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In 24 Tagen kommt das Christkind  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Sabine Hut   
Sonntag, 30. November 2008

In 24 Tagen kommt das Christkind - Adventskalender-Geschichten

Verlag: Arena
Erschienen: Juni 2008
ISBN: 978-3-401-08706-1
Preis: 12,95 EUR

64 Seiten
Inhalt
7.0
Preis/Leistung
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Gesamtwertung
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Zum Inhalt:

Vor Weihnachten passieren die unglaublichsten Dinge: Sophie und Lukas entdecken zwei geheimnisvolle Nüsse. Darin liegen ein klitzekleiner, goldener Bär und eine Weihnachtsmaus. Die nehmen die beiden Kinder mit zur Wichtelwerkstatt, zu den kleinen Engeln und den drei Elfen und schließlich sogar zum Christkind.

Meinung:

Ursprünglich studierte Friederun Reichenstetter Sprachen in München, Straßburg und London. Dann arbeitete sie im In- und Außland bei mehreren internationalen Organisationen (World Council of Churches, SOS-Kinderdörfer etc). Sie begann erst mit knapp 50 Jahren Kinder- und Jugendbücher zu schreiben. Ihr erstes erschien 1990, etliche ihrer Werke werden und wurden bereits in andere Sprachen übersetzt. Friederun Reichenstetter lebt heute mit ihrem Mann in München. Uli Waas illustrierte schon viele Kinderbücher. Sie studierte Malerei und Grafik an der Akademie der bildenden Künste in München. Frau Waas hat zwei Kinder und lebt in Neu-Ulm.

Die Geschwister Sophie und Lukas entdecken auf ihrem Fensterbrett zwei große goldene Nüsse. Als sie diese öffnen, befindet sich in Sophies Nuss ein kleiner goldener Bär und in Lukas' Nuss eine winzige goldene Maus. In der ersten Nacht wachsen Maus und Bär, außerdem können sie auf einmal sprechen. Die Eltern der Kinder meinen dazu nur, dass in der Vorweihnachtszeit viele merkwürdige Dinge geschehen würden und dass die kleinen Tiere vermutlich ein Weihnachtsbär und eine Weihnachtsmaus seien. Jeden Abend beginnt nun für die Kinder ein neues Abenteuer. Bär und Maus nehmen sie mit in die Wichtelwerkstatt, wo sich die beiden als Helfer betätigen können. Auch in die Engelswerkstatt, zu drei Elfen und zum Weihnachtsmann führt die Reise.

Ab dem Abend vor dem 1. Dezember können Eltern den kleinen Zuhörern täglich eine kurze Geschichte erzählen. Die kurzen Abenteuer sind laut Verlag für Kinder ab vier Jahren gedacht, doch wahrscheinlich kann man sie auch schon jüngeren vorlesen, da die Geschichten recht einfach gehalten sind. Jeder Tag beansprucht eine Doppelseite, wobei die Bilder sehr viel Platz einnehmen. Meistens besteht eine Seite aus Text, die andere ist dann ein Bild. Die Geschichte muss fortlaufend gelesen werden, da sich die Abenteuer aufeinander aufbauen. Alles läuft darauf hinaus, endlich den Weihnachtsmann zu treffen.

Die Zeichnungen sind hübsch und kindgerecht gehalten, alle Seiten wurden mit weihnachtlichen Symbolen umrahmt. Die bunten Illustrationen strahlen in fröhlichen, hellen Farben. Sophie und Lukas sind zwei niedliche Kinder, die immer ein Lächeln auf den Lippen haben. Auch Weihnachtsmaus und Weihnachtsbär wirken putzig und sehr kindgerecht. Die anderen Wesen und Tiere sind ebenfalls schön gezeichnet und wirken sympathisch. Natürlich handelt es sich um sehr einfach gehaltene Illustrationen, doch für ein solches Kinderbuch sind diese sehr gut geeignet und passen wunderbar.

Schade ist, dass der tägliche Text wirklich sehr knapp geraten ist und die Bilder so viel Platz einnehmen. Dadurch bleibt das Lese- bzw. Zuhörvergnügen jeden Abend nur ein überaus kurzes. Für sehr kleine Kinder mag dies in Ordnung sein, doch ältere (zu denen bereits die Vierjährigen zählen) wünschen sich abends auch gern einmal etwas längere Geschichten. Zumindest fünf bis zehn Minuten Lesezeit wären schön gewesen. Für Kinder, die das Lesen gerade neu lernen - also nicht nur zuhören, sondern sich schon selbst mit dem Text beschäftigen -, ist diese Länge allerdings wiederum gut.

Fazit:

Friederun Reichenstetters "In 24 Tagen kommt das Christkind" ist eine Adventskalender-Geschichte, die sehr kindgerecht und hübsch geschrieben ist. Auch die Zeichnungen von Uli Waas eignen sich für ein solches Buch wunderbar. Die Illustrationen sind sehr bunt, hell und freundlich gehalten. Mit Sophie und Lukas, den Hauptpersonen, können sich Kinder sehr leicht identifizieren. Wirklich schade ist allerdings, dass die abendlichen Geschichten nicht sehr lang sind. Die Bilder nehmen viel Platz ein und darunter leidet die Leselänge. Zwischen fünf und zehn Minuten sollte eine Geschichte am Abend schon lang sein, doch dies ist hier leider nicht der Fall.
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