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Detektiv Conan 69  Drucken E-Mail
Comics: Manga Krimi & Thriller
Geschrieben von Konstanze Tants   
Freitag, 14. Oktober 2011

Detektiv Conan 69

Autor: Gosho Aoyama
Zeichner: Gosho Aoyama

Originaltitel: Meitantei Conan Vol. 69
69. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Juni 2011
ISBN: 978-3-7704-7472-1
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
6.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.1

Wertung:
7.1
von 10
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Zum Inhalt:

Ein Mord in einem friedlichen Kurort ... Mit welcher unglaublichen Methode wurde der Gast ermordet, dessen Leiche im völlig abgeriegelten Seeblickbad gefunden wurde?! Des Weiteren warten noch ein Mord in Verbindung mit einer Flusskoboldlegende, ein Mord am White Day und eine Entführung in Zusammenhang mit Bachs Arie auf der G-Saite auf den Leser!

Meinung:

Mit Band 69 der "Detektiv Conan"-Reihe bietet Gosho Aoyama dem Leser drei solide, wenn auch nicht besonders herausragende Kriminalfälle und den Anfang einer vierten Geschichte, die vielversprechender erscheint. Zu Beginn verschlägt es den Detektiv Kogoro Mori gemeinsam mit seiner Tochter Ran und Conan in eine Pension, die an einem Fluss liegt. Zweifelhafte Berühmtheit erlangte dieses Gasthaus durch die Legende über einen Flusskobold, der in der Gegend sein Unwesen getrieben haben soll. Und auch als vor elf Jahren der kleine Sohn des Pensionsbesitzers ums Leben kam, wurde eine Verbindung zu dieser Legende gezogen. Während Kogoro in diesem elf Jahre alten Todesfall ermittelt, kommt erneut eine Person ums Leben, die mit der Pension eng verbunden ist.

Auch der zweite Fall in diesem Manga führt Conan in eine idyllische Landschaft. Dieses Mal verbringt er gemeinsam mit den Detective Boys und Professor Agasa ein paar Tage in einem Seebad, welches für sein auf dem See errichtetes Freiluftbad berühmt ist, als ein Mord geschieht. Das Opfer ist der bekannte Drehbuchautor Ganji Tetsuyama und verdächtigt werden all die Personen, die mit dem Mann gerade an der Fortsetzung einer beliebten Filmreihe gearbeitet haben. Denn sowohl die Schauspielerin Mishio Natori als auch ihr Manager Junsaku Tanzawa hätten, ebenso wie der Schauspieler Unpei Terado, gute Gründe gehabt, um den tyrannischen Autor für seine Manipulation ihrer Karrieren abgrundtief zu hassen.

Zuletzt lässt Gosho Aoyama den Leser noch an einem Fall rund um Schokolade teilhaben, der auch noch am japanischen "White Day" stattfindet. So kann man auf der einen Seite Conans Ermittlungen bei dem Mord an einem bekannten Schokoladenhersteller verfolgen und auf der anderen die Befürchtungen von vier sehr unterschiedlichen Frauen, die auf eine weiße Süßigkeit von ihren Liebsten hoffen. Denn in Japan ist es Brauch, dass die Männer, die am Valentinstag von ihren Freundinnen mit Schokolade beschenkt werden, am 14. März eine weiße Leckerei als Gegengabe überreichen.

Während Inspektor Shiratori für Fräulein Kobayashi gleich eine ganze Auswahl an Süßigkeiten kauft, müssen sowohl Inspektor Sato als auch Ran Mori und ihre Mutter Eri ebenso wie Midori Megure (die Frau von Kommissar Megure) davon ausgehen, dass sie von den Männern, die sie lieben, vergessen wurden. Nach den soliden, aber nicht besonders aufregenden ersten beiden Fällen ist es nett, an dieser Stelle eine so unterhaltsame Geschichte zu lesen, doch richtig mitreißen kann einen auch dieser Fall nicht. Vielleicht liegt es daran, dass es im Laufe der nun schon fast 70 Bände doch schon einige amüsante Situationen gab, die darauf aufbauten, dass die weiblichen Figuren unausgesprochene Erwartungen an ihre Liebsten hegten und deshalb befürchten mussten, enttäuscht zu werden.

So springt im gesamten Band der Funke nicht richtig auf den Leser über, obwohl keine der Geschichten schlecht erzählt oder gar unbefriedigend konstruiert ist. Es mangelt diesem Manga einfach nur an Höhepunkten, was nach der Vielzahl an inzwischen erschienen "Detektiv Conan"-Folgen vermutlich auch mal zu erwarten war. Immerhin lässt das Ende auf eine spannende Fortsetzung im 70. Teil der Reihe hoffen, da im letzten Kapitel ein interessantes neues Rätsel für Conan und die Detective Boys seinen Anfang nimmt. Denn als der Schülerdetektiv, Professor Agasa sowie Ai, Ayumi, Genta und Mitsuhiko nach einem Ausflug Unterschlupf in einem scheinbar verlassenen Haus suchen, finden sie Hinweise auf eine Kindesentführung - und der Täter scheint noch im Haus zu sein und mit den Detective Boys Katz und Maus zu spielen.

Fazit:

Obwohl auch der 69. "Detektiv Conan"-Band gut konstruierte Fälle und amüsante Szenen zu bieten hat, kann einen dieser Manga doch nicht so wirklich fesseln. Denn trotz der kniffligen Ermittlungen und der niedlichen Darstellungen der Beziehungen zwischen den diversen Charakteren springt der Funke auf den Leser dieses Mal nicht richtig über. Dafür verspricht das letzte Kapitel, in dem Conan und seine Freunde in einem verlassenen Haus Schutz vor einem Unwetter suchen, für den kommenden 70. Band wieder eine spannende Geschichte, bei der man hoffentlich wieder so richtig mitfiebern kann.
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