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Advent, Advent, ein Herzlein brennt  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Konstanze Tants   
Montag, 3. November 2008

Advent, Advent, ein Herzlein brennt

Herausgegeben von Silke Kramer.

Untergenre: Liebe und Romantik
Verlag: rororo rotfuchs
Erschienen: November 2008
ISBN: 978-3-499-21479-0
Preis: 6,95 EUR

157 Seiten
Inhalt
6.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
6.2

Wertung:
6.2
von 10
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Zum Inhalt:

Geschenke besorgen, Tannenbaum aussuchen, Verwandtschaftsbesuch überstehen - damit wären Sarah, Lena, Jenny und die anderen Mädchen in der Vorweihnachtszeit schon voll ausgelastet. Doch dann treffen sie auch noch ihre große Liebe - aufregende Tage und Wochen sind garantiert! Und frohe Weihnachten, oder?

Meinung:

Das Buch "Advent, Advent, ein Herzlein brennt" beinhaltet sechs Kurzgeschichten von den Autorinnen Petra Drews, Maiken Nielsen, Angela Waidmann, Gerlis Zillgens, Laura Anders und Maike Rebenstorff zum Thema Weihnachten und Liebe. Während die ersten vier Autorinnen in der Regel schon mehrere Titel beim Rowohlt Verlag verlegen konnten, gehören die beiden letzten Autorinnen zu den Nachwuchstalenten von www.hierschreibenwir.de.

hierschreibenwir.de ist eine Seite, die von der Schriftstellerin Gerlis Zillgens in Zusammenarbeit mit dem Rowohlt Verlag und der Zeitschrift "Mädchen" ins Leben gerufen wurde und auf der junge Autorinnen die Chance bekommen, an einem Mitschreiberoman mitzuwirken. Die Seite bietet inzwischen Schreibwettbewerbe, eine Community-Zeitung, Buchbesprechungen und vieles mehr, was Leseratten und hoffnungsvolle Nachwuchsautoren interessieren könnte.

Die Anthologie "Advent, Advent, ein Herzlein brennt" bietet in erster Linie leichte und humorvolle Unterhaltung, aber auch für Liebhaber des leichten Grusels ist mit der Geschichte "Blutige Küsse" etwas dabei. Allein schon durch die sehr unterschiedliche Erzählweise der verschiedenen Autorinnen wird sich hier wohl für jeden Geschmack eine Geschichte finden, auch wenn vielleicht nicht alle Elemente gleich gut bei den Lesern ankommen.

Eigentlich muss man nicht groß auf die erfahrenen Autorinnen eingehen. Sie liefern lustige Kurzgeschichten für jungen Mädchen, die die ersten Erfahrungen mit der Liebe machen. Der Großteil der Erzählungen hebt sich nicht besonders von der Masse ab, aber sie sind wirklich nett und sorgen bestimmt bei dem grauen Wetter für einen unterhaltsamen und gemütlichen Nachmittag auf dem Sofa. Schön ist es auch, dass die erste Geschichte, "Top Ten oder Ein Bild für Sophie", von Gerlis Zillgens einen guten und amüsanten Einstieg in die Anthologie bietet.

Doch vor allem fällt die gute Leistung der beiden Nachwuchsautorinnen ins Auge. Laura Anders' Geschichte "Oh du schreckliche fröhliche!" erzählt von einem typischen Familiennachmittag in der Weihnachtszeit, bei dem die Eltern alles schön und perfekt haben wollen, die kleine Schwester total aufgedreht ist - und die Hauptfigur Lena wie ein typischer Teenager ihre ganze Familie einfach nur als peinlich empfindet. Auch wenn die Charaktere hier schon etwas sehr überzogen dargestellt werden, kann sich der Leser die verschiedenen Szenen gut vorstellen und leidet mit Lena mit, die am liebsten weit weg und ganz allein wäre. Doch auch so ein Familientag im Advent kann eine schöne Seite haben, und auf einmal sieht dann auch ein unmotivierter Teenager die Weihnachtszeit ein wenig rosiger.

Maike Rebenstorffs Geschichte "Weihnachtsprinz versus Säbelzahntiger" hingegen beginnt mit einem Internetchat, geht weiter mit einer seltsamen Schnitzeljagd und endet mit einem überraschenden Kuss. Bei so einem lustigen vierten Adventssonntag kann man über die Neigung zum Slapstick locker hinwegsehen und sich einfach an Jennys schrecklichen Momenten mit ihrer die Familie tyrannisierenden Großmutter erfreuen.

Weitere leichte, aber amüsante Unterhaltung findet man mit Sarah und ihrem Saisonjob als Weihnachtsengel am Süßigkeitenstand eines Kaufhauses und ihrem Versuch, beim Kochwettbewerb den ersten Preis zu erringen (wobei hier die Idee, den berühmten Koch "Peter Silie" zu nennen, wohl doch etwas zu viel des Guten ist), mit Emilie, die ihr Weihnachtsfest ganz unromantisch auf einem Frachtschiff verbringt und mit Nina, die sich im Schnee verirrt und von einem geheimnisvollen Fremden auf einem Pferd gerettet wird.

Fazit:

Wer wenig Tiefgang erwartet und sich einfach an einem kalten Winterabend gemütlich mit einer lustigen und ein bisschen romantischen Geschichte rund um die Liebe auf dem Sofa einrollen will, findet mit "Advent, Advent, ein Herzlein brennt" genau die richtige Lektüre. Vor allem sollte man betonen, dass die beiden Nachwuchsautorinnen Laura Anders und Maike Rebenstorff von der Seite www.hierschreibenwir.de den erfahrenen Schriftstellerinnen in der Qualität ihrer Geschichten nicht nachstehen und mit ihren Beiträgen den Leser sehr gut zu unterhalten wissen.
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