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Magnolia Steel 2: Hexenflüstern  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 29. September 2013

Magnolia Steel: Hexenflüstern

2. Band der Reihe

Untergenre: Fantasy
Verlag: Boje
Erschienen: Februar 2013
ISBN: 978-3-414-82353-3
Preis: 12,99 EUR

299 Seiten
Inhalt
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.1

Wertung:
7.1
von 10
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Zum Inhalt:

Gemeinsam mit ihrer Tante Linette reist Magnolia nach Amerika, zum weltgrößten Kongress für Hexen und Zauberwesen aller Art. Der Flug verlangt besonders Linette einiges ab: Wie viel einfacher ließe es sich, eingezwängt in so einen engen Flugzeugsitz, mit ein bisschen Zauberei aushalten! Aber natürlich ist klar, dass die Hexen inkognito reisen. Während sich Magnolia besonders auf das Jugendprojekt mit dem vielversprechenden Thema "Wo die Liebe hinfällt" freut, ist Linette in höchst geheimer und gefährlicher Mission in Amerika. Sie soll eine magische Brille in ihren Besitz bringen, die in den falschen Händen eine Katastrophe bedeutet. Gejagt von Gorgonen und mit Hilfe einer Gruppe von Klabautermännern beginnt für Linette, Magnolia und ihre Freunde ein Wettlauf mit der Zeit ...

Meinung:

Nach Sabine Städings Debütroman "Hexendämmerung" ist "Hexenflüstern" der zweite Roman der Autorin rund um die junge Hexe Magnolia Steel. Seit den Ereignissen im ersten Band sind einige Monate vergangen und nun stehen die Sommerferien vor der Tür. Für Magnolia sollen die kommenden Wochen aufregende Momente bringen, da sie nicht nur nach Amerika fliegt, um ihre Mutter zu besuchen, sondern auch gemeinsam mit ihrer Freundin Jörna, (Groß-)Tante Linette und deren Hexenkollegin Runa an einem Kongress teilnehmen soll. Während Linette und Runa den großen Hexenkongress als Tarnung nutzen, um ein überaus wichtiges und gefährdetes magisches Objekt in ihren Besitz und zurück nach Deutschland zu bringen, sind Magnolia und Jörna vor allem daran interessiert, andere Hexen und Magier in ihrem Alter kennenzulernen.

Umso spannender ist es natürlich, dass das Jugendprojekt des Hexenprozesses unter dem Motto "Wo die Liebe hinfällt" steht und sich vor allem um Beziehungen zwischen den unterschiedlichen (magischen) Spezies dreht. Doch bevor Magnolia und Jörna sich noch in Theorie und Praxis um die Besonderheiten der verschiedenen Gattungen kümmern können, werden sie in die geheime Mission der beiden älteren Hexen hineingezogen. So gilt es, sich vor Gorgonen und anderen gefährlichen magischen Wesen in Acht zu nehmen und dafür zu sorgen, dass der Beryll - eine ganz besondere Brille - nicht in die Hand ihrer Gegenspieler fällt.

Auch in diesem zweiten Band rund um die junge Hexe Magnolia setzt die Autorin vor allem auf liebevolle und fantastische Details und ungewöhnliche Einfälle, die für eine Verschmelzung der realen mit der magischen Welt sorgen. So hexen sich die älteren Mädchen im Jugendcamp die modernsten Geräte in ihr Zeltlager und eine japanische Schneehexe ruht sich in einem Kühlschrank aus, um mit den unangenehm warmen Temperaturen im amerikanischen Sommer fertigzuwerden. Doch während die jüngeren Hexen selbstverständlich ihre übernatürlichen Fähigkeiten und die modernen Errungenschaften kombinieren, fällt es Linette und Runa recht schwer, sich zurückzuhalten und während der Reise unverdächtig zu benehmen.

Obwohl Magnolia und Jörna - anfangs ohne es zu wissen - in die geheime Mission der beiden älteren Hexen hineingezogen werden, bietet das Camp den Mädchen genügend Gelegenheiten, um andere zauberkundige Wesen kennenzulernen. Diese Momente nutzt Sabine Städing, um die verschiedensten Sagenfiguren und Mythen in ihre Geschichte einfließen zu lassen, wodurch sich auch immer wieder humorvolle Szenen ergeben. Dabei zeigt die Autorin immer wieder auf, dass selbst die sympathischste magische Spezies ihre gefährliche Seite hat, ohne dass man als Leser wirklich Angst um Magnolia haben müsste. Dafür erlebt die junge Hexe ihre ersten Liebewirren - was besonders kompliziert wird, da auch ihr Schwarm Leander an diesem Kongress teilnimmt.

Wie schon beim ersten Magnolia-Steel-Roman besticht die Geschichte vor allem durch viele liebevolle Details, eine schöne fantastische Atmosphäre und sympathische Charaktere. Auch der Humor kommt bei "Hexenflüstern" nicht zu kurz und obwohl es den einen oder anderen gefährlichen Moment für Magnolia und Tante Linette gibt, hat man nie das Gefühl, dass man um diese Figuren wirklich bangen müsste, wodurch der Roman auch für etwas ängstlichere Leser gut geeignet ist. Einzig die Passagen rund um Leander lassen einen etwas ratlos zurück. Der Halbelf ist zwar ein netter junger Mann, aber einen Großteil der Zeit fragt man sich, was die Gründe für sein Handeln sind und was die Basis für seine Gefühle gegenüber seinen diversen Verehrerinnen sein mag. Trotz dieses kleinen Mankos sorgt auch das zweite Buch rund um Magnolia wieder für unterhaltsame Lesestunden.

Fazit:

Auch "Hexenflüstern", der zweite Band um die junge Hexe Magnolia Steel, beinhaltet all die Elemente, die auch schon den ersten Roman von Sabine Städing zu so einer unterhaltsamen Geschichte für Leser ab zehn Jahren gemacht haben. Die Autorin lässt Magnolia bei einem Zauberkongress in Amerika so manches amüsante und fantastische Abenteuer erleben und auf eine Vielzahl von magischen Wesen treffen. Die atmosphärische Erzählweise sorgt dafür, dass die vielen liebevollen Details und stimmungsvollen Szenen "Hexenflüstern" zu einer amüsanten Lektüre machen, ohne dass ängstlichere Leser sich allzu sehr fürchten müssen, wenn Magnolia und ihre Tante Linette doch einmal in Gefahr geraten.
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