterschiedliche Schriftarten gekennzeichnet sind - auch die Ausdrucksweise der Mädchen unterscheidet sich so sehr, dass man selbst in kurze Absätze schnell hineinfindet.

Lustig und trotzdem sehr realistisch erzählt Dagmar Geisler in "Wer küsst schon unter Wasser?" von der ersten Liebe, der ersten Periode, Freundschaft und Familie und den unterschiedlichen Arten, ein Stückchen erwachsener zu werden. Dabei ist die Geschichte so unterhaltsam geschrieben, dass sie wohl nicht nur für Mädchen zwischen zwölf und vierzehn Jahren unterhaltsam sein wird.

Fazit:

Dagmar Geisler beschreibt in "Wer küsst schon unter Wasser?" überaus unterhaltsam, wie die beiden Freundinnen Georgie und Melle mit Melles erstem Verliebtsein umgehen. Dabei kann man als Leserin abwechselnd beide Perspektiven verfolgen und nachvollziehen, wieso sich Melle - obwohl sie doch eigentlich so wie immer sein will - von Robbie in ein solches Gefühlschaos stürzen lässt, während Georgie keine Ahnung hat, wie sie mit der veränderten Freundin umgehen soll. Doch auch die Familien der beiden Mädchen und ihr Einfluss auf das Verhalten der Mädchen werden von der Autorin amüsant und treffend dargestellt.
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