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Die Rache-Agentur  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Allgemeine Belletristik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Freitag, 6. Mai 2011

Die Rache-Agentur

Originaltitel: Getting Mad, Getting Even
Übersetzt von: Antje Nissen

Untergenre: Liebe und Romantik
Verlag: rororo
Erschienen: Februar 2011
ISBN: 978-3-499-25513-7
Preis: 8,99 EUR

400 Seiten
Inhalt
5.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
5.3

Wertung:
5.3
von 10
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Zum Inhalt:

Georgie und Flick sind nicht nur beste Freundinnen, sondern auch Geschäftspartnerinnen. Ihre Agentur vermittelt Putzfrauen, organisiert Kindergeburtstage und beaufsichtigt Handwerker. Doch so richtig brummt der Laden erst, seit sie für betrogene Frauen Rache an untreuen Männern üben. Schnell entwickeln sich die beiden zu wahren Vergeltungsprofis. Nur privat läuft es alles andere als rund. Aber wer sagt, man soll Privates und Berufliches nicht vermischen? Denn eines haben Georgie und Flick gelernt: Rache ist süß!

Meinung:

Der Roman "Die Rache-Agentur" von Annie Sanders (Annie Ashworth und Meg Sanders) erzählt eine in keiner Weise überraschende Geschichte, die trotzdem so unterhaltsam präsentiert wird, dass man dem Autorinnenduo die Vorhersehbarkeit der Handlung verzeihen kann. Die Leserin erlebt die Geschehnisse in diesem Buch aus der Sicht von Georgie und Flick (Felicity). Die beiden Frauen betreiben seit einigen Jahren zusammen eine Agentur, die sich um alle Belange im Haushalt kümmert. Das bedeutet, dass Georgie und Flick Haustiere füttern, Handwerker bestellen, Partys ausrichten und lauter Aufgaben erledigen, mit denen reiche Hausfrauen ihre Männer davon überzeugen wollen, dass sie sich ihr großzügiges Taschengeld auch verdienen.

Während Flick nach Feierabend in ihr Singleapartment zu ihren beiden Katzen heimkehrt, lebt Georgie zusammen mit ihrem etwas langweiligen Ehemann und einer bezaubernden kleinen Tochter. Beide sind eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben, als eines Tages eine Frau in ihre Agentur platzt und sie mit der Rache an ihrem untreuen Ehemann beauftragt. Die Dame möchte ihren Mann davon abhalten, dass er seine Telefonnummer einfach wildfremden Frauen zusteckt, ohne dass durch die Racheaktion ihre - seit Jahren funktionierende - Ehe gefährdet wird.

Aufgrund von Mund-zu-Mund-Propaganda häufen sich in der Folge die "Rache-Jobs" für Georgie und Flick, während die beiden Frauen immer zynischer werden, wenn es um das andere Geschlecht geht. Dabei hilft es auch nicht, dass ihr Privatleben immer unbefriedigender wird. Während Flick sich fragt, warum sie sich regelmäßig mit einem verheirateten Mann verabredet, kann Georgie mit ihrem Mann Ed nicht über die neue Sparte ihrer Agentur und ihren dringenden Wunsch nach einem weiteren Kind reden. Und so viel Spaß und Herausforderung die "Rache-Aufträge" den beiden Frauen auch bringen, geraten sie doch nach und nach in immer brisantere Situationen.

Das Angenehme an "Die Rache-Agentur" ist, dass die beiden Autorinnen ihre Protagonistinnen sehr realistisch gestaltet haben. Keine von ihnen ist eine Art Überfrau und so hat man beim Lesen das Gefühl, dass die beiden Frauen im eigenen Bekanntenkreis auftauchen könnten. Auch gehen viele der Überlegungen zum Thema Familie und Beziehungen deutlich tiefer, als man es sonst von heiteren Frauenromanen gewohnt ist.

Doch letztendlich hinterlässt dieser Roman leider keinen besonders tiefen Eindruck bei der Leserin. Vor allem die Berechenbarkeit der Handlung, die wenig überraschenden Hintergründe der Gefahr, der sich Flick im Laufe des Buches ausgesetzt sieht, und auch die Tatsache, dass beide Frauen - trotz aller Hindernisse - zuletzt glücklich in die Zukunft blicken können, lassen im Rückblick schnell die ganz amüsanten und unterhaltsamen Szenen vergessen. Insgesamt ist "Die Rache-Agentur" eine nette Geschichte, die für ein paar gemütliche Stunden auf dem Sofa ausreicht.

Fazit:

Wer leichte und vorhersehbare Unterhaltung sucht, wird in "Die Rache-Agentur" von Annie Sanders den richtigen Roman für ein paar unterhaltsame Stunden auf dem Sofa finden. Leider lebt die Geschichte vor allem von einigen amüsanten Szenen und der angenehm realistischen Darstellung der beiden Hauptfiguren Georgie und Flick. So sorgt der Mangel an überraschenden Ereignissen dafür, dass das Buch weder einen besonderen Eindruck hinterlässt noch zu einem erneuten Lesen verlocken wird.
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