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Die Spur des Hexers  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Fantasy
Geschrieben von Sabine Hut   
Freitag, 21. März 2008

Die Spur des Hexers

Reihe: Hexer-Zyklus
1. Band der Reihe

Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: Juli 2007
ISBN: 978-3-404-28504-4
Preis: 14,95 EUR

828 Seiten
Inhalt
9.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
8.9

Wertung:
8.9
von 10
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Zum Inhalt:

Roderick Andara ist auf der Flucht. Er wird gejagt, doch von wem, bleibt unbekannt. Bei sich hat er seinen dreijährigen Sohn Robert, den er in Sicherheit bringen will. Seine Frau ist kurz nach der Geburt gestorben. Das konnte Roderick trotz seiner magischen Fähigkeiten nicht verhindern. Aber auch sein Sohn hat diese Fähigkeiten und genau das könnte gefährlich für ihn sein. Robert wird von seinem Vater zu Tante Maude Craven gebracht, bei der er ab jetzt aufwachsen soll. Seine Erinnerungen werden gelöscht und so hofft Roderick, seinen Sohn schützen zu können.

Die Geschichte macht einen Sprung und wir finden uns 20 Jahre nach den eben beschriebenen Ereignissen wieder. Robert hat sich nach dem Tod seiner Tante mehr schlecht als recht über Wasser gehalten. Ein mysteriöser Fremder tritt in Roberts Leben und verspricht ihm eine bessere Zukunft. Gemeinsam machen sie sich per Schiff auf den Weg Richtung London. Doch auf der Fahrt geschieht ein Unglück und Robert erfährt, wer er wirklich ist. Nun hat er die schwere Last auf den Schultern, das Erbe seines Vaters weiterzuführen und die Erde vom Bösen zu befreien. Ob er will oder nicht, er ist der neue Hexer von Salem.

Meinung:

"Eine historische Abenteuerserie mit ganz leichtem fantastischen Einschlag und vielleicht einer Spur von Horror. Dazu ein wenig Plüsch und Mantel- und Degen-Flair ...", so beschreibt Hohlbein den Hexer-Zyklus bzw. den Band "Auf der Spur des Hexers" im Vorwort. Außerdem merkt er an, der Hexer von Salem sei seine Lieblingsreihe, seine Lieblingsgeschichte. Fans der Story können dies sicherlich nachvollziehen.

"Die Spur des Hexers" ist der erste Band des überarbeiteten Hexer-Zyklus. Die Geschichte um den Hexer ist schon in einzelnen Bänden und als Heftromanreihe erschienen. Die nun bei Lübbe veröffentlichte Serie fasst diese Bücher noch einmal chronologisch zusammen, mit allen Überarbeitungen, die zahlreich vorhanden waren. Auch richtet Hohlbein selbst einige Male das Wort an den Leser. Er beschreibt die Entstehung des Hexer-Zyklus und wie er versuchte, die Verleger von dieser Geschichte zu überzeugen. Es wird über die Zeit berichtet, als "Der Hexer" in der "Gespensterkrimi"-Reihe erschienen war und die Leser versuchten, Hohlbeins Pseudonym zu entschlüsseln. Die neu überarbeitete Reihe ist auf acht Bände angelegt. Schon der erste davon ist mit seinen gut 830 Seiten ein ziemlich dicker Wälzer, sodass der Leser bereits ahnen kann, was in den nachfolgenden Ausgaben alles auf ihn zukommt. Hohlbeins "Der Hexer von Salem" basiert auf den Werken von H.P. Lovecraft, der heute als Schöpfer des Cthulhu-Mythos gilt. Dies verspricht einen gelungenen Mix aus Horror, Abenteuer und Fantasy - genau wie Hohlbein es in seinem Vorwort beschreibt.

Die Episoden finden sich nun in chronologisch richtiger Reihenfolge wieder, was das Lesen natürlich einfacher macht. Geschichten, die früher auf mehrere Heftromane oder Bücher verteilt waren, wurden zusammengefasst. So weist die überarbeitete Fassung in den einzelnen Kapiteln den typischen Heftroman-Stil auf. Man wird schnell ins kalte Wasser geworfen, die Spannung im Mittelteil bleibt erhalten und zum Schluss kommt der spannende Showdown. "Der Hexer" hat im Gegensatz zu anderen Hohlbein-Büchern Charaktere, die nicht so tiefgründig erscheinen. Trotzdem macht es Spaß, diese Reihe zu lesen und dies ist wohl auch der Grund, warum sie immer wieder überarbeitet wurde.

Es gibt zahlreiche Anspielungen auf reale Personen, wie zum Beispiel H.P. Lovecraft. Hohlbein-Fans wird auffallen, dass auch in diesem Buch wieder Namen wie "Maude" oder auch "Lady of the Mist" auftauchen, die man schon aus anderen Hohlbein-Werken kennt. Da der Hexer-Zyklus jedoch eines seiner ersten Werke war, dürften diese Namen hier ihren Ursprung haben. Wer den Hexer weiterliest wird merken, dass in verschiedenen Epochen immer wieder dieselben Namen und Orte auftauchen, was unterbewusst oder bewusst ein feines "Netz" ergibt. Die Spannung der Geschichte schwankt je nach Kapitel. Jedoch findet der Leser in diesem Buch den Anfang eines Abenteuers vor, das zu fesseln weiß.

Fazit:

Der Hexer-Zyklus ist eine Mischung aus Horror, Action und viel Fantasy. So sollte für jeden etwas dabei sein. Lesespaß ist garantiert.
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