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Das Auge des Satans  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Fantasy
Geschrieben von Sabine Hut   
Sonntag, 27. April 2008

Das Auge des Satans

Reihe: Hexer-Zyklus
6. Band der Reihe

Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: Januar 2008
ISBN: 978-3-40428-509-9
Preis: 14,95 EUR

717 Seiten
Inhalt
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.1

Wertung:
7.1
von 10
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Zum Inhalt:

Nachdem Robert überstürzt durch das Tor der Großen Alten gereist ist, versuchen diese, sich in England Rowlfs und Howards zu bemächtigen. Doch das magische Haus am Ashton Place 9 spürt den Angriff und kann Howard mit einem magischen Zeichen vorwarnen. Er ahnt nicht, dass der Angriff weit heftiger ausfallen wird, als er erwartet hat ...

Meinung:

"Das Auge des Satans" nennt sich das sechste von insgesamt acht Büchern der neu aufgelegten und neu gestalteten "Hexer von Salem"-Reihe. Passend zu diesem Titel wurde das Buchcover in feurigem Satans-Rot angelegt. Mit über 720 Seiten bietet der Roman eine ganze Menge Lesespaß. Auch dieser Band umfasst wieder neun Einzelfolgen der Heftromanreihe. Außerdem gibt sich diesmal ein prominenter Gastautor die Ehre. Es handelt sich um Arndt Ellmer, der als Verfasser von Perry-Rhodan-Abenteuern bekannt wurde. Die beiden von ihm und Hohlbein gemeinsam geschriebenen Folgen weichen somit vom typischen "Hexer"-Stil ab und schildern einige Nebenabenteuer.

Die neue Bearbeitung der Geschichten bringt mit sich, dass der sechste Sammelband der erste ist, bei dem die Reihenfolge der einzelnen Storys von der der Heftroman-Erstveröffentlichung abweicht. Konkret sind die früheren Hefte in diesem Buch wie folgt angeordnet: 40, 41, 44, 42, 43, 45. Die ursprüngliche Reihenfolge ist einer gewichen, die die Chronologie des Hexer-Zyklus besser unterstreicht und die Geschichten inhaltlich sinnvoller verbindet.

Der sechste Sammelband knüpft direkt an den fünften an und vollzieht einen stärkeren Schwenk in Richtung Fantasy. Immer mehr bekannte Persönlichkeiten aus anderen Romanen (z.B. "Sherlock Holmes") geben sich die Ehre, wobei hier weniger wirklich mehr gewesen wäre. Denn nach einer Weile überrascht es nicht mehr, wenn "plötzlich und unerwartet" jemand Neues auf den Plan tritt. Außerdem werden diese Figuren nicht in die Geschichte eingebaut, sondern die Geschichte baut sich um sie herum auf. Dies führt dazu, dass sie nur kurze Gastauftritte haben.

Man hat sich bemüht, mehr Abwechslung in die Geschichte zu bringen, dies ist sehr deutlich spürbar. Zwischen verschiedenen Abenteuern wird hin und her gesprungen, was zwar einerseits Abwechslung bringt, doch gleichzeitig auch dafür sorgt, dass der Leser leichter den Überblick verliert. Insgesamt kann man sagen, dass der Hexer langsam vom Kurs abkommt, denn Band sechs bietet nicht mehr in erster Linie die Elemente, die man an der Reihe kennen und lieben gelernt hat.

Fazit:

Mit viel Abwechslung - aber auch viel unüberschaubarem Wirrwar - kann der sechste Band des Hexer-Zyklus nur bedingt punkten. Auch die auftretenden Figuren werden nicht wirklich in die Handlung eingebunden, was sehr schade ist. Der Hexer kommt langsam vom Kurs ab und weiß nicht mehr so zu überzeugen wie noch in den ersten Bänden.
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