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Schattengreifer 1: Die Zeitensegler  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Konstanze Tants   
Freitag, 29. Mai 2009

Schattengreifer 1: Die Zeitensegler

1. Band der Reihe

Untergenre: Fantasy
Verlag: Baumhaus
Erschienen: März 2009
ISBN: 978-3-8339-3704-0
Preis: 14,90 EUR

288 Seiten
Inhalt
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.1

Wertung:
7.1
von 10
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Zum Inhalt:

Ist es wirklich nur ein Zufall, der Simon auf das uralte Schiff verschlägt? Und was treiben die Jugendlichen hier, die dem Kommando des Schattengreifers unterstellt sind und die mit ihm durch die Zeit reisen? Allmählich kommt Simon hinter die Geheimnisse des sonderbaren Schiffes. Aber je mehr er erfährt, desto klarer wird ihm, worauf er sich eingelassen hat. Um nichts weniger geht es, als die Welt zu retten!

Meinung:

Mit "Die Zeitensegler" präsentiert Stefan Gemmel dem Leser eine gelungene Mischung aus fantastischem und historischem Roman. Nachdem der dreizehnjährige Simon immer wieder von unheimlichen Träumen heimgesucht wird, entdeckt er eines Nachts ein seltsames Segelschiff auf dem Meer. Es gelingt ihm, aus seinem Elternhaus zu schleichen und sich mit dem Ruderboot seines Vaters dem Schiff zu nähern. Wider besseren Wissens klettert er an Bord und trifft dort auf die Zeitenkrieger.

Diese sind Gefangene des Schattengreifers und die Mannschaft des mysteriösen Schiffes. Die Zeitenkrieger sind fünf Jugendliche aus den verschiedensten Jahrhunderten, die von einer unheimlichen Gestalt gezwungen wurden, für sie zu arbeiten. Doch im Gegensatz zu den anderen ist Simon freiwillig an Bord des "Seelensammlers" geklettert, und nachdem sich das erste Misstrauen der fünf Zeitenkrieger gelegt hat, weckt er in Basrar, Neferti, Salomon, Moon und Nin-Si die Hoffnung, dass ihre Zeit auf dem Schiff vielleicht doch irgendwann zu Ende gehen könnte.

Gemeinsam gelingt es den sechs Jugendlichen, hinter einige Geheimnisse des Schattengreifers - wie zum Beispiel das Reisen durch die Zeit - zu kommen, doch trotz all ihrer Bemühungen finden sie nicht heraus, warum dieses Wesen sie überhaupt gefangen genommen hat. In der Hoffnung, endlich wieder nach Hause und zu ihren Familien zu gelangen, navigieren die Zeitenkrieger das Schiff viele hundert Jahre in die Vergangenheit. Doch bei jeder ihrer Bewegungen werden sie von den Krähen beobachtet, die als Spione des Schattengreifers das Schiff bevölkern, und müssen befürchten, dass dieses gefährliche Wesen ihnen auf die Schliche kommt. Doch nicht nur von ihrem mysteriösen Entführer droht den Jugendlichen Gefahr, auch in der Vergangenheit stoßen sie auf Herausforderungen, die für die sechs kaum zu bewältigen sind.

Stefan Gemmels erster Band der Schattengreifer-Trilogie führt den Leser auf das unheimliche Schiff, auf dem die Zeitenkrieger gefangen gehalten werden, und bereitet so den Boden für eine spannende Geschichte. Die Frage, welchen Plan der Schattengreifer mit der Entführung von fünf so unterschiedlichen Kindern verfolgt, geht dem Leser das ganze Buch über nicht aus dem Kopf. Doch trotz dieses großen Rätsels faszinieren einen auch die Schilderungen der verschiedenen Zeiten, in die die Kinder reisen.

Mit den Zeitenkriegern erlebt man die Vernichtung einer großen historischen Nation und bedauert das Schicksal der australischen Ureinwohner, die nicht in der Lage waren, sich gegen die eindringenden Briten zu behaupten. Diese Mischung aus geschichtlichen Tatsachen und faszinierenden Fantasy-Elementen zieht den Leser schnell in ihren Bann. Auch die Darstellungen der verschiedenen Charaktere ist dem Autor sehr gut gelungen. Bei der Menge an agierenden Figuren ist es zwar nicht möglich, wirklich jede detailliert zu beschreiben, doch wecken die Personen schnell Sympathien und Antipathien im Leser und sorgen so dafür, dass man mit ihnen bangt und hofft.

Doch wie so oft bei einem ersten Band leidet dieser Teil der Schattengreifer-Trilogie ein wenig darunter, dass es eben "nur" der Auftakt einer Reihe ist. Der Schluss des Buches ist ein wenig zu abrupt und wirkt auf diese Weise etwas lieblos, auch wenn dem Leser hier Hoffnung auf die weiteren Abenteuer gemacht wird. Auch gibt es so viele offene Fragen, dass man am Ende des Romans ein wenig unbefriedigt zurückbleibt. Trotzdem ist die Geschichte rund um Simon und die Zeitenkrieger so spannend und vielversprechend aufgebaut, dass man sich ungeachtet dieser beiden Negativpunkte schon sehr auf die Fortsetzung der Reihe freut.

Fazit:

Als der dreizehnjährige Simon an Bord des mysteriösen Schiffes "Seelenfänger" klettert, gerät er in die unheimlichen Fänge des Schattengreifers. Spannend beschreibt Stefan Gemmel, wie der Junge zusammen mit den Zeitenkriegern, die auf dem Schiff zum Dienst gezwungen werden, aufregende Abenteuer in der Vergangenheit bewältigen muss. Diese rasante Mischung aus historischen und fantastischen Elementen ergibt eine faszinierende Geschichte, der man es auch verzeihen kann, dass die Handlung in "Die Zeitensegler" etwas abrupt endet. Auf jeden Fall ist es dem Autor gelungen, den Leser neugierig auf die kommenden zwei Bände der Trilogie zu machen.
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