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Da Vincis Fälle 1: Leonardo und das Geheimnis der Villa Medici  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Konstanze Tants   
Dienstag, 29. Juli 2008

Leonardo und das Geheimnis der Villa Medici

1. Band der Reihe

Untergenre: Historischer Roman
Verlag: Arena
Erschienen: Juni 2008
ISBN: 978-3-401-50008-9
Preis: 4,95 EUR

146 Seiten
Inhalt
7.0
Preis/Leistung
9.0
Gesamtwertung
7.2

Wertung:
7.2
von 10
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Zum Inhalt:

In dem kleinen Dorf Vinci bei Florenz, 1462: Im Gasthof hat sich ein sonderbarer Mann einquartiert. Klar, dass der zehnjährige Leonardo und sein bester Freund Carlo ihn nicht mehr aus den Augen lassen. Was sind das für merkwürdige Zeichnungen, die er da heimlich anfertigt? Leonardo und Carlo sind sich sicher: Der Mann ist ein Spion! Und der muss unbedingt entlarvt werden!

Meinung:

Mit "Leonardo und das Geheimnis der Villa Medici" startet der Arena Verlag eine ganze Reihe von Kinderbüchern rund um die Abenteuer, die der junge Leonardo da Vinci als Kind erlebt haben könnte. Der Autor Alfred Bekker schreibt eher selten unter seinem eigenen Namen, hat aber unter verschiedenen Pseudonymen schon sehr viele Romane in verschiedenen Genres veröffentlicht.

Leonardo lebt bei seinem Großvater in dem kleinen Ort Vinci. Sein Vater arbeitet als Notar, seine Mutter hat inzwischen einen Bauern geheiratet und ist zu diesem auf dessen Hof gezogen. Auch wenn Leonardos Vater seinem Sohn immer wieder erzählt, dass er bald ein gemachter Mann sei und dann mit ihm nach Florenz ziehen würde, ist dem Jungen doch klar, dass der Großvater der Einzige ist, der ihm wirklich ein Zuhause bieten kann.

Umso mehr ist Leonardo bemüht, seinen Großvater nicht gegen sich aufzubringen, doch wenn der Junge erst einmal in seine Studien vertieft ist, vergisst er alle guten Vorsätze und gerät schnell in Schwierigkeiten. Sein Großvater hat sich ja schon fast daran gewöhnt, dass Leonardo ständig tote Tiere in seinem Zimmer hat, weil er sie auseinandernehmen will - natürlich nur, um herauszufinden, wie sie von innen aussehen. Doch als seine Hühner an Leonardos "verbessertem" Körnerfutter eingehen und das Haus bei einem Experiment fast in Brand gerät, verliert auch der alte Mann die Geduld mit dem wissbegierigen Jungen.

Nur gut, dass zeitgleich mit dem Verbot, weiter zu experimentieren, Leonardos Freundin Gianna kommt und einen Ermittlungsauftrag für ihn hat. Er, Gianna und ihr gemeinsamer Freund Carlo wollen herausfinden, was es mit dem geheimnisvollen Besuch im Gasthaus von Giannas Eltern auf sich hat. Der Portugiese bekommt häufig mitten in der Nacht Lieferungen von Reitern und Gianna hat gesehen, dass sich der Fremde mit geheimnisvollen Schriften beschäftigt. Sollte der unheimliche Besucher ein Hexenmeister sein, dann wären auch ihre Eltern in Gefahr - und das müssen die Kinder verhindern!

Mithilfe seiner technischen Spielereien, seines Verstandes und seiner Freunde findet Leonardo heraus, was es mit dem seltsamen Fremden auf sich hat. Dabei gelingt es Alfred Bekker, die Geschichte spannend, aber nicht zu belastend für die junge Zielgruppe zu erzählen. Auch wenn ein zehnjähriger Leser bei manchem Begriff wohl noch die Unterstützung der Eltern benötigt, sind Leonardos Abenteuer einfach und doch unterhaltsam zu lesen.

Man merkt dem Roman die große Routine des Autors an - wenngleich an manchen Stellen der Verdacht aufkommen könnte, dass die vielen ekligen Details bei Leonardos Experimenten weniger zur Erzeugung von Stimmung eingesetzt wurden, sondern in erster Linie die Seiten füllen sollen. Doch das ist bei einem so unterhaltsamen Ergebnis eher zweitrangig. Besonders die Darstellung des jungen Leonardo da Vinci ist gelungen. Der wissbegierige Junge und die irritierten Reaktionen seiner Umgebung auf sein ungewöhnliches Verhalten sind wirklich stimmig dargestellt.

Fazit:

"Leonardo und das Geheimnis der Villa Medici" von Alfred Bekker ist ein unterhaltsames und spannendes Kinderbuch. Der Autor hat den Charakter des jungen Leonardo da Vinci sehr überzeugend gestaltet. Auch wenn in dieser Geschichte hin und wieder Begriffe verwendet werden, die einen zehnjährigen Leser überfordern könnten, ist der Roman doch insgesamt für so ein junges Publikum durchaus gut geeignet. Auf jeden Fall macht dieses Buch Lust darauf, weitere Romane aus der Reihe "Da Vincis Fälle" zu lesen.

 
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