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Die Vampirschwestern 9: Ein Sommer zum Abhängen  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Konstanze Tants   
Montag, 13. August 2012

Die Vampirschwestern 9: Ein Sommer zum Abhängen

9. Band der Reihe

Untergenre: Fantasy
Verlag: Loewe
Erschienen: Juni 2012
ISBN: 978-3-7855-7412-6
Preis: 10,95 EUR

192 Seiten
Inhalt
6.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
6.2

Wertung:
6.2
von 10
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Zum Inhalt:

Eins wissen Daka und Silvania todsicher: Gegen sie als Halbvampir kann kein Mensch anstinken - allenfalls eine alte Knoblauchzehe! Doch dann plagt ein beißend heißer Sommer die Stadt und plötzlich können die Schwestern nicht mehr fliegen und flopsen. Zu dumm, denn ausgerechnet jetzt geschehen unheimliche Dinge in Bindburg. Menschen verschwinden spurlos und eine merkwürdige Vampirjägerin taucht bei Dirk van Kombast auf. Und schotz zoppo! Auf einmal sind auch Daka und Silvania wie vom Erdboden verschluckt! Ob Ludo und Helene die Vampirschwestern noch rechtzeitig finden?

Meinung:

Zu Beginn von "Ein Sommer zum Abhängen" streiten sich Daka und Silvania mit ihren Freunden Helene und Ludo, obwohl die beiden den Vampirschwestern in "Bissgeschick um Mitternacht" gerade erst das Leben gerettet haben. Aber das hindert Daka und Silvania nicht daran, sich den Freunden überlegen zu fühlen. Schließlich haben sie eine Menge Fähigkeiten, über die ein normaler Mensch nicht verfügt, und das macht sie zu etwas Besserem - davon sind sie fest überzeugt. Helene und Ludo hingegegen sind sich sicher, dass sie mit den Schwestern nichts mehr zu tun haben wollen, wenn sie sich weiterhin so eingebildet aufführen.

Schnell müssen Daka und Silvania feststellen, dass das Leben ohne ihre Freunde ganz schön langweilig ist. Zusätzlich legt sich auch noch eine Hitzewelle über ihre Heimatstadt Bindburg, die den (Halb-)Vampiren besonders zu schaffen macht. Als ihre Mutter Elvira dann auch noch vorschlägt, dass die Schwestern auf das kleine Nachbarskind Linus aufpassen sollen, fühlen sie sich von dem quirligen Jungen schnell überfordert. Und dann reicht ein kleiner Augenblick der Unaufmerksamkeit, und Linus ist - ebenso wie einige andere Bürger von Bindburg - verschwunden. Aber nicht nur die Sorgen um Linus, auch die aktuellen Pläne des vampirjagenden Nachbarn Dirk van Kombast sorgen für einigen Wirbel im Leben der Vampirschwestern.

Franziska Gehm setzt auch beim neunten Band der "Die Vampirschwestern"-Reihe auf bewährte unterhaltsame Elemente wie die "vampirischen" Eigenheiten der Schwestern, auch wenn sich Silvania und Daka zum ersten Mal nicht gemeinsam mit Ludo und Helene ins Abenteuer stürzen. Stattdessen führt die Autorin mit einer geheimnisvollen fremden Vampirjägerin eine Figur ein, die nicht ganz so gut in die Welt der Vampirschwestern passt. Dabei bleibt die Motivation der Unbekannten einige Zeit lang verborgen und lässt den Leser über die Hintergründe ihres Handelns rätseln, auch wenn schnell feststeht, dass sie auch beim Verschwinden der verschiedenen Bindburger Bürger ihre Hände im Spiel hat.

Das Ganze führt dazu, dass sich die Geschichte in "Ein Sommer zum Abhängen" eher langsam entwickelt und nicht so viel Spannung aufkommt wie in den anderen Romanen rund um die Vampirschwestern, auch wenn es immer wieder amüsante Szenen gibt, die für unterhaltsame Lesemomente sorgen. Vor allem Elvira und ihre Mutter Rose sind in ihren Bemühungen um die vampirische Verwandtschaft wirklich rührend zu beobachten, während Daka, Silvania und Mihai sich nicht nur aufgrund der großen Hitze nicht von ihrer besten Seite zeigen. Erst gegen Ende kommt die Geschichte in Fahrt, als Ludo, Helene, Elvira und sogar Dirk van Kombast demonstrieren können, was wirklich in ihnen steckt - und dass es manchmal reicht, einfach ein Mensch zu sein, um jemanden ausstechen zu können.

Fazit:

Auch in "Ein Sommer zum Abhängen", dem neunten Band der Reihe um "Die Vampirschwestern", müssen sich Daka und Silvania Tepes wieder einer fantastischen Herausforderung stellen. Doch leider erreicht Franziska Gehm mit diesem Roman nicht ganz das Niveau der vorhergehenden Teile, und so zieht sich die Handlung - trotz des einen oder anderen lustigen Einfalls - erst einmal etwas hin. Erst gegen Ende bietet die Autorin dem Leser wieder die gewohnte Mischung aus spannenden, fantastischen, amüsanten und freundschaftlichen Momenten, die die Serie schon viele Bücher lang ausmachen.
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