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Scary City 2: Der Wächter des goldenen Schlüssels  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 4. Dezember 2011

Scary City 2: Der Wächter des goldenen Schlüssels

Reihe: Scary City
2. Band der Reihe

Untergenre: Fantasy
Verlag: Thienemann
Erschienen: August 2011
ISBN: 978-3-522-18263-4
Preis: 9,95 EUR

176 Seiten
Inhalt
6.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
6.2

Wertung:
6.2
von 10
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Zum Inhalt:

Mats und Lucy stockt der Atem. Nicht nur, dass die beiden Freunde die einzigen Menschen sind, die von der Existenz der geheimen Stadt unter Berlin wissen - jetzt schickt der mysteriöse Gast aus Zimmer 13 sie auf die Suche nach einem geheimnisumwitterten goldenen Schlüssel. Nur eins ist sicher: Er ist in einem der vielen Berliner Museen versteckt. Und er wird von einem schrecklichen Fluch bewacht ...

Meinung:

Nachdem der Leser in "Das Buch der Schattenflüche" Mats, Lucy und den Feary Tic kennengelernt hat und herausfand, dass unsere ganz normale Welt mit lauter "Schattengängern" (übernatürlichen Wesen, die gezwungen sind, im Verborgenen zu leben) bevölkert ist, geht es mit dem zweiten Band, "Der Wächter des goldenen Schlüssels", actionreich weiter. Gerade erst hat Mats das erste Siegel an Vlad, den Anführer der Nightscreamer, verloren, da gibt es Gerüchte über weitere Pläne des Bösewichts.

Die neu erlangte Macht des Dämons Morczane reicht Vlad nicht, er will alle vier Siegel brechen, um die Herrschaft der Menschen über die Erde zu brechen und die Gewalt über die Welt zu erlangen. Und das zweite Siegel soll in der Sammlung des Hotep Ra versteckt sein, eine Sammlung, die in den nächsten Tagen in den Berliner Museen ausgestellt werden soll. Doch erst einmal müssen Mats und seine Freunde herausfinden, welches der kostbaren Artefakte das Richtige ist.

So machen sich Mats, Lucy und Tic wieder auf in die fantastische und unheimliche Stadt der Schattengänger unter Berlin und versuchen, Informationen zu sammeln. Dabei müssen die drei sich nicht nur auf die Begegnung mit einem Massenmörder vorbereiten und mit der berühmten Kleinen Meerjungfrau verhandeln, sondern sich auch mit einer Gruppe von Verfolgern auseinandersetzen, die ganz eigene Pläne mit Vlad hat. Dass Mats' und Lucys Eltern sich inzwischen so einige Gedanken über die nächtlichen Unternehmungen ihrer Kinder machen, erschwert die Angelegenheit für die Jugendlichen noch zusätzlich.

Wie schon im ersten Teil der "Scary City"-Reihe nimmt sich Michael Borlik auch in diesem Roman kaum Zeit, um eine mitreißende Atmosphäre oder richtige Spannung aufzubauen. Mats, Lucy und Tic werden von einer Mumie gejagt, beratschlagen sich mit dem Geist des Buchhändlers Konrad oder wandern durch die beängstigende Stadt der Schattengänger, ohne dass sie oder der Leser einen Moment zum Atemholen - oder gar Fürchten - hätten. Dabei wünscht man sich nicht selten, dass sich der Autor etwas mehr Raum gönnen würde, um seine reizvolle Grundidee etwas ausführlicher auszubauen.

Trotzdem scheint Michael Borlik in "Der Wächter des goldenen Schlüssels" inzwischen in seiner Urban-Fantasy-Welt angekommen zu sein. Durch das erneute Auftauchen schon vertrauter Figuren gelingt es ihm, diesen Charakteren mehr Tiefe zu verleihen. Auch erfährt der Leser mehr über die "Bruderschaft des Blinzlers", die Polizei der Schattengänger, und andere Details aus dieser fantastischen Welt. Doch besonders schön sind dem Autor die Szenen im Pergamonmuseum gelungen, bei denen der Leser zum ersten Mal wirklich von den Ereignissen berührt wird.

Trotz des einen oder anderen Schwachpunkts bietet auch der zweite Teil der "Scary City"-Reihe eine unterhaltsame und abwechslungsreiche Geschichte für Leser ab zehn Jahren. Und die kurzen Kapitel dürften auch weniger ausdauernde Leser bei der Stange halten, ebenso wie die amüsanten Szenen mit dem übermütigen Feary Tic oder die skurrilen Momente im Schattenschlund, wo Mats und Lucy nach Gerüchten über Vlads aktuelle Pläne suchen. Die Enthüllung am Ende der Geschichte lässt zudem die Frage aufkommen, ob es den drei Freunden überhaupt gelingen kann, die Nightscreamer aufzuhalten.

Fazit:

Mit "Der Wächter des goldenen Schlüssels" führt Michael Borlik seine Scary-City-Reihe ebenso unterhaltsam weiter, wie sie mit dem ersten Teil begann. Auch wenn man sich weiterhin wünschte, dass sich der Autor mehr Zeit für seine Geschichte, die fantastischen Elemente und den Aufbau von Spannung nehmen würde, gelingt es ihm mit den Szenen im Museum am Ende des Romans doch endlich, den Leser zu berühren. Die kurzen Kapitel und der geringe Furchtfaktor sorgen auf jeden Fall dafür, dass dieses Buch auch für nicht so geübte oder etwas ängstliche Leser geeignet ist, während der Schluss der Geschichte neugierig auf den weiteren Verlauf der Handlung macht.
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