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Der Seelenfresser  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Fantasy
Geschrieben von Sabine Hut   
Freitag, 21. März 2008

Der Seelenfresser

Reihe: Hexer-Zyklus
2. Band der Reihe

Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: August 2007
ISBN: 978-3-404-28505-1
Preis: 14,95 EUR

700 Seiten
Inhalt
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
8.0

Wertung:
8.0
von 10
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Zum Inhalt:

Robert Craven musste sich wohl oder übel mit seinem Erbe abfinden. Da er jedoch noch nicht das Können seines Vaters besitzt, kehrt er zurück nach Amerika. Er geht nach Arkham in die Miscatonic-Universität, um dort seine Kräfte zu schulen. Robert ahnt nicht, dass mittlerweile dunkle Mächte nach ihm trachten und seine Verfolgung aufgenommen haben. Ein Drachenkrieger wurde auf ihn angesetzt, dieser soll Robert töten. Ob Robert das geheime Spiel durchschauen kann?

Meinung:

"Seelenfresser" ist der zweite Teil des überarbeiteten Hexer-Zyklus. Er führt das gelungene Konzept des ersten Bandes fort und zeigt die Heftromane in geordneter Reihenfolge. Sie sind je nach passendem Thema zu einer größeren Überschrift zusammengefasst: "Seelenfresser", "Die Chrono-Vampire" und "Im Bann des Puppenmachers". Dahinter verbergen sich folgende Heftromane: "Das Erbe der Dämonen", "Der Seelenfresser", "Cthulhu lebt!", "Bote vom Ende der Nacht", "Die Chrono-Vampire", "Labyrinth der weinenden Schatten", "Das Haus unter dem Meer", "Im Bann des Puppenmachers" und "Das Mädchen aus dem Zwischenreich". Dies dürfte vor allem Leser interessieren, die die einzelnen Romane kennen. Die neu überarbeitete Reihe ist auf acht Bände angelegt. Der zweite Band kommt mit seinen knapp 700 Seiten nicht ganz an den ersten heran, jedoch ist auch dieser hier wieder ein ziemlicher Wälzer.

Hohlbeins "Der Hexer von Salem" basiert auf den Werken von H.P. Lovecraft, der heute als Schöpfer des Cthulhu-Mythos gilt. Dies verspricht einen gelungenen Mix aus Horror, Abenteuer und Fantasy. Die Episoden finden sich nun in chronologisch richtiger Reihenfolge wieder, was das Lesen natürlich einfacher macht. Geschichten, die früher auf mehrere Heftromane oder Bücher verteilt waren, wurden zusammengefasst. So weist die überarbeitete Fassung in den einzelnen Kapiteln den typischen Heftroman-Stil auf.

Auch in "Seelenfresser" schreibt Hohlbein wieder mehrere Vorworte, in denen er das Wort an den Leser richtet. Wir erfahren eine ziemlich witzige Geschichte über die Entstehung des Hexer-Zyklus. Ihm wurde vor dieser Geschichte gesagt, dass Termine zum Überziehen da sein. Zwar wollte er das nicht, jedoch kam er durch einen haarigen Zufall in eine ziemlich verzwickte Situation.
Zitat: "Hexi [Katze] verschwand - Aber nicht, ohne mit einer ihrer dürren Pfoten genau in die versenkte Reset-Taste zu latschen ... Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt: Der Bildschrim wurde ebanso schwarz wie mir vor Augen, die dreißig Seiten waren futsch ..."
In einem weiteren Vorwort erzählt Hohlbein von H.P. Lovecraft, was auch sehr interessant ist.

Wer "Die Spur des Hexers" mochte, wird auch dieses Buch schnell gelesen haben. Hohlbein weicht nicht von seinem bisherigen Stil ab und präsentiert dem Leser ein Feuerwerk aus Action, gewürzt mit etwas Komik und ein klein wenig Horror. Heraus kommt dabei eine wunderbar flüssig zu lesende Geschichte.

Fazit:

Ein Buch, das für Hexer-Fans wohl wieder ein Muss ist. Die chronologische Reihenfolge und die wirklich interessanten und witzigen Vorworte von Hohlbein machen es sehr lohnenswert. Die Geschichte ist spannend erzählt und hält den Leser gefangen.
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