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Süßer die Schreie nie klingen  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Krimi & Thriller
Geschrieben von Konstanze Tants   
Dienstag, 24. Dezember 2013

Süßer die Schreie nie klingen

Herausgegeben von Johannes Engelke.

Verlag: Knaur
Erschienen: Oktober 2013
ISBN: 978-3-426-51443-6
Preis: 9,99 EUR

352 Seiten
Inhalt
8.0
Preis/Leistung
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Gesamtwertung
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Wertung:
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Zum Inhalt:

Es leuchtet jedes Haus, die Fenster sind bunt geschmückt und Plätzchenduft schwebt durch die Zimmer. Richtig: Es ist Weihnachtszeit in deutschen Landen und alle Menschen freuen sich auf Eintracht und Gemütlichkeit. Wenn es draußen kräftig friert, sorgen Kerzenlicht und Chorgesang für besinnliche Stunden ... doch aufgepasst: Diese Krimis färben die festliche Weihnachtsbeleuchtung blutrot! Mal bitterböse, mal nachdenklich, mal luftig - 24 Regiokrimi-Autoren kümmern sich um Spannung in der Adventszeit, bis der eine oder die andere die Englein hören wird ...

Meinung:

Mit "Süßer die Schreie nie klingen" hat Herausgeber Johannes Engelke eine Sammlung von 24 Krimikurzgeschichten zusammengestellt, die von bekannten Regional-Kriminalroman-Autoren verfasst wurden. Im Gegensatz zu der - ebenfalls von Johannes Engelke herausgegebenen - Anthologie "Den Nächsten, der FROHE WEIHNACHTEN zu mir sagt, bringe ich um" ergibt "Süßer die Schreie nie klingen" ein harmonischeres Gesamtbild, ohne dass die Geschichten sich zu ähnlich wären.

Wer also während all des Feiertagstrubels eine kleine Auszeit sucht, der findet mit dieser Anthologie eine Möglichkeit, Tag für Tag (ent-)spannende Episoden rund um das Weihnachtsfest erleben zu können. Dabei führen die einzelnen Kurzgeschichten den Leser von Orten wie Sylt und Kiel über Bonn und Bamberg quer durch Deutschland bis man zuletzt in Wien landet. So verschieden wie die Handlungsorte sind auch die Handlungsansätze für die diversen Geschichten, die sich die Autoren (Gisa Pauly, Karen Kieback, Nina George, Jean Bagnol, Regine Kölpin, Linda Conrad, Alexandra Richter, Christiane Franke, Helga Beyersdörfer, Linus Reichlin, Cornelia Kuhnert, Susanne Mischke, Richard Birkefeld, Mechthild Borrmann, Nicola Förg, Sabine Trinkaus, Judith Merchant, Romy Fölk, Thomas Kastura, Tatjana Kruse, Wolfgang Burger, Christian Limmer, Friedrich Ani, Sabine Thomas und Thomas Raab) ausgedacht haben.

So begleitet man gleich zu Beginn mit "Zwei auf einen Streich" von Gisa Pauly zwei Schwestern, die in ihren jeweiligen Ehen nicht sehr glücklich sind und verzweifelt eine Möglichkeit suchen, um ein Leben ohne den Angetrauten genießen zu können. Doch nicht nur solch persönliche Kriminalfälle sind Thema in "Süßer die Schreie nie klingen", der Leser kann auch die ungewöhlichen Ermittlungen eines Polizisten ("Adventskalender" von Nicola Förg) im Fall eines verschwundenen Jungen verfolgen oder den letzten Auftrag eines gedungenen Mörders ("Verbrannt" von Romy Fölk) miterleben, der prompt am Weihnachtsabend sein Opfer erledigen soll. Dabei beinhalten die einzelnen Geschichten nicht nur viele unterhaltsame und amüsante Momente, sondern man stößt auch immer wieder auf überraschende Wendungen, die den Kriminalfällen Spannung verleihen.

Besonders positiv fällt auf, dass es so gut wie jedem der beteiligten Autoren gelingt, den jeweiligen Figuren trotz der Kürze der Geschichte Charakter zu verleihen. Und während der eine Mörder so zielstrebig und gelassen an seine Arbeit geht, dass man es als Leser kaum fassen kann, gibt es auf der anderen Seite auch die Täter, die letztlich nur zu Opfern der Umstände werden und denen man bei ihren Vorhaben alles Gute wünscht. So klingen viele der Fälle im Leser noch etwas nach und lassen einen während der Adventszeit zweimal überlegen, ob man einen appetitlich anzuschauenden Teller voller Kekse von der Nachbarin entgegennimmt oder den einen oder anderen guten Vorsatz vielleicht doch schon vor den Feiertagen umsetzen sollte.

Fazit:

Mit "Süßer die Schreie nie klingen" hat Herausgeber Johannes Engelke eine bunte Mischung aus 24 unterhaltsamen, spannenden und immer wieder überraschenden Weihnachtskrimis zusammengestellt. Jede dieser Geschichten ist wunderbar geeignet, um dem Leser während der eher hektischen Adventstage eine kurze Auszeit zu bieten. Die abwechslungsreiche Mischung von Kurzgeschichten aus (fast) allen Ecken Deutschlands macht diesen Titel zu einem schönen Adventskalender der etwas anderen Art und weckt die Lust darauf, sich weiter in der deutschen Regionalkrimiszene umzuschauen und weitere amüsante, spannende Geschichten zu entdecken.
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