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Spiral - Gefährliche Wahrheit 11  Drucken E-Mail
Comics: Manga Krimi & Thriller
Geschrieben von Konstanze Tants   
Samstag, 5. November 2011

Spiral - Gefährliche Wahrheit 11

Zeichner: Eita Mizuno

Originaltitel: Spiral Vol. 11
Übersetzt von: Miyuki Tsuji

11. Band der Reihe

Verlag: Carlsen Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: April 2011
ISBN: 978-3-551-78753-8
Preis: 5,95 EUR

208 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
9.0
Gesamtwertung
7.7

Wertung:
7.7
von 10
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Zum Inhalt:

Ayumu gesteht Madoka endlich seine Liebe. Darf er sich Hoffnungen machen? Außerdem erfahren wir endlich, was hinter den Rätseln um die "Blade Children" und Kiyotaka steckt. Eyes eröffnet Ayumu, dass nur er die "Blade Children" retten kann und dass er dazu gegen einen wahren Teufel kämpfen muss.

Meinung:

Nachdem im zehnten Band von "Spiral - Gefährliche Wahrheit" endlich die Auseinandersetzung zwischen Ayumu und dem "Hunter" Kanon Hilbert ein furioses und nicht wenig blutiges Ende genommen hat, werden Ayumu und seine Schwägerin Madoka im Krankenhaus von Eyes über die Hintergründe der "Blade Children" aufgeklärt. So bekommen die beiden eine fantastische Geschichte über Schöpfer, Götter und Teufel und die Rolle, die Ayumus Bruder Kiyotaka in diesem unheimlichen Spiel übernimmt, zu hören.

Eyes berichtet Ayumu, dass er und die anderen "Blade Children" alle von einem Mann mit dem Namen Yaiba Mizushiro abstammen. Yaiba sei schon als Kind ein charismatisches Genie gewesen, doch mit seinem zwanzigsten Lebensjahr entdeckte er seine Bestimmung als Vernichter der Menschheit. Um dieses Ziel zu erreichen, hatte Yaiba nicht nur ein Imperium aufgebaut, das es ihm ermöglichte, weltweit die Politik zu beeinflussen, sondern auch durch künstliche Befruchtung massenhaft Nachkommen gezeugt. Mit den gleichen genialen Fähigkeiten ausgestattet, sollten Yaibas Kinder, die "Blade Children", über die restliche Menschheit triumphieren.

Um dem teuflischen Yaiba etwas entgegenzusetzen, wurde - laut Eyes' Erzählung - ein zweiter gottähnlicher Mann geschaffen: Kiyotaka Narumi. Auch ihm wurde mit zwanzig Jahren bewusst, dass eine größere Aufgabe auf ihn wartete, und so richtete er sein ganzes Leben danach aus. So gelang es Kiyotaka schließlich, Yaiba Einhalt zu gebieten. Doch die "Blade Children" konnte und wollte Kiyotaka nicht vernichten, dabei trägt jedes dieser Kinder das teuflische Erbe seines Vaters in sich. Aber nicht nur die "Blade Children" sind durch ihre Abstammung geprägt, auch Kiyotakas kleiner Bruder Ayumu soll eine Rolle in diesem tödlichen Spiel übernehmen. Er könnte zur Rettung der "Blade Children" werden - und zu demjenigen, der Yaibas kleinem Bruder entgegentreten muss.

Nachdem die Handlung von "Spiral - Gefährliche Wahrheit" wie ein klassischer Kriminalroman begonnen hatte, stellen diese fantastischen Erklärungen für all die bisherigen Vorgänge eine überraschende Wendung dar. Im Nachwort zu diesem Manga erklärt der Autor Kyo Shirodaira auch, dass er ursprünglich eine realistischere Auflösung seiner Geschichte geplant hatte, dass aber eine Verlängerung der Reihe und andere Einflüsse zu dieser Entwicklung geführt hätten.

Für den Leser bietet auch dieser fantastische Ansatz samt einem mysteriösen Schöpfer, der für die Entstehung des teuflischen Yaiba und des göttlichen Kiyotaka verantwortlich ist, eine spannende Geschichte rund um den klassischen Kampf des Guten gegen das Böse. Dabei ist es besonders anrührend zu sehen, wie sich die kleine Gruppe von "Blade Children" an die Hoffnung klammert, dass es ihnen gelingt, sich mit Ayumus Hilfe gegen das böse Erbe ihres Erzeugers zu wehren. Und auch Ayumu kämpft noch gegen die Vorstellung an, dass sein Weg - ebenso wie der von Kiyotaka - von einem Schöpfer vorgezeichnet wurde.

Zeichnerisch steht dieser elfte Band der Reihe in einem starken Kontrast zum Vorgänger. Während im zehnten "Spiral"-Manga der Kampf in der Schule zum finalen Höhepunkt kam, konnte sich Eita Mizuno mit actionreichen Szenen und Darstellungen von Waffen regelrecht austoben. Hier hingegen konzentriert sich die Handlung ausschließlich darauf, wie Eyes Ayumu die Geschichte der "Blade Children" erzählt. Doch obwohl auf den ersten Blick in keinem der Kapitel etwas passiert, sind selbst diese ruhigen Momente aufgrund der gelungenen Gestik und Mimik der Charaktere und der starken Kontraste spannungsgeladen und fesselnd dargestellt.

Fazit:

Mit dem elften Band von "Spiral - Gefährliche Wahrheit" bekommt die vorher schon mysteriöse Kriminalgeschichte in dieser Serie eine übernatürliche Note. Durch die Erklärung, die Eyes Rutherford dem Schüler Ayumu zu den Hintergründen der "Blade Children" gibt, präsentiert man dem Leser eine Geschichte, die von einem Schöpfer, Göttern und Teufeln erzählt. So abstrakt die Züge auch sind, die die Serie durch diese Wendung annimmt, bleibt die Handlung doch weiterhin faszinierend und spannend. Bei all den Herausforderungen, denen sich Ayumu und die "Blade Children" im Kampf gegen ihre Gegner stellen müssen, muss der Leser auch in den kommenden vier Bänden um die sympathischen Charaktere bangen. Dabei unterstützen die Zeichnungen von Eita Mizuno hervorragend die fesselnde Geschichte und können auch in den eher ereignislosen Momenten überzeugen.
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