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Höllenherz  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Fantasy
Geschrieben von Konstanze Tants   
Donnerstag, 1. Dezember 2011

Höllenherz

Originaltitel: Frostbite
Übersetzt von: Sabine Schilasky

4. Band der Reihe

Untergenre: Liebe und Romantik
Verlag: Knaur
Erschienen: September 2011
ISBN: 978-3-426-50885-5
Preis: 12,99 EUR

448 Seiten
Inhalt
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
8.0

Wertung:
8.0
von 10
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Zum Inhalt:

In eine Vampirin verwandelt und von ihrer Familie verstoßen zu werden, war das Schlimmste, was Talia je passiert ist - bis jetzt. Sie wird verdächtigt, ihre Cousine getötet zu haben, dabei ist der wahre Killer hinter ihr her! Talias einziger Verbündeter ist der Gestaltwandler Lor, doch auch er wird zu einer Gefahr: nicht für Talias Leben - aber für ihr Herz ...

Meinung:

Nachdem Sharon Ashwood mit "Seelenkuss" die Geschichte von Ashe Carver erzählt hat, widmet sie den aktuellen Band ihrer "The Dark Forgotten"-Reihe dem Höllenhund Lor. Ihren ersten Auftritt hatten die Höllenhunde schon im Auftaktband der Serie, aber erst nach und nach erfuhr der Leser mehr über die ehemaligen Bewohner der Gefängnisdimension, wobei auch Lor, das Alphamännchen des Lurcher-Rudels, in den vergangenen Geschichten immer wieder einen kleinen Part übernahm. Nun aber erfährt der Leser mehr über den jungen Mann, dem es gelungen war, sein Rudel aus der Gefängnisdimension zu befreien, noch bevor die Festung durch Mac (siehe "Vampirdämmerung") neu organisiert wurde.

Zurzeit ist Lor - während der Abwesenheit von Alessandro Caravelli - dafür verantwortlich, die übernatürliche Gemeinde von Fairview im Auge zu behalten und mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Aber auch mit seinem eigenen Rudel hat der Alpha einiges um die Ohren. Die traditionell eingestellten Höllenhunde bestehen darauf, dass er sich endlich eine Frau nimmt, damit es wieder Nachwuchs im Rudel gibt. Und einige aufsässige Elemente wollen sich nicht nur von den alten Traditionen lösen, sondern auch ihre speziellen übernatürlichen Fähigkeiten für illegale Tätigkeiten nutzen.

Doch Lors Hauptaufmerksamkeit gilt der Vampirin Talia, die verdächtigt wird, ihre Cousine Michelle getötet zu haben. Der Höllenhund kann nicht glauben, dass die junge Frau, die er schon seit einiger Zeit insgeheim beobachtet, eine Mörderin ist. So versucht er mit ihr zusammen, den wirklichen Täter zu finden, und kommt dadurch einer neuen Bedrohung für die Stadt Fairview und ihre Bewohner auf die Spur. Talia hingegen fällt es dank ihrer ungewöhnlichen Vergangenheit schwer zu glauben, dass Lor ihr allein aufgrund seines Ehrgefühls und ohne Hintergedanken hilft. Selbst in größter Not hat sie nicht einmal ihrer engsten Familie vertrauen können, deshalb ist es für sie fast unmöglich, sich auf einen ihr vollkommen Fremden zu verlassen.

So entstehen einige der größten Probleme in dieser Geschichte dadurch, dass Talia versucht, sich alleine durchzuschlagen, während Lor zwischen Pflichtgefühl (schließlich versteckt er eine gesuchte Person vor der Polizei) und Ehrgefühl (er muss den wahren Mörder stellen und herausfinden, was es mit der unbekannten bösen Präsenz in der Stadt auf sich hat) hin- und hergerissen wird. Die Anziehung zwischen den beiden macht Talia und Lor die Sache auch nicht einfacher. Denn obwohl die Vampirin Lor nicht in Gefahr bringen würde, wenn sie sich näherkämen, da er als Halbdämon gegen ihr Vampirgift immun ist, scheut sie eine Bindung. Und er weiß genau, dass sein Rudel eine Vampirin nicht als Weibchen des Alphas akzeptieren würde.

Neben der spannenden und gefährlichen Suche nach Michelles Mörder und der bösen Präsenz, die über Fairview schwebt, stellt Sharon Ashwood in diesem Band den schon bekannten Nebenfiguren größeren Raum zur Verfügung. So erfährt der Leser deutlich mehr über den sympathischen Werwolf Perry und erlebt die Radiomoderatorin Errata, deren Sendungsmitschnitte bislang in jedem Band auftauchten, mal in einem actionreichen Kampf. Und mit dem Vampir-Söldner Darak führt die Autorin eine sehr reizvolle neue Figur ein, die in der (bislang nur auf Englisch erhältlichen) Anthologie "Crave the Night" einen weiteren Auftritt bekommen hat.

Ein weiterer neuer Aspekt sind die Schlächter, eine Gruppe von Menschen, die es sich schon vor sehr langer Zeit zur Aufgabe gemacht hat, gegen alle übernatürlichen Gestalten vorzugehen. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, erziehen sie ihre Kinder sehr streng und trainieren sie von klein auf im Umgang mit Waffen und für den Kampf gegen "das Böse". Bei so vielen interessanten Elementen, die die Welt der "The Dark Forgotten"-Serie zusätzlich bereichern, ist es sehr schade, dass bislang kein weiterer Roman dieser Reihe in Aussicht ist. Dafür bildet "Höllenherz" dank der fesselnden Handlung und der beiden sympathischen Hauptfiguren Talia und Lor einen (vorerst) passenden Abschluss der Geschichte.

Fazit:

Mit "Höllenherz", dem vierten Band der Reihe um "The Dark Forgotten", konzentriert sich Sharon Ashwood nicht nur auf die beiden Hauptfiguren Talia und Lor, sondern verschafft auch einigen schon bekannten Nebenfiguren mehr Aufmerksamkeit. Während der Höllenhund Lor versuchen muss, Talias Unschuld zu beweisen und die Stadt Fairview vor einem erneuten Angriff des Bösen zu beschützen, kann der Leser eine spannende Handlung voller sympathischer und faszinierender Figuren genießen. Zusätzlich bereichern diverse neue Aspekte Sharon Ashwoods fantastische Welt, die nicht nur fesselnde Unterhaltung für den Leser bieten, sondern auch faszinierende Möglichkeiten für weitere Geschichten eröffnen.
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