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Der Fremdling  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Fantasy
Geschrieben von Götz Piesbergen   
Mittwoch, 26. März 2008

Der Fremdling

Originaltitel: Labirinty Eho 1: Chuzhak
Übersetzt von: Anna Serafin

1. Band der Reihe

Verlag: Blanvalet
Erschienen: Januar 2007
ISBN: 978-3-442-24413-3
Preis: 7,95 EUR

414 Seiten
Inhalt
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
8.0

Wertung:
8.0
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Zum Inhalt:

Max hat die ersten 29 Jahre seines Lebens als Tagträumer und schüchterner Nachtschwärmer verbracht, als sich seine Kneipenbekanntschaft Juffin Halli eines Tages als Chef der Geheimpolizei von Echo entpuppt. Und als ihm Sir Juffin sogar einen Job anbietet, erwachen in Max ganz neue Talente. Er lässt sein Leben als Loser hinter sich und ergreift die Chance, als Geheimpolizist auf Verbrecherjagd zu gehen, und zwar in Echo, der labyrinthischen Hauptstadt einer magischen Parallelwelt voller Überraschungen und Gefahren. Max taucht immer tiefer ein in das riskante Spiel, und findet Geschmack an dem Leben als supercooler Typ ...

Meinung:

Wer an russische Literatur denkt, denkt meistens zuerst an Dostojewski oder Sergej Lukianenko. Bei der Lektüre von "Der Fremdling" würde man daher wohl eher vermuten, ein in England oder Amerika entstandenes Werk vor sich zu haben. Umso überraschter ist man daher, wenn man den Originaltitel sieht.

Wer immer hinter Max Frei steckt, er versteht sein Handwerk. Denn die Geschichten in dem Buch sind amüsant und sehr humorvoll, auf eine feine, hintersinnige Weise. Ein Humor, der meistens aus der Schilderung der ungewöhnlichen Zustände, die in der Realität von Echo herrschen, entsteht. So gibt es löchrige Tassen, aus denen kein Tropfen entrinnt. Es gibt Leute, die die Fähigkeit haben, anderen auf den Schatten zu treten. Und Katzen sind derart groß, dass sie nicht wirklich als Haustiere gehalten werden können.

Dem gegenüber stehen die Fälle, die Max Frei und seine Kollegen betreuen müssen. Hierbei handelt es sich meistens um Morde oder andere Todesfälle, die es aufzuklären gilt. Dabei geht eine recht gemischte Mannschaft ans Werk, bei der Max Frei mit seinen Fähigkeiten, gegen Magie immun zu sein, noch das normalste Mitglied ist.

Zum Einen wäre da der scheinbar emotionslose Lonely-Lokley, der in Echo als "die Wahrheit" bekannt ist. Oder Sir Juffin, der Anführer der Abteilung, in der Max Frei arbeitet. Er ist derjenige, der Max nach Echo geholt hat und das perfekte Beispiel für einen Exzentriker.

All diese Dinge tragen mit zu einer recht lockeren Atomsphäre bei. Die oben erwähnten Fälle sind dabei meistens nur Mittel zum Zweck, um die diversen absurden Situationen und Gestalten zu schildern. Durch sie wird Echo erst so richtig lebendig.

Fazit:

"Der Fremdling" bietet einen guten Einstieg in die Fantasie-Welt von Echo. Der Band ist vor allem wegen seines gelungenen Humors lesenswert. Mit der Zeit wird sich Max Frei sicherlich mit Terry Pratchett und Co. messen können.
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