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Toradora! 01  Drucken E-Mail
Comics: Manga Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Freitag, 31. Mai 2013

Toradora! 01

Zeichner: Zekkyou

Originaltitel: Toradora! Vol. 01
Übersetzt von: Christine Steinle

Reihe: Toradora!
1. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: April 2013
ISBN: 978-3-7704-8028-9
Preis: 7,00 EUR

194 Seiten
Inhalt
6.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
7.0
Gesamtwertung
6.7

Wertung:
6.7
von 10
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Zum Inhalt:

Der Mini-Tiger Taiga (klein, süß, brandgefährlich) und Gangster-Look-alike Ryuji (böser Blick, aber nichts dahinter) sind wie Tiger und Drache: kein Tag ohne Zoff. Doch sie haben das gleiche Problem. Also tun sie sich zusammen! Taiga hilft Ryuji, bei ihrer besten Freundin Minori zu punkten, und Ryuji bringt Taiga mit seinem Freund Kitamura zusammen. Das kann ja nicht lange gut gehen!

Meinung:

Mit "Toradora" wurde von Zekkyou die gleichnamige Light Novel-Reihe von Yuyuko Takemiya als Manga-Serie umgesetzt. Dabei beinhaltet die Geschichte lauter Elemente, die einem aus anderen romantisch-lustigen Reihen vertraut vorkommen. Da gibt es den Schüler Ryuji, der (wie z. B. Yukina aus "xx me!") aufgrund seines unangenehmen Blickes von den anderen gemieden wird. Den Gerüchten nach soll Ryuji ein Verbrecher oder gar ein Mörder sein und kaum jemand traut sich in seine Nähe. Dabei ist der Schüler einfach nur ein netter und eher schüchterner Kerl, dessen haushälterische Fähigkeiten es locker mit denen von Asuka aus "Otomen" aufnehmen können.

Seinen Gegenpart stellt Taiga dar, die mit ihren 1,45 m nicht nur sehr klein, sondern auch ganz besonders hübsch ist. Doch ihr bezauberndes Äußeres kommt mit einem höllischen Temperament und einem Dickkopf einher, der z. B. mit dem von Yuiko aus "Akihabara Shojo" vergleichbar ist. So wie die besonderen Eigenschaften der beiden Hauptfiguren dem Leser bekannt vorkommen, klingt auch die Grundproblematik der Geschichte vertraut: Ryuji ist in Taigas beste Freundin Minori verliebt und traut sich nicht, das offene und freundliche Mädchen anzusprechen, während Taiga zu schüchtern ist, um Ryujis Freund Kitamura ihre Liebe zu gestehen. Nicht ganz freiwillig verbünden sich die beiden, um sich gegenseitig zu ihrem Glück zu verhelfen.

Obwohl dem Gefühl nach jedes einzelne Element von "Toradora" schon in diversen anderen Manga verwendet wurde, bietet der Auftaktband dieser Serie unterhaltsame Lesestunden mit sympathischen Charakteren und lustigen Szenen. Die von Yuyuko Takemiya erzählte Handlung bietet viele kleine Momente, in denen Ryuji mehr über Taigas Leben erfährt und immer mehr in ihren Alltag integriert wird. Obwohl die beiden niemals ihr eigentliches Ziel aus den Augen verlieren, dreht sich dieser Band doch vor allem um das Kennenlernen dieser unterschiedlichen Charaktere, was wirklich schön zu verfolgen ist. Außerdem überlegen sich Ryuji und Taiga immer wieder amüsant-absurde Pläne, um der Person näher zu kommen, in die sie jeweils verliebt sind, was dazu führt, dass man beim Lesen stetig schmunzeln muss.

Dabei wird Ryuji die ganze Zeit von Taiga bis an die Grenzen seiner Geduld gebracht, doch immer dann, wenn es dem Jungen zu viel wird, entdeckt er eine neue verletztliche Seite an dem resoluten Mädchen. So gibt er ständig nach und tanzt immer wieder nach ihrer Pfeife, bis ihre Mitschüler das ungewöhnliche Verhältnis der beiden nicht länger übersehen können. Auf diese Weise entsteht beim Leser - obwohl das Ende der Geschichte eigentlich jetzt schon vorhersagbar ist - Neugier auf die weiteren Entwicklungen der Handlung und die vielen kleinen Szenen, die dafür sorgen, dass einem die Charaktere ans Herz wachsen, mit ihrer Schüchternheit zur Verzweiflung bringen oder mit ihreb absurden Einfällen amüsieren.

So liebevoll die Handlung von Zekkyou für diesen Manga umgesetzt wurde, so vermisste man bei den niedlichen Zeichnungen ein wenig die individuelle Note, die sie von anderen Veröffentlichungen dieser Art abheben würde. Dabei sind die Charaktere wirklich ansprechend dargestellt und auch in den überzogenen komischen Momenten noch hübsch anzusehen. Auch bei der Anordnung der Panels wurde wenig riskiert. In der Regel wirken sie sehr ruhig, geordnet und übersichtlich und halten sich an ein klares Raster, welches nur an wenigen Stellen aufgebrochen wird. Dabei hätten einige Szenen ruhig dynamischer gestaltet werden können, um die Handlungsentwicklungen in dieser HInsicht noch mehr zu betonen.

Fazit:

Der erste Band von "Toradora" wirkt auf den Leser, der schon mehrere romantisch-komische Manga gelesen hat, vor allem vertraut. Sowohl die Gestaltung der beiden Hauptfiguren Taiga und Ryuji als auch ihre Probleme (und Lösungsansätze) erinnern stark an andere Veröffentlichungen dieses Genres. Auch die hübschen - und definitiv zur Geschichte passenden - Zeichnungen von Zekkyou können sich nicht so weit von der Masse abheben, dass sie einen besonders intensiven Eindruck beim Betrachter hinterlassen. Doch trotz der fehlenden Individualität ist der Auftaktband von "Toradora" ein solider Manga mit sympathischen Figuren und einigen amüsanten Momenten, der - vielleicht gerade aufgrund der Vertrautheit, die durch die bekannten Elemente hervorgerufen wird - entspannte und unterhaltsame Lesestunden bietet.
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