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xx me! 04  Drucken E-Mail
Comics: Manga Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 14. Oktober 2012

xx me! 04

Autor: Ema Toyama
Zeichner: Ema Toyama

Originaltitel: Watashi ni xx shinasai! Vol. 04
Übersetzt von: Antje Bockel

Reihe: xx me!
4. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Oktober 2011
ISBN: 978-3-7704-7622-0
Preis: 6,50 EUR

176 Seiten
Inhalt
8.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
8.0

Wertung:
8.0
von 10
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Zum Inhalt:

Die schwächliche, zarte Mami ist in punkto Raffinesse Mädchen wie Jungen überlegen. Sie spricht Yukina direkt an und schlägt vor, ihr mit Shigure zu helfen. Doch Yukina hat nicht nur keine Ahnung von der wahren Liebe, sondern sie versteht auch rein gar nichts von den Manövern und Intrigen unter Mädchen. Wird Mami ihr Shigure ausspannen?

Meinung:

Am Ende des dritten Bandes von "xx me!" bekräftigt Shigure Yukina gegenüber noch einmal seine Entschlossenheit, sie dazu zu bringen, dass sie sich in ihn verliebt. Aber es kommt auch zu einer erste Begegnung zwischen Yukina und Mami Mizuno, Shigures Kindheitsfreundin, die nach langer Krankheit endlich wieder zur Schule geht. Während Yukina von ihren Klassenkameraden eher gefürchtet wird, ist Mami allseits beliebt. Das zarte und hübsche Mädchen wirkt immer heiter und liebenswert und wird von Jungen wie Mädchen gleichermaßen gern gehabt. Und sie scheint fest entschlossen zu sein, sich mit Yukina anzufreunden.

Yukina hingegen ist von Mamis Vorstoß eher irritiert. Sie sucht weder eine Freundin, noch möchte sie, dass Mami ihr hilft, damit sich Shigure in sie verliebt. Stattdessen wird sie durch Mamis Anhänglichkeit regelrecht aggressiv - auch, weil diese die Schülerin davon abhält, in den Schulpausen weiter an ihrem Handyroman zu schreiben. Für den Leser hingegen steht schnell fest, dass Mami lange nicht so nett ist, wie sie sich gibt. Sie ist nicht nur über Shigures Plan informiert, der dazu führen soll, dass jedes Mädchen der Schule ihm eine Liebeserklärung macht, sondern sie ist auch bereit, ihren Freund dabei zu unterstützen.

Doch wenn es um Yukina geht, sind Mamis Hilfesangebote eher kontraproduktiv - und schnell beschleicht sie der Verdacht, dass Shigure für die andere mehr empfindet, als er sich selbst eingestehen will. So funkt Mami nicht nur ständig dazwischen, wenn Yukina mit Shigure zusammen ist, sondern mischt sich auch in die Beziehung zwischen Yukina und Akira ein. Dabei betont Ema Toyama sehr schön die Gegensätzlichkeit der beiden Mädchen. Während Mami zart und liebenswert aussieht, scheint sie doch erstaunlich skrupellos und berechnend zu sein, während hinter Yukinas eisiger Schale ein liebenswerter und immer mal wieder unsicherer Charakter steckt.

Sie hat zwar kein Gefühl für die Bedürfnisse anderer und verletzt so immer wieder ihren Cousin Akira, ist aber jederzeit geradeheraus und scheint nicht in der Lage zu sein, ein falsches Spiel zu betreiben. So ist es kein Wunder, dass Mamis Einmischungen lange Zeit keinen Erfolg zu haben scheinen, während sich Shigure und Akira weiterhin um Yukina bemühen. Dabei gehen die drei immer weiter, um Yukina innerhalb von verschiedenen "Missionen" in die Liebe einzuweihen, ohne dass Ema Toyama bei diesen Szenen viel mehr als reizvolle Andeutungen machen muss.

Bei jeder Mission steigert sich die Intensität der Gefühle zwischen Yukina und Shigure oder Yukina und Akira, und so geht auch Ema Toyama in ihren Zeichnungen immer ein Stückchen weiter. Während die Darstellungen in den ersten beiden Bände eher keusch wirkten und selbst der erste Kuss zwischen der Schülerin und Shigure von kindlicher Unschuld geprägt war, fallen jetzt immer wieder Zeichnungen ins Auge, bei der die Mangaka mit der Fantasie des Lesers spielt. So rutscht Yukinas Rock in einer Szene etwas höher, als es normalerweise bei einer Schuluniform angemessen wäre, und ihre Reaktion auf die Annäherungen der beiden Jungen wird immer intensiver. Dabei hält Ema Toyama gelungen die Balance zwischen jugendgerechten Zeichnungen und überzeugenden körperlichen Reaktionen auf die Zärtlichkeiten, die zwischen Yukina und ihren beiden Verehrern ausgetauscht werden.

Fazit:

Mit Einführung von Mami Mizuno bringt Ema Toyama im vierten Band von "xx me!" ein weiteres Hindernis in die sich zaghaft anbahnende Beziehung zwischen Yukina und Shigure ein. Während Shigure immer noch davon überzeugt ist, dass Yukina nicht mehr als eine Herausforderung für ihn ist, beschleicht Mami schnell der Verdacht, dass er mehr für das andere Mädchen empfindet. So sorgt sie mit allerlei unterhaltsamen - und erstaunlich skrupellosen - Aktionen dafür, dass Yukinas "Mission Liebe" immer wieder gestört wird. Die so zwischen Yukina und Shigure entstehenden Frustrationen führen wiederum dazu, dass die Mangaka immer mehr Szenen zeichnen kann, die - trotz aller Harmlosigkeit - erstaunlich sexy wirken.
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