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Schwestern des Mondes 3: Die Vampirin  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Fantasy
Geschrieben von Konstanze Tants   
Samstag, 20. Juni 2009

Schwestern des Mondes 3: Die Vampirin

Originaltitel: Darkling
Übersetzt von: Katharina Volk

3. Band der Reihe

Verlag: Knaur
Erschienen: Mai 2009
ISBN: 978-3-426-0157-3
Preis: 8,95 EUR

428 Seiten
Inhalt
6.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
6.2

Wertung:
6.2
von 10
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Zum Inhalt:

Dämonenfürst Schattenschwinge hat einen neuen Verbündeten - er verhilft dem brutalen Vampir Dredge zur Flucht aus seinem Kerker und schickt ihn in die Welt der Menschen. Dort fallen der Blutsauger und seine Schergen über ihre hilflosen Opfer her, die sich wenig später als hungrige Untote selbst auf die Jagd machen. Nur Menolly könnte Dredge aufhalten - doch dazu müsste sie sich dem schlimmsten Albtraum stellen, den es für sie gibt ...

Meinung:

Wie schon mit den ersten beiden Bänden der "Schwestern des Mondes"-Reihe bietet Yasmine Galenorn mit "Die Vampirin" eine unterhaltsame Geschichte rund um den Kampf der drei D'Artigo-Schwestern gegen den Dämonenfürsten Schattenschwinge. Doch dieses Mal steht die dritte Schwester, die Vampirin Menolly, im Zentrum des Geschehens und darf die führende Rolle im Kampf gegen den Dämonenfürsten übernehmen.

Zu Beginn ihrer Zeit beim AND (Anderwelt-Nachrichtendienst) wurde Menolly aufgrund ihrer hervorragenden Kletterfähigkeiten damit beauftragt, einen Vampirclan auszuspionieren. Selbst in der magischen Anderwelt gelten strenge Auflagen für Vampire, damit diese sich frei zwischen den restlichen Bewohnern der Welt bewegen dürfen. Doch natürlich gibt es immer wieder kriminelle Elemente, die bereit sind, die Gesetze ihres Landes zu brechen, um ihre vampirischen Impulse frei ausleben zu können.

Für die Halbelfe war es nicht das erste Mal, dass sie den Vampir Dredge und seinen Elwing-Clan belauschte, doch eines Tages wurde Menolly entdeckt. Erst nach langer Folter tötete der sadistische Vampir die jungen Frau und verwandelte sie in einen Vampir. Seit diesem Tag versucht Menolly zu verdrängen, was damals mit ihr geschah. Doch als Dredge den Weg auf die Erde findet und mit seinen Anhängern eine blutige Schneise durch Seattle zieht, muss sie sich mit ihrer Vergangenheit - und ihrem brutalen Meister - auseinandersetzen.

Nicht nur ihre Schwestern, die Hexe Camille und die Werkatze Delilah, helfen Menolly beim Kampf gegen den perversen Blutsauger. Es finden sich immer mehr Übernatürliche, die bereit sind, die Bewohner von Seattle gegen bösartige magische Wesen zu verteidigen. Doch als stärkster Verbündeter der Vampirin entpuppt sich der Incubus Roz. Dieser verdient sein Geld als Söldner und wurde von der Elfenkönigin beauftragt, den drei Schwestern in ihrem Kampf gegen Dregde beizustehen. Doch auch sehr persönliche Motive bewegen den Incubus dazu, Jagd auf den Vampir zu machen, da dieser seine ganze Familie auslöschte, als Roz noch ein Kind war.

So schön es auch ist, mehr über die Hintergründe von Menollys Verwandlung und über die Emotionen der Vampirin zu erfahren, leidet dieser Roman doch darunter, dass man zwar von all den Gräueltaten liest, die ihr von Dredge angetan wurden, diese aber als Leser nicht miterlebt. Auch ohne weitere grausame Details zu beschreiben, hätte es möglich sein sollen, dem Leser Menollys Erlebnisse näher zu bringen, statt durchgehend eine gewisse Distanz aufrechtzuerhalten. Immerhin ist es sehr angenehm, dass die Vampirin - im Gegensatz zu ihrer Schwester Camille - nur ein eingeschränktes Liebesleben hat. Selbst wenn es sich die Autorin nicht nehmen ließ, auch hier ein paar eindeutige Szenen einzubauen, lenken diese in "Die Vampirin" deutlich weniger von der Handlung ab als in "Die Hexe".

Dafür beweist Yasmine Galenorn auch in diesem dritten Band der Reihe um die "Schwestern des Mondes" ein gutes Händchen für ihr fantastisches Seattle und die dort lebenden übernatürlichen Wesen. Fantasievoll geht die Autorin mit diversen Sagengestalten um und lässt sie auf ungewöhnliche - und häufig amüsante oder anrührende - Weise in ihrer Welt wieder auferstehen. Auch die Anderwelt, aus der die Halbelfen-Schwestern ursprünglich stammen, wird so liebevoll beschrieben, dass man als Leser über jeden Blick in das fantastische Reich dankbar ist. Umso mehr gefallen auch die Szenen, die in der Stadt Aladril spielen und wieder eine ganz andere Facette der Anderwelt zeigen.

Mit "Die Vampirin" wurde nun - eingebettet in die spannende und amüsante Haupthandlung - auch der Hintergrund für die letzte der drei Schwestern geliefert. Weitere Kämpfer gegen den Dämonenfürsten Schattenschwinge haben sich eingefunden, und die übernatürlichen Wesen Seattles beginnen, sich gegen das Böse in ihren Reihen zusammenzuschließen. So bleibt dem Leser nichts anderes mehr übrig, als gespannt auf die nächsten drei Bände der Reihe zu warten, die vom Lyx-Verlag für den Herbst 2009 und das Frühjahr 2010 angekündigt wurden.

Fazit:

Routiniert spinnt Yasmine Galenorn in "Die Vampirin" ihre fantastische Geschichte von den drei Halbelfen und ihrem Kampf gegen den Dämonenfürsten Schattenschwinge weiter. Leider gelingt es ihr nicht, die Leiden, die die Hauptfigur Menolly in der Vergangenheit ertragen musste, für den Leser miterlebbar zu beschreiben. So spürt man den ganzen Roman über eine gewisse Distanz zur Hauptfigur, die das Lesevergnügen mindert. Trotzdem bietet dieses Buch eine spannende und sehr unterhaltsame Geschichte, die Lust auf die folgenden drei Bände der Reihe - und die damit einhergehenden weiteren Einblicke in Yasmine Galenorns fantastische Welt - macht.
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