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Die Zombie-Schule 3: Ein Lehrer dreht durch  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Konstanze Tants   
Freitag, 15. August 2008

Die Zombie-Schule 3: Ein Lehrer dreht durch

Originaltitel: Too Ghoul for School - Silent But Deadly
Übersetzt von: Ilse Rothfuss

3. Band der Reihe

Untergenre: Horror
Verlag: Schneiderbuch
Erschienen: Juli 2008
ISBN: 978-3-505-12465-5
Preis: 7,95 EUR

162 Seiten
Inhalt
4.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
4.4

Wertung:
4.4
von 10
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Zum Inhalt:

Die Sankt-Sebastian-Schule ist echt der Horror - und das ist kein Witz. Jahr für Jahr sinkt die Schule tiefer in die modrige Pestgrube unter ihren Fundamenten ein und die Geister der Pestopfer, die darunter begraben sind, werden allmählich fuchsteufelswild.

Alexander ist in heller Aufregung: Sein Lieblingslehrer gibt grunzende Geräusche von sich und sieht aus wie ein wandelnder Zombie. Als er dann noch versucht, seine Aktentasche mit den Zähnen zu öffnen, steht fest: Der Lehrer dreht langsam durch! Mit seinen Freunden Lenny und James geht Alex der Sache auf den Grund - und findet die Ursache für den Zombie-Zauber. Die Pestgeister haben einen neuen Plan ausgeheckt ...

Meinung:

Im Vergleich zum Vorgängerroman "Die Monster-Bauarbeiter" fällt "Ein Lehrer dreht durch" leider wieder etwas ab. Endete der zweite Band der Reihe mit einem sehr komischen und actionreichen Kampf auf dem Schulhof, so beginnt der aktuelle Roman in der Lehrertoilette der Sankt-Sebastian-Schule.

Der Naturwissenschaftslehrer Mr. Watts beginnt seinen Schultag immer mit einem gemütlichen Besuch auf dem Klo. Doch an diesem Tag fällt ihn unerwartet eine Wolke aus schmutzigem grünen Gas an. Der Leser der vorherigen Bücher verdächtigt natürlich schnell Edith Codd, ihre geisterhaften Finger im Spiel zu haben. Doch die Schüler der Sankt-Sebastian-Schule sind erst einmal nur froh, dass der verhasste Chemie-, Physik- und Biologieunterricht auf einmal nicht mehr stattfindet.

Während die Schüler ihre Zeit besser zu nutzen wissen, steht Mr. Watts vor dem Pult und lutscht lieber Tinte aus Stiften oder schaut stumpf in die Gegend. Nur Alexander, der diese wissenschaftlichen Fächer wirklich mag, wundert sich über das Verhalten des Lehrers. Er überredet seine Freunde Lenny und James dazu, mit ihm zusammen herauszufinden, was mit Mr. Watts passiert ist.

Schnell finden die Jungen heraus, dass sich der Lehrer in einen Zombie verwandelt hat - und dass es sehr schwierig sein wird, ihm zu helfen. Zum Glück hat sich der Geisterjunge William Scroggins vorgenommen, den drei Schülern zu helfen. Im Gegensatz zu den anderen Pestgeistern mag William die Schüler der Sankt-Sebastian-Schule und möchte auf keinen Fall, dass es Edith gelingt, diese zu vertreiben.

Eigentlich kommen Edith Codd und ihre Geisterbande in diesem Roman recht wenig vor, dafür bekommt der Leser sehr viele von Alexanders flachen Witzen präsentiert und darf miterleben, wie sich Mr. Watts immer weiter in einen Zombie verwandelt. Natürlich dürfen die ekligen Details - wie abfallende Ohren oder Finger und der Appetit auf menschliches Gehirn - dabei nicht fehlen.

Doch durch die mangelnde Präsenz der Pestopfer fehlt dem Buch auch einiges an Humor, der die vorherigen Bände ausgemacht hat. Zudem hat der Leser das Gefühl, dass sich der Autor mit den Hauptcharakteren weniger Mühe gegeben hat. Alexander, James und Lenny sind dem Leser inzwischen genauso vertraut wie ihre Gegenspieler auf der untoten Seite. Trotzdem wäre eine Weiterentwicklung der Figuren wünschenswert gewesen.

Größter Pluspunkt an "Ein Lehrer dreht durch" ist, dass William und die drei Schüler sich langsam näher kommen. Noch haben sie zwar keinen engen Kontakt aufgebaut, aber immerhin vermuten Alexander und seine Freunde, dass da ein Geist sein könnte, der auf ihrer Seite steht. Ansonsten bietet dieser Band sehr wenig von dem Humor und den überraschenden Szenen, die die Reihe sonst - trotz des recht anspruchslosen Aufbaus - sehr lesenswert machten.

Fazit:

"Die Zombieschule 3: Ein Lehrer dreht durch" enttäuscht den Leser im Vergleich zu den vorherigen Romanen der Reihe. Natürlich gibt es auch hier ein paar lustige Szenen, die mit vielen ekligen Details gewürzt werden, aber wirklich mitreißen kann einen die Geschichte nicht. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Edith Codd und die anderen Pestopfer eine so kleine Rolle spielen, auch wenn der Geisterjunge William den Schülern der Sankt-Sebastian-Schule wieder hilfreich zur Seite steht. Da bleibt nur zu hoffen, dass der nächste Band mit dem Titel "Die Spuk-Attacke" wieder das gewohnt amüsante Leseerlebnis bietet.
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