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Die Magier 1: Gefährten des Lichts  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Fantasy
Geschrieben von Sabine Hut   
Freitag, 6. Juni 2008

Die Magier: Gefährten des Lichts

Originaltitel: Le Secret de Ji: Six héritiers
Übersetzt von: Sonja Finck

Reihe: Die Magier
1. Band der Reihe

Verlag: Heyne
Erschienen: März 2008
ISBN: 978-3-453-52419-4
Preis: 8,95 EUR

368 Seiten
Inhalt
6.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
6.2

Wertung:
6.2
von 10
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Zum Inhalt:

Einst reisten Vertreter der einzelnen Nationen auf die geheimnisvolle Insel Ji, als Delegation der weisesten Männer und Frauen. In den Tiefen der Insel, so erzählt man sich, gerieten sie in ein Felslabyrinth - und verschwanden spurlos. Jahr für Jahr treffen sich nun ihre Nachkommen am Eingang des Labyrinths, bis sie eines Tages ein mysteriöses Portal entdecken, durch das man eine zauberhafte Landschaft erblicken kann. Kinder erscheinen dort und winken ihnen zu. Ist es eine andere Welt? Ist es das legendäre Reich der Magier? Als schließlich ein Nachkomme nach dem anderen grausamen Mördern zum Opfer fällt, machen sich die letzten sechs unter ihnen auf, um das magische Geheimnis von Ji zu lüften ...

Meinung:

Pierre Grimbert wurde 1970 geboren, arbeitete einige Zeit als Bibliothekar und studierte dann Buchwissenschaften und Publizistik in Bordeaux. In Frankreich wurde die "Magier"-Saga mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem "Prix Ozone" als bester französischer Fantasy-Roman.

Die Geschichte klingt spannend und das Buch ist wunderbar gestaltet. Beim Anblick des Covers bekommt der Fantasy-Fan direkt Lust zum Lesen. Doch hält der Roman, was er verspricht? Nun ja ... Der Anfang zeigt sich recht mühsam und kommt nicht richtig in Schwung. Außerdem wird zunächst zwischen mehreren Handlungssträngen hin und her gesprungen. Da der Leser die Figuren gerade erst kennen lernt, ist es sehr schwierig, den einzelnen Geschichten zu folgen und die Charaktere der jeweils richtigen Einzelhandlung zuzuordnen. Dadurch erfährt man leider weniger von den Charakteren als möglich gewesen wäre, denn man muss sich zu sehr auf das Begreifen der Zusammenhänge versteifen.

Sind aber die einzelnen Handlungsstränge erst einmal zusammengeführt, bekommt man ein besseres Verständnis des Ganzen. Die Charaktere werden nicht immer wirklich tiefgründig beschrieben, schaffen es jedoch, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Nach dem etwas schwachen Start steigert sich das Buch. Die Geschichte wird spannender und weiß zu fesseln. Besonders die Reise der Erben ist interessant und führt durch eine Welt, die man sich aufgrund der gelungenen Beschreibung gut vorstellen kann. Die Erben werden gejagt und die Frage ist, ob sie ihren Häschern lange genug entkommen können, um die Reise zu vollenden. Schade für den Leser: Die Geschichte wurde an einem sehr ungünstigen und spannenden Moment abgebrochen.

Nach dem eigentlichen Text des Romans folgt noch ein Glossar, das jedoch ziemlich überflüssig ist. In diesem "Lexikon der bekannten Welt" werden Dinge, Personen oder auch Naturbegebenheiten erklärt. Wer jedoch den Band bereits bis zu diesem Punkt gelesen hat und erst dann das Glossar entdeckt, hat die Geschichte auch ohne die entsprechenden Erklärungen verstanden.

Schade ist auch, dass der deutsche Titel nicht unbedingt passend gewählt wurde. Beim Anblick von "Die Magier" dürften viele Leser vermutlich etwas anderes erwarten als das, was dann letztlich geboten wird. Denn natürlich denkt man dabei sofort an Zauberei, alte Welten, vielleicht auch Drachen ... Unter den Erben befindet sich allerdings nur eine einzige Magierin - die auch noch sehr ungern und selten zaubert. Zumindest im ersten Band kann die Reihe ihrem deutschen Titel also keine Ehre machen. Man darf gespannt sein, ob sich dies in den folgenden drei Bänden noch ändern wird.

Fazit:

Der Beginn der vierteiligen Fantasy-Saga "Die Magier" kommt zunächst nicht richtig in Schwung und wirkt etwas verwirrend. Nach diesen Anlaufschwierigkeiten beginnt sich die Geschichte jedoch spannend zu entwickeln. Der große Cliffhanger am Schluss ist für den Leser hingegen alles andere als erfreulich, zumal direkt danach das wenig interessante Glossar kommt. Da hätte die Geschichte lieber noch ein paar Seiten weiter erzählt werden können. Der deutsche Reihentitel hat bisher nur sehr wenig mit dem Inhalt zu tun, aber vielleicht (und hoffentlich) ändert sich das noch in den folgenden Bänden. Da die Handlung zum Ende hin deutlich fesselnder wird, darf man auf die Fortsetzung gespannt sein.
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