Banner bookdepository.com

Mirai Nikki 01  Drucken E-Mail
Comics: Manga Allgemeines
Geschrieben von Konstanze Tants   
Samstag, 10. Dezember 2011

Mirai Nikki 01

Autor: Sakae Esuno
Zeichner: Sakae Esuno

Originaltitel: Mirai Nikki Vol. 1
Reihe: Mirai Nikki
1. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Oktober 2011
ISBN: 978-3-7704-7554-4
Preis: 7,50 EUR

212 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
7.0
Gesamtwertung
7.1

Wertung:
7.1
von 10
Jetzt kaufen



Zum Inhalt:

Yukiteru ist ein schüchterner, unauffälliger Schüler. Sein imaginärer Freund allerdings ist ein leibhaftiger Gott. Eines Tages muss Yukiteru jedoch feststellen, dass sein mächtiger Freund ganz real ist und ein riskantes Spiel inszeniert. Zwölf Menschen mit Tagebüchern, die die Zukunft vorhersagen. Zwölf Menschen, die sich gegenseitig töten sollen. Der Gewinner wird der neue König von Raum und Zeit. Yukiteru ist einer der Zwölf - doch wem kann er vertrauen? Das Spiel auf Leben und Tod beginnt ...

Meinung:

"Mirai Nikki" greift das vertraute Schema von einem Jugendlichen auf, der sich ohne eigenes Verschulden inmitten eines Spiels auf Leben und Tod wiederfindet. Dabei ist die Hauptfigur Yukiteru (auch Yukki genannt) ein schüchterner Junge, der seine Zeit damit verbringt, all seine Beobachtungen in sein Handy-Tagebuch zu schreiben. So intensiv geht er diesem Hobby nach, dass er lieber seine Mitschüler beobachtet, als an ihren Aktivitäten teilzunehmen. Richtige Freunde hat er nicht, dafür hat sich Yukiteru in seiner Fantasie Figuren erschaffen, die ihm nahestehen.

Einer dieser Fantasiefreunde ist der Gott Deus Ex Machina, König über Raum und Zeit, eine andere Figur ist Murmur, treu ergebenes Zimmermädchen des Deus. Doch dann muss Yukki herausfinden, dass der König über Raum und Zeit gar kein Produkt seiner Vorstellungskraft ist. Das übernatürliche Wesen ist nicht nur sehr real, sondern hat auch ein tödliches Spiel gestaltet, in dem Yukiteru unwissentlich zum Mitspieler wird. Dabei freut sich der Schüler anfangs noch, als er feststellt, dass seine Tagebucheinträge sich von selbst aktualisieren und ihm ein Stück Zukunft zeigen.

Doch er ist nicht der einzige Mensch mit einem "Zukunftstagebuch" und während die anderen Mitspieler schnell kapieren, dass sie ihre Rivalen töten müssen, um das Spiel zu überleben, ist Yukki zu naiv, um die richtigen Schlüsse zu ziehen. Erst als Yukiteru bewusst wird, dass auch seine Mitschülerin Yuno Gasai eins dieser Tagebücher besitzt und dass er sie zu seiner Verbündeten machen kann, besteht für den Jungen überhaupt die Hoffnung, die ersten Tage in diesem unheimlichen Spiel zu überleben.

Sakae Esuno macht es dem Leser mit der Hauptfigur Yukiteru anfangs nicht einfach. Der Schüler ist zwar kein schlechter Kerl, aber so passiv und naiv, dass er eigentlich eines der ersten Opfer in diesen Spiel sein müsste. Sympathisch wird einem der Junge dadurch aber nicht. Erst als er sich endlich der Realität stellt und bis zum Ende des Bandes doch die eine oder andere kleine Entwicklung durchgemacht hat, fiebert man ein wenig mit ihm mit. Deutlich patenter ist hingegen Yuno. Ihr Charakter bringt nicht nur ein paar amüsante Momente in die Geschichte, sondern sorgt auch dafür, dass die Handlung nicht ins Absurde abrutscht.

Nach dem eher ruhigen Anfang setzt Sakae Esuno in diesem Manga vor allem auf actionreiche Momente. Yukki wird von einem Serienmörder gejagt, im Schulgebäude gehen Bomben hoch und auch sonst wird nicht mit rasanten Szenen gegeizt. Neben den gut konzipierten Actionszenen sind es vor allem die verschiedenen Zukunftstagebücher, die die Geschichte für den Leser interessant machen. Je nach Schwerpunkt, den der Tagebuchinhaber in seinem alten und traditionellen Tagebuch hatte, zeigen auch die Zukunftstagebücher jeweils andere Aspekte. So hat Yukiteru vor allem die Menschen seiner Umgebung beobachtet und kann nun vorhersagen, was in seinem Umfeld passieren wird. Andere Charaktere hingegen haben sich in ihren Tagebüchern eher auf ihren Beruf oder bestimmte Interessenfelder konzentriert und müssen nun versuchen, anhand dieses besonderen Wissens das Spiel zu überleben.

Sakae Esuno bedient sich eines gefälligen, aber nicht besonders detaillierten Zeichenstils, bei dem Hintergründe nur dann genauer dargestellt werden, wenn sie für die Handlung relevant sind. Trotz der eher kindlich-weichen und runden Gesichter bei den jugendlichen Hauptfiguren wirken die gewalthaltigen Szenen und Actionmomente sehr stimmig. Gerade die Skrupellosigkeit einiger Mitspieler sorgt für atmosphärische Bilder und spannende Wendungen in der Geschichte, die den Leser sehr neugierig auf die weitere Entwicklung der Serie machen.

Fazit:

Mit dem ersten Band von "Mirai Nikki" bietet Sakae Esuno dem Leser einen fesselnden Serienauftakt. Auch wenn Yukiteru anfangs zu naiv und passiv durch die Welt geht, entwickelt er sich im Laufe des Manga so weit, dass man gespannt auf eine Fortsetzung der Handlung wartet. Neben den sympathischen (Neben-)Figuren und den ansprechenden Zeichnungen ist vor allem die Idee mit den Zukunftstagebüchern sehr spannend umgesetzt worden. Gerade die Tatsache, dass jedes der Tagebücher einen anderen Schwerpunkt hat, sorgt für überraschende Wendungen und unvorhersehbare Bündnisse.
Weiterführende Infos
Leseprobe

 
Copyright © 2008-2017 by booklove.de. Alle Rechte vorbehalten.