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Die Wächter von Astaria 2: Die flüsternde Stadt  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Konstanze Tants   
Freitag, 14. Mai 2010

Die Wächter von Astaria 2: Die flüsternde Stadt

2. Band der Reihe

Untergenre: Fantasy
Verlag: Ravensburger
Erschienen: Februar 2009
ISBN: 978-3-473-35295-1
Preis: 16,95 EUR

480 Seiten
Inhalt
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
8.0

Wertung:
8.0
von 10
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Zum Inhalt:

Düstere Schatten liegen über Astaria: Der böse Astronos droht mit seinen Goblins das ganze Land zu erobern. Ritter Fabio und die Sternendeuterin Celeste setzen all ihre Hoffnungen in den jahrhundertealten Wissensschatz der Eisernen Bibliothek. Die Suche danach führt Fabio und Celeste zur versunkenen Stadt Napuli. Tief unten am Meeresgrund, in den Ruinen der alten Sternenbasilika, stoßen sie auf ein schreckliches Geheimnis.

Meinung:

Der zweite Teil der Reihe um "Die Wächter von Astaria" beginnt etwas gemächlicher, als es in "Der letzte Paladin" der Fall war. Nachdem Fabio in die Ordensburg der Paladine auf der Insel Arborea zurückgekehrt ist, fällt es ihm schwer, seine Mitbrüder davon zu überzeugen, dass sein ehemaliger Ritter Ludovico den Einflüsterungen des bösen Erzstellars Astronos verfallen ist. Doch schon bald wird er mit einer neuen Mission beauftragt: Er soll zur Sternenburg reisen und dort mit der Sternendeuterin Denebola zusammentreffen.

Denn Silvestro, der Meister des Ordens der Morgenröte, und Artemesia, die Hohe Wächterin der Sternenburg, haben einen Plan ausgeheckt, der es ihnen ermöglichen soll, endlich mit dem Stadtstaat Firenze Frieden zu schließen - und so einen mächtigen Verbündeten im anstehenden Krieg gegen die Goblins zu gewinnen. Auch Celeste und die beiden ehemaligen venezianischen Gardisten Odilio und Jacopo begleiten die Reisenden. Leider ziehen sich diese Passagen für den Leser trotz eines tiefgreifenden Verrats am Anfang und eines daraus folgenden Kampfes etwas hin. Denn vor allem beschäftigt sich Thomas Finn zu Beginn von "Die flüsternde Stadt" mit der Politik von Astaria und mit den Geschehnissen, die seit dem Abschluss des ersten Bandes der Reihe passiert sind.

Erst als Fabio und seine Mitstreiter nach den ersten hundert Seiten die Stadt Firenze erreichen, wo in einem Turnier entschieden werden soll, wer das gemeinsame Heer aus Sternenmystikerinnen, Paladinen, Firenzern und Genovesern anführen soll, wird die Geschichte deutlich spannender. Inzwischen steht fest, dass es auch in den Reihen der Adligen, der Ritter und der Mystikerinnen Astronos-Anhänger gibt, sodass Fabio und Celeste kaum jemandem trauen können. Dies gilt umso mehr, da der Gewinner dieses Wettstreits einen Schild erhalten soll, der den Informationen der Paladine zufolge als Schutz vor den Sternenvampiren dienen kann und auf gar keinen Fall in die falschen Hände gelangen sollte.

Zusätzlich soll die kleine Gruppe im Auftrag der Sternenburg die Augen nach Hinweisen offenhalten, die zu der vor langer Zeit verschollenen Eisernen Bibliothek führen könnten. Doch ihre Informantin wird ermordet und die Täter versuchen, auch dem Paladin und seinen Verbündeten den Garaus zu machen. Nur mit erneuter Hilfe der Gnome und ihrer Himmelsmechaniker haben Fabio und Celeste überhaupt eine Chance, vor dem Feind an das Wissen der Bibliothek zu gelangen, was für den Leser auch ein Wiedersehen mit diesem sympathischen Volk bedeutet.

Auf jeden Fall befriedigt "Die flüsternde Stadt" wieder die Bedürfnisse des Lesers, der eine jugendgerechte High-Fantasy-Geschichte genießen möchte. Neben der klassisch aufgebauten Suche, die den Paladin und seine Freunde quer durch Astaria führt, überzeugt Thomas Finn vor allem mit vielen kleinen Details, die seine fantastische Welt real wirken lassen. Auch die Charaktere wachsen dem Leser weiter ans Herz, denn bei all ihren Bemühungen, das Richtige zu tun, sind sie doch ganz normale Menschen, die sich immer wieder fragen müssen, ob sie ihrer Aufgabe noch gerecht werden.

Neben dem stimmungsvollen Umfeld und den sympathischen Figuren besticht der zweite Band der "Wächter von Astaria" spätestens ab dem Beginn des Ritterturniers mit spannenden und rasanten Kampfszenen. Obwohl Thomas Finn nie unnötig blutige Details beschreibt und immer in einem Rahmen bleibt, der auch für sensible Jugendliche gut zu lesen sein sollte, zeigt er ganz klar die wenig ruhmreiche Seite solcher Auseinandersetzungen. So entsteht in "Die flüsternde Stadt" wieder eine interessante Mischung aus fantastischen Elementen, Actionszenen und nachdenklichen Momenten, die den Leser einmal mehr gut unterhält und dafür sorgt, dass man gespannt dem Abschluss der Geschichte in "Der brennende Berg" entgegenfiebert.

Fazit:

Auch mit dem zweiten Band seiner "Wächter von Astaria"-Reihe enttäuscht Thomas Finn die Erwartungen des Lesers nicht. "Die flüsternde Stadt" bietet eine spannende High-Fantasy-Geschichte für Jugendliche, bei der einen die sympathischen Charaktere und spannenden Szenen schnell in ihren Bann ziehen. Obwohl sich die Handlung am Anfang aufgrund der Erklärungen zu den politischen Verhältnissen in Astaria etwas langsam anlässt, zieht die Spannung nach den ersten hundert Seiten deutlich an, bis man einen erschütternden Endkampf gegen die Anhänger des bösen Astronos erleben darf.
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