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Saranormal 01: Die Geisterstadt  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 18. Januar 2015

Saranormal 01: Die Geisterstadt

Originaltitel: Saranormal: Ghost Town
Übersetzt von: Christina Neiske

Reihe: Saranormal
1. Band der Reihe

Untergenre: Fantasy
Verlag: Baumhaus
Erschienen: Mai 2014
ISBN: 978-3-8339-0274-1
Preis: 12,99 EUR

173 Seiten
Inhalt
7.0
Preis/Leistung
7.0
Gesamtwertung
7.0

Wertung:
7.0
von 10
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Zum Inhalt:

Die zwölfjährige Sara hat eine ungewöhnliche Eigenschaft: Sie kann Geister sehen! Aber das behält sie lieber für sich, sonst würde man sie bestimmt für verrückt erklären. Und solange sie den Geistern aus dem Weg geht, ist auch alles in bester Ordnung.
Doch dann muss Sara mit ihrem Vater umziehen! Und nicht nur in ihrem neuen Zuhause, auch in dem ganzen Städtchen wimmelt es nur so von Geistern ...

Meinung:

"Die Geisterstadt" ist der Auftaktband von Phoebe Rivers' Kinderbuchserie "Saranormal". In diesem ersten Band lernt der Leser die zwölfjährige Sara kennen, die schon von klein auf in der Lage ist, Geister zu sehen. Das erste Mal, an das sie sich erinnern kann, war auf dem Spielplatz des Kindergartens, wo sie mit zwei Mädchen spielte, die niemand außer ihr sehen konnte. In all der Zeit hat Sara niemandem je von ihrer besonderen Fähigkeit erzählt, obwohl sie wegen der Geister regelmäßig Albträume hat und weiß, dass diese Träume ihren Vater (ihre Mutter ist schon vor langer Zeit gestorben) beunruhigen.

Zu Beginn von "Die Geisterstadt" begleitet man Sara und ihren Vater auf dem Weg von Kalifornien nach New Jersey, wo der Vater einen neuen Job bekommen hat. Sara ist von dem Umzug nicht begeistert, sie ist so schon ein sehr schüchternes und unsicheres Mädchen und die Aussicht auf eine neue Umgebung macht ihr Angst. Noch schrecklicher fühlt sie sich, als sie feststellen muss, dass ihre neue Vermieterin, "Lady Azura", behauptet, eine Wahrsagerin zu sein und dass die neue Stadt nur so vor Geistern wimmelt. Schon allein die Wahl eines Schlafzimmers in der neuen Wohnung wird für Sara zu einer Herausforderung, da die meisten Räume schon von Geistern bewohnt werden. Immerhin findet Sara in dem Nachbarmädchen Lily überraschend eine Freundin, der es nichts auszumachen scheint, dass Sara sich manchmal etwas seltsam benimmt. Und Lilys Cousin David, der im Geisterhaus am Pier arbeitet, teilt sogar Saras Leidenschaft für die Fotografie.

Phoebe Rivers nimmt sich Zeit, um dem Leser Sara, ihren Vater und ihre besonderen Fähigkeiten vorzustellen. Saras Leben wird davon beherrscht, dass sie Geister sehen kann. Sie fürchtet sich stets, dass ein Geist auf sie aufmerksam werden könnte oder dass sie wegen der Geister etwas Seltsames tun könnte. Auch Saras neuer Wohnort, an dem sich fast alles um den alten Pier dreht, wird ausführlich beschrieben. So pendelt die Atmosphäre in diesem Buch zwischen sommerlich-heiteren Szenen, wenn Sara gemeinsam mit ihren neuen Freunden am Pier rumhängt, und angenehm leichtem Grusel, wenn das Mädchen einem Geist begegnet oder sich Gedanken darüber macht, warum es überhaupt über so eine ungewöhnliche Fähigkeit verfügt.

Im Laufe des Romans taucht ein Geist auf und warnt Sara davor, dass etwas Schlimmes passieren wird, was natürlich eine gewisse Spannung aufbaut. Vor allem Saras Angst davor, mit dem Geist zu kommunizieren oder eventuell jemandem erklären zu müssen, warum sie glaubt, dass etwas geschehen könnte, während sie doch nur ein ganz normales Leben führen möchte, wird sehr stimmig geschildert. Leider gelingt es der Autorin nicht, die Spannung bis zum Ende aufrechtzuerhalten und so löst sich die Angelegenheit zu schnell und zu problemlos auf. Das lässt den Leser etwas unbefriedigt zurück, sorgt aber auch dafür, dass der Roman trotz des Geisterthemas selbst für etwas empfindlichere Kinder ab zehn Jahren gut zu lesen ist.

Fazit:

Obwohl es in "Saranormal - Die Geisterstadt" von Phoebe Rivers vor Geistern wimmelt, ist dieser Serienauftakt auch für etwas ängstlichere Kinder geeignet. Die Geisterbegegnungen, die die zwölfjährige Sara hat, sind zwar angenehm atmosphärisch beschrieben und erzeugen einen leichten Grusel, werden aber stets durch die warmherzigen und heiteren Szenen mit ihrer Freundin Lily ausgeglichen. Auch wenn es der Autorin leider nicht gelingt, die anfangs spannend wirkende Handlung rund um den Geist, der Sara vor einem Unglück warnen will, überzeugend zu einem Ende zu bringen, bietet die Geschichte für Kinder ab zehn Jahren eine unterhaltsame Mischung aus Geisterbegegnungen und heiteren Sommerferienszenen.
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