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Di[e]ce 2  Drucken E-Mail
Comics: Manga Horror & Mystery
Geschrieben von Konstanze Tants   
Dienstag, 18. September 2012

Di[e]ce 2

Originaltitel: Di[e]ce Vol. 2
Übersetzt von: Monika Hammond

Reihe: Di[e]ce
2. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Juli 2012
ISBN: 978-3-7704-7746-3
Preis: 7,00 EUR

196 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.2

Wertung:
7.2
von 10
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Zum Inhalt:

Die Freunde Kazuki und Haruki finden sich plötzlich in dem rätselhaften Spiel "di[e]ce" wieder. Der Einsatz wird erst am Ende bezahlt, und zwar mit dem Leben. "Du musst ihn töten." - So lautet die Anweisung für die beiden. Erst wenn einer den anderen eigenhändig das Leben nimmt, ist das Ziel des grausamen Spiels erreicht ...

Meinung:

Obwohl das unheimliche Spiel am Seitoko-Gymnasium mit dem Schluss des ersten "Di[e]ce"-Bandes ein vorläufiges Ende erreicht hat, ist die Geschichte für die beiden Freunde Kazuki und Haruki noch lange nicht erledigt. Kazuki hat bei dem letzten Kampf in der Kapelle schwerwiegende Verletzungen davongetragen, während Haruki seinen Freund der Obhut von Sion überlassen hat, um eigene Wege gehen zu können. Nun beschäftigt Kazuki nicht nur die Fragen nach der Motivation seines rätselhaften Beschützers Sion und nach der Identität seines geheimnisvollen Angreifers, sondern auch das unerklärliche Verschwinden seines Freundes Haruki.

Erst als Sion ihm die Hintergründe des "di[e]ce" darlegt, komm Kazuki langsam dahinter, in was für einem perversen Spiel er und sein Freund gefangen sind. Und auch wenn er ohne Bedenken andere Menschen opfern würde, um in diesem Spiel zu gewinnen, so verkraftet Kazuki den Gedanken nicht, dass er irgendwann gezwungen sein sollte, seinen Freund Haruki anzugreifen. Doch um "di[e]ce" zu einem endgültigen Ende zu bringen, ist es notwendig, dass einer der beiden Jungen ihre langjährige Freundschaft verrät und den anderen umbringt. Aber nicht nur Kazuki und Haruki sind in diesem Spiel gefangen, auch weitere unfreiwillige Mitspieler müssen - ohne überhaupt etwas von der ganzen Sache zu wissen - um ihr Leben bangen.

Recht früh erklären die beiden Mangaka Otho Saki und Kana Yamamoto dem Leser die Hintergründe des Spiels "di[e]ce" sowie die Beweggründe von Sion und dessen Gegenspieler. Doch trotz dieser frühen Aufklärung verliert die Geschichte nicht an Spannung. Stattdessen bangt man um das Leben der verschiedenen Charaktere und hofft mit Kazuki, dass es ihm gelingt, eine Lösung zu finden, bei der er und sein Freund überleben können. Aber erst einmal muss sich der impulsive Junge um jemand anderen kümmern, der innerhalb von "di[e]ce" vor eine Herausforderung gestellt wird. Auf diese Weise lernt der Leser immer wieder neue Seiten von Kazukis Charakter kennen und weitere Details zu den Regeln des Spiels, was dafür sorgt, dass man neugierig auf den Verbleib der verschiedenen Figuren bleibt und auf weitere Entwicklungen hinfiebert.

Zeichnerisch wird in diesem Teil das Niveau des Auftaktbandes gehalten. Die einzelnen Seiten sind abwechslungsreich aufgebaut, wobei bei den ruhigeren Szenen klare Linien und helle Flächen überwiegen und die spannungsgeladenen Momente deutlich dunkler und intensiver dargestellt werden. Obwohl es auch in diesem Band zu zahlreichen Kampfszenen kommt, sind diese nicht so ausführlich gezeichnet worden wie im vorhergehenden Manga. Stattdessen liegt der Schwerpunkt der Zeichnungen auf den Erinnerungen der einzelnen Figuren und der inneren Entwicklung der Charaktere, was durch das intensive Mienenspiel und die ausdrucksvolle Körperhaltung sehr schön zum Ausdruck gebracht wird.

Eine Vorschau auf den dritten Band von "di[e]ce" deutet an, dass sich die Handlung in dem kommenden Band wieder mehr um Haruki und sein Schicksal drehen wird. Nachdem man in Teil zwei Kazukis Seite der Geschichte kennengelernt hat, wird es faszinierend sein, mehr über seinen besten Freund herauszufinden. Zwei kleine Bonusgeschichten am Ende des Manga zeigen zusätzlich eine Szene aus der Kindheit von Kazuki und Haruki, die das Verhältnis der beiden Figuren noch näher beleuchtet, und einen seltsamen Traum, den Kazuki erlebt und der einen hoffnungsvollen Blick auf die Zukunft der beiden Freunde erlaubt.

Fazit:

Viel schneller als erwartet klären die Mangaka Otho Saki und Kana Yamamoto den Leser im zweiten "di[e]ce"-Band über die Hintergründe des unheimlichen Spiels auf. So dreht sich die Handlung von diesem Moment an weniger darum herauszufinden, was es mit diesem grausamen Spiel auf sich hat, als darum, ein anscheinend unausweichliches Ende zu verhindern. Trotz dieses Hintergrundwissens lässt die Spannung in der Geschichte aber nicht nach, da man nun um das Leben - und die Freundschaft - von Kazuki und Haruki bangen muss und sich fragt, ob die beiden Schüler einen Weg finden werden, um "di[e]ce" gemeinsam zu überleben. So verwundert es nicht, dass auch bei den Zeichnungen der Schwerpunkt eher auf der Darstellung von Gefühlen liegt als auf den Kampfszenen, auch wenn es in der Geschichte nicht an heftigen Auseinandersetzungen mangelt.
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