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W-w-wer hat schon Angst im Dunkeln?  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Sabine Hut   
Dienstag, 3. März 2009

W-w-wer hat schon Angst im Dunkeln?

Originaltitel: The Dark, Dark Night
Übersetzt von: Isabel Schatz

Verlag: Loewe
Erschienen: Juni 2008
ISBN: 978-3-7855-6428-8
Preis: 12,90 EUR

32 Seiten
Inhalt
9.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
8.9

Wertung:
8.9
von 10
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Zum Inhalt:

"Huhuuu!", heult der Wind durch die Bäume und das Laternenlicht flackert unheimlich in der Dunkelheit. Filippo Frosch und seinen Freunden schlottern die Knie, denn dort drüben am Teich lauert ein fürchterliches Monster - oder doch nicht?

Meinung:

Endlich ist der Frühling da. Manche Tiere haben lange Winterschlaf gehalten und freuen sich nun, nach vielen Monaten wieder mit ihren Freunden spielen zu können. Genauso geht es Filippo Frosch. Er spielt den ganzen Tag mit seinen Freunden Denni Dachs, Ibo Igel, Hansi Hase und Tinchen Haselmaus. Viele Kinder werden es kennen: Wenn man spielt, vergeht die Zeit wie im Fluge und man denkt gar nicht daran, wie spät es schon ist. Ehe man sich versieht, ist es dunkel und man sollte schon lange in seinem Bettchen liegen. In Filippo Froschs Fall ist das Bett der Teich, in den er sich in dieser Dunkelheit schnell zurückziehen will. Er macht sich mit seiner Laterne auf den Weg, doch kurz bevor er in den Teich hüpfen kann, entdeckt er am Ufer etwas Großes und Dunkles. Gibt es im Teich wirklich ein Monster vor dem man sich fürchten muss?

In der Nacht sieht die Welt ganz anders aus als bei Tage. Bäume werden zu Riesen, die mit ihren langen Armen versuchen, nach einem zu greifen, Gardinen flattern umher wie Gespenster und der Ruf einer Eule klingt schnell wie der Schrei eines Monsters. Viele Kinder haben Angst im Dunklen und wahrscheinlich kann sich auch noch mancher Erwachsene daran erinnern, dass die Dunkelheit nicht sehr beruhigend ist, wenn man noch klein ist. Diesem "Kinderproblem" widmet sich "W-w-wer hat schon Angst im Dunkeln?" sehr liebevoll und versucht begreiflich zu machen, dass nicht alles, was man in der Nacht sieht, auch das ist, wofür man es halten könnte. Sicherlich kann dieses Buch dadurch vielen kleinen Leseratten helfen, besser durch die Nacht zu kommen.

Die Zeichnungen von Jane Chapman sind kräftig bunt gehalten und die Tierfreunde sehr niedlich gestaltet. Alle Tiere wirken sehr sympathisch, machen keine Angst und man könnte direkt Lust bekommen, mit ihnen zu spielen. Auch in der finstren Nacht hat man das Gefühl, dass die Tiere wie bunte Kleckse im Dunklen den Weg leuchten. Nie ist es vollständig dunkel, da um die Tiere herum immer etwas Licht strahlt und auch ihre Farben im Dunkeln leuchten. Das Licht um die Tiere stammt aus kleinen Laternen, die jedes Tier (passend zu seiner Größe) bei sich trägt. Die Gesichter der Tiere sind sehr lieb gezeichnet und auch das Fell wurde wirklich schön dargestellt. Teilweise möchte man am liebsten durch das Fell streicheln, weil es so flauschig aussieht. Sicherlich können sich Kinder auch irgendwie mit diesen freundlichen Charakteren in Verbindung bringen. Vielleicht ist man sprunghaft wie Filippo Frosch oder ängstlich wie der Hase Hansi. Wobei wohl fast alle Tiere hier ängstlich sind.

Das Buch hat ein ziemlich ungewöhnliches Format, da es fast so breit wie hoch ist. Der Text befindet sich immer mittig auf den Seiten und fügt sich so wunderbar zwischen die Bilder ein. Meist ist es auch so, dass nur auf einer der Doppelseiten Text steht und die andere Seite dafür Platz für ein Bild bietet. So wird man weder von der Text- noch von der Bildermenge erschlagen.

Fazit:

"W-w-wer hat schon Angst im Dunkeln?" ist ein wirklich liebevoll gestaltetes Kinderbuch, das Groß und Klein Freude bereitet. Die Zeichnungen sind hübsch gestaltet und die Tiere im Buch wirken von Beginn an nett und freundlich. Auch fügt sich der Text wunderbar in die Zeichnungen ein, sodass man nicht das Gefühl hat, dass Text oder Bilder unpassend wirken. Dieses Buch kann sicherlich dabei helfen, Kindern die Angst vor der Nacht und der Dunkelheit zu nehmen. Es erklärt auf kindliche Art und Weise, dass nicht alles, was man nachts sieht, auch wirklich so ist, wie es scheint. Kleinere Kinder werden mit den Tieren mitfiebern und letzten Endes einsehen müssen, dass es schon irgendwie lustig ist, was man im Dunkeln alles für ein Monster halten kann.
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