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Die Rottentodds 6: Doktor Silberfisch in gemeiner Mission  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Konstanze Tants   
Samstag, 5. November 2011

Die Rottentodds 6: Doktor Silberfisch in gemeiner Mission

6. Band der Reihe

Untergenre: Fantasy
Verlag: Coppenrath
Erschienen: Juli 2011
ISBN: 978-3-649-60438-9
Preis: 9,95 EUR

112 Seiten
Inhalt
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.1

Wertung:
7.1
von 10
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Zum Inhalt:

Alles, einfach alles würde Polly trinken, um die Masern und damit die roten Pusteln im Gesicht wieder loszuwerden. Selbst vor dem stinkenden, seit Jahrhunderten von den Rottentodds gebrauten Medizintrunk macht sie nicht halt. Doch was bei den übrigen Familienmitgliedern wahre Wunder bewirkt, führt bei Polly zur Katastrophe ... Doktor Silberfisch muss zur Hilfe gerufen werden. Der runzelige Arzt aber scheint sich für alles andere, nur nicht für Pollys Genesung zu interessieren. Irgendwas führt er im Schilde!

Meinung:

Das Leben könnte für die drei Rottentodd-Kinder Polly, Pampe und Palme so schön sein, jetzt da sie - dank der Zaubersprüche aus den drei "Magia"-Bücher - ihre unfreundlichen Nachbarn losgeworden sind. Schließlich gingen ihnen die Miesbachs mit ihrem Bedürfnis nach Sauberkeit und Ordnung in der Straße gehörig auf die Nerven. Sie verlangten sogar, dass das Rottentodd'sche Grundstück von all dem Unkraut befreit werden sollte und erwarteten dafür langweilig gepflegte Blumenbeete. Aber das gehört ja nun der Vergangenheit an und jetzt könnte der normale Alltag für die ungewöhnliche Familie weitergehen.

Zumindest wäre dies der Fall, wenn die arme Polly nicht eines Morgens mit lauter roten Flecken im Gesicht aufwachen würde. Ihr geht es viel zu schlecht, um in die Schule zu gehen, stattdessen will sie sich nur im Bett verkriechen, bis es ihr besser geht. Doch so einfach ist es nicht, wenn man als einziges menschliches Mitglied der Familie Rottentodd krank ist. Während Pollys Klassenkamerad Pit losläuft, um seinen alten Kinderarzt Dr. Silberfisch zur Hilfe zu holen, braut die Köchin Karla schon einmal einen Trank nach einem alten Familienrezept.

Obwohl Polly bewusst ist, dass so eine Medizin, die auf die Bedürfnisse eines "normalen" Rottentodds zugeschnitten wurde, für Menschen nicht geeignet ist, geht es ihr zwischenzeitlich so elend, dass sie all ihren Ekel unterdrückt und eine ganze Tasse davon trinkt. Und noch bevor der Arzt eintreffen kann, bekommt Polly auch schon die unberechenbaren Nebenwirkungen von Karlas Trank zu spüren. Nun müssen sich Karla, Polly, Pit, Pampe und Palme allerhand überlegen, damit weder die Eltern Prospera und Patrizius noch Dr. Silberfisch etwas von den ungewöhnlichen Vorfällen in Pollys Zimmer mitbekommen.

Doch noch bevor die fünf eine Lösung für Pollys Problem finden können, hat der Arzt schon Verdacht geschöpft. Nun scheint es, als könnte die ganze Situation nur noch mit Hilfe der drei "Magia"-Bücher gerettet werden, aber beim Einsatz der darin befindlichen Zaubersprüche ist in der Vergangenheit immer etwas schief gelaufen. Und auch jetzt können sich die Kinder nicht sicher sein, dass sie damit wirklich das Richtige tun und nicht noch weitere Schwierigkeiten herbeizaubern.

Hatte Harald Tonollo in "Oh Schreck, die Miesbachs kommen!" noch deutlich nachdenkliche Töne angeschlagen, bietet die Geschichte von "Doktor Silberfisch in gemeiner Mission" vor allem amüsante kleine Szenen rund um Pollys Probleme nach der Einnahme von Karlas Medizin. Obwohl es kaum neue witzige Details rund um die außergewöhnliche Familie Rottentodd gibt, kommt es zu einer interessanten Wendung bezüglich der Wirkung von Karlas Trank auf einen normalen Menschen. Und auch die beiden Zwillingsbrüder Pampe und Palme sorgen für diverse lustige Szenen, während sie auf ihre ganz eigene Art versuchen, ihrer Schwester zu helfen.

Bei all dem Durcheinander kann einem der Arzt Dr. Silberfisch fast leid tun, weil er zum Spielball der Rottentodd'schen Absonderlichkeiten wird, während der Zusammenhalt zwischen den Kindern auch in dieser Geschichte wieder wunderbar zu verfolgen ist. Neben all den unterhaltsamen Szenen bietet dieser "Rottentodd"-Band erneut ein paar wunderbare Zeichnungen von Carla Miller. Dabei fängt die Künstlerin nicht nur sehr treffend die einzelnen Charaktere ein, sondern präsentiert auch immer wieder niedliche Details wie Käfer, Raupen und anderes Getier, das am Rand einer Seite auftaucht.

Fazit:

Mit dem sechsten Band rund um die ungewöhnliche Familie Rottentodd zeigt der Autor Harald Tonollo wieder einmal, dass das Leben auch dann nicht so einfach ist, wenn man im Besitz von drei fantastischen Zauberbüchern ist. So bringt Karlas spezielle Medizin Polly, Pampe, Palme und Pit mindestens ebenso in Schwierigkeiten wie der Versuch der Zwillinge, mit Magie einfach alles wieder in Ordnung zu bringen. Dadurch ist auch diese Geschichte wieder wunderbar amüsant zu verfolgen, während man sich neben all den lustigen Szenen an den ansprechenden Zeichnungen von Carla Miller erfreuen kann.
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