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Ich schieße ... doch!  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Sabine Hut   
Montag, 24. März 2008

Ich schieße ... doch!

Verlag: Loewe
Erschienen: Januar 2008
ISBN: 978-3-785-56311-3
Preis: 5,95 EUR

144 Seiten
Inhalt
9.0
Preis/Leistung
9.0
Gesamtwertung
9.0

Wertung:
9.0
von 10
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Zum Inhalt:

Nikos Leben besteht nur noch aus Angst. Nirgendwo ist er sicher, er fürchtet sich in der Schule, der Stadt und selbst zu Hause. Denn Matthias, Kevin und Raphael, die in seine Klasse gehen, quälen ihn. Er wird von ihnen getreten, geschlagen und erpresst. Die Übergriffe werden immer brutaler, doch Niko vertraut sich niemandem an. Als seine Angst übergroß wird und er einen verzweifelten Plan fasst, braucht er nur noch eine Waffe ...

Meinung:

Leider scheint es heute an vielen Schulen zum Alltag zu gehören, dass Mitschüler verprügelt und gequält werden. Viele der älteren Generation werden sagen, dass es so etwas früher nicht so ausgeprägt gab. Doch heute werden die Schlagzeilen sehr oft von prügelnden Schülern geprägt. Ebenso oft sorgen die Gequälten für Schlagzeilen, indem diese sich den Weg beispielsweise freischießen. Die Thematik scheint zunächst in weiter Ferne zu liegen, doch ist sie wohl an vielen Schulen täglich bittere Realität. Gerade darum sollte dieses Buch auch zur Schullektüre gehören. Denn viele der Täter scheinen sich nicht bewusst zu sein, was sie mit den Opfern machen.

Niko ist eigentlich ein ganz normaler Junge. Etwas ruhiger vielleicht - und er trägt keine Markenklamotten. Dies scheint den Tätern schon als Grund zu reichen. Nikos Eltern leben getrennt, seit sein Vater arbeitslos wurde und deshalb nach Berlin ziehen musste. Er vermisst ihn sehr, doch will sich das nicht eingestehen. Auch seine Mutter hat viele Probleme und nebenbei muss sie drei Kinder großziehen. Oft hat Niko überlegt, sich jemandem anzuvertrauen, doch getan hat er es nie. Eigentlich wollte er seiner Mutter von seinen Qualen erzählen, doch diese hatte immer genug eigene Lasten zu tragen. Niko wollte sie nicht noch mehr bekümmern und schluckte so alle Angst und allen Frust hinunter.

Doch irgendwann sind Grenzen erreicht, so auch bei Niko. Wenn die seelischen Qualen Überhand nehmen, sucht man sich einen anderen Ausweg aus der Situation. Doch es muss nicht so weit kommen. Am besten man hält die Augen offen und erkennt Veränderungen an Freunden so früh wie möglich. Denn da kann noch geholfen werden und es ist möglich, schlimme Folgen zu verhindern.

Fazit:

"Ich schieße ... doch!" ist ein sehr spannendes und mitreißendes Buch, dessen Thematik leider sehr aktuell ist. Es sollte als Schullektüre genutzt werden, damit potenzielle Täter wissen, was sie anrichten. Der Roman geht sehr behutsam mit dem Thema um und die Geschichte läuft nicht unbedingt so ab, wie man denken könnte.
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