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Detektiv Conan 77  Drucken E-Mail
Comics: Manga Krimi & Thriller
Geschrieben von Konstanze Tants   
Freitag, 29. November 2013

Detektiv Conan 77

Autor: Gosho Aoyama
Zeichner: Gosho Aoyama

Originaltitel: Meitantai Conan Vol. 77
77. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Oktober 2013
ISBN: 978-3-7704-8046-3
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
8.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
8.0

Wertung:
8.0
von 10
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Zum Inhalt:

Noch immer ist das Polizeipräsidium in hellem Aufruhr: Wird Inspektor Takagi überleben?! Und welche Ziele verfolgen Toru Amuro, Subaru Okiya und Masumi Sera, die es immer wieder schaffen, an den verschiedensten Tatorten aufzutauchen? Doch nicht nur der Fall um Takagis Entführung kommt zum Abschluss, es gibt auch ein Verbrechen mit viel Schaum, Dampf und Rauch aufzulösen. Danach steht noch ein ungelöster Fall um Yusaku Kudo an, und einer einsamen Gestalt im Lichtschein muss ebenfalls nachgegangen werden!

Meinung:

Mit dem 77. Band der "Detektiv Conan"-Serie nimmt Gosho Aoyama nahtlos die Ereignisse des vorherigen Manga auf und lässt den Leser weiter um das Leben des sympathischen Inspektors Takagi bangen. Nachdem sein Entführer bei der Enttarnung durch Takagis Kollegen Selbstmord begeht, liegt der Inspektor immer noch an einem unbekannten Ort in großer Höhe an ein wackeliges Brett gefesselt, während unaufhörlich Schneeflocken vom Himmel fallen.

Bei dem zweiten Fall, in den Conan in diesem Band verwickelt wird, überrascht Ai den Leser damit, dass sie auf einmal Subarus Nähe sucht, obwohl sie den Mann bis vor Kurzem regelrecht gefürchtet hat. Doch nun bittet sie ihn um eine Mitfahrgelegenheit für sich und Conan. Natürlich kann Ai dabei nicht ahnen, dass sie kurz darauf den Schauplatz eines Mordes erreichen werden. So bekommt Subaru wieder einmal die Gelegenheit, Conan bei der Lösung eines Falls zu beobachten, wobei der "Grundschüler" nicht verbergen kann, dass er über ein größeres Wissen verfügt, als dies in seinem Alter möglich sein kann - während Subaru anscheinend deutlich mehr von Conan und Ais Geheimnissen mitbekommt, als er sich anmerken lässt.

Die Geschichte "Yusaku Kudos ungelöster Fall" bringt Conan - genauer gesagt sein eigentliches Ich Shinichi Kudo - in seine Kindheit zurück. Damals gab es einen einzigen Fall, den sein Vater, der berühmte Kriminalschriftsteller Yusaku Kudo, aufgeben musste, bevor er gelöst werden konnte. Shinichi hat die Enttäuschung, die er über das Versagen seines Vaters empfand, nie vergessen und ist deshalb umso begieriger, einen aktuellen Fall zu lösen, über den Ran, Sonoko und Masumi Sera auf dem Heimweg von der Schule stolpern. Denn neben der Leiche eines Mannes findet sich das gleiche mit Blut geschriebene Schriftzeichen für "Tod", das auch damals am Tatort entdeckt wurde. Hier bietet sich für ihn vielleicht die Möglichkeit, nicht nur die Ehre seines Vaters wiederherzustellen, sondern ihn gleichzeitig auch noch zu übertrumpfen. Zuletzt geraten Conan, Ai und die Detective Boys bei einem Ausflug mit dem Professor wieder einmal in ein tragisches Verbrechen - und in Lebensgefahr. Auch Masumi Sera treibt sich zur selben Zeit auf dem Campingplatz der kleinen Gruppe herum und wird gemeinsam mit den Kindern in die Vorgänge hineingezogen, die mit einem spannenden Twist enden.

Obwohl die Handlung rund um "Yusaku Kudos ungelösten Fall" vom Krimianteil her nicht ganz so überzeugen kann wie die anderen Geschichten in diesem Manga, bieten all diese Fälle Gosho Aoyama ausreichend Gelegenheit, um weitere Informationen über Subaru und Masumi Sera einzubauen. Diese beiden Figuren geben - ebenso wie Kogoro Moris neuer Assistent - dem Leser noch einige Rätsel auf, was einen selbst bei eher alltäglichen Fällen mitfiebern lässt. Auch wenn man inzwischen den einen oder anderen Verdacht bezüglich dieser Personen hegt, steht doch vor allem die Frage im Raum, wer von ihnen in Verbindung zur Schwarzen Organisation steht.

Diese Verbrechervereinigung ist zwar schon längere Zeit nicht mehr aktiv in der Geschichte vorgekommen, aber die subtile Bedrohung, die durch das Vorhandensein eines unerkannten Spitzels entsteht, ist fast noch spannender, als es die Fälle sind, die direkt mit Gin, Whiskey & Co. zu tun haben. Nach einer - für Gosho Aoyamas Verhältnisse - etwas durchschnittlichen Phase beweist der Mangaka mit den aktuellen Bänden der "Detektiv Conan"-Reihe wieder, welch hohes Niveau seine Serie dem Leser schon seit Jahren bietet. Es wirkt fast, als ob auch Gosho Aoyama wieder mehr Lust auf die Weiterführung der Detektiv-Conan-Geschichten hat, was die Hoffnung aufkommen lässt, dass es noch lange so spannend weitergehen wird.

Fazit:

Der 77. "Detektiv Conan"-Band präsentiert dem Leser wieder das Beste, was die Serie zu bieten hat. Gosho Aoyama erzählt spannende und unterhaltsame Kriminalfälle, spinnt den Handlungsfaden rund um die Schwarze Organisation weiter und erhält die Faszination des Lesers durch kleine Hinweise auf die Absichten der drei mysteriösen Personen aufrecht, die in den letzten Bänden rund um Conan Edogawa aufgetaucht sind. Doch besonders die vieldeutige Szene am Ende des letzten Falls sorgt für große Neugier auf den weiteren Verlauf der Geschichte rund um Conan, Ran und ihre Freunde.
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