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Vampirdämmerung  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Fantasy
Geschrieben von Konstanze Tants   
Mittwoch, 7. September 2011

Vampirdämmerung

Originaltitel: The Dark Forgotten 2: Scorched
Übersetzt von: Sabine Schilasky

2. Band der Reihe

Untergenre: Liebe & Romantik
Verlag: Knaur
Erschienen: Januar 2011
ISBN: 978-3-426-65244-2
Preis: 12,99 EUR

496 Seiten
Inhalt
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.1

Wertung:
7.1
von 10
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Zum Inhalt:

Ein einziger verhängnisvoller Kuss hat Conall Macmillans Leben für immer verändert - denn in diesem Moment begann seine Verwandlung in einen Dämon. Seitdem kämpft er verzweifelt um seine Menschlichkeit. Als er Constance begegnet, ahnt er sofort, dass dieses Treffen sein Schicksal entscheiden wird. Doch kann die Vampirin seine Seele retten - oder wird sie ihn endgültig ins Verderben reißen?

Meinung:

Genau ein Jahr nach den Geschehnissen in "Hexenlicht" versucht Conall (Mac) Macmillian in "Vampirdämmerung", sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Dabei weiß der ehemalige Polizist immer noch nicht so recht, was seit seiner Infizierung durch eine Dämonin aus ihm geworden ist. Ein gewöhnlicher Mensch ist er eindeutig nicht mehr, aber auch noch kein Dämon, obwohl seine ehemaligen Verbündeten dies zu befürchten scheinen.

Während der Vampir Alessandro es als seine Aufgabe ansieht, Mac entweder zu töten oder für immer in die Festung einzusperren, versucht der Polizist, einen Weg zu finden, trotz des dämonischen Kerns in ihm seine Individualität zu bewahren und wieder eine Aufgabe auf der Seite von Recht und Ordnung zu finden. Doch das ist gar nicht so leicht, wenn der Dämon in ihm immer wieder ausbricht, vor allem, wenn Mac um sein Überleben kämpfen muss. Dabei spielt ein Großteil der Handlung in einer zwischendimensionalen Burg, welche schon seit Jahrhunderten als Gefängnis für übernatürliche Kreaturen dient.

Doch nach all der Zeit scheint die Magie, die diese Festung aufrechterhält, zu versagen und es kommt unter den Gefangenen ebenso wie unter den Wächtern der Burg zu Unruhen. Besonders die eher harmlosen und unschuldigen Bewohner dieses Gefängnisses leiden unter diesen Umständen, wie etwa die Vampirin Constance. Diese wurde als sehr junge Frau von einem Vampir verwandelt und - bevor sie dem natürlichen Blutdurst eines jungen Vampirs nachgeben konnte - in die Festung verbannt. So hat sich Constance nie vollständig verwandelt und sich trotz der Gefahren innerhalb der Festungsmauern eine gewisse Unschuld bewahrt. Doch nun haben die Wächter der Festung ihren Adoptivsohn, den Inkubus Sylvius, in ihre Gewalt gebracht, um den relativen Frieden in dem Gefängnis zu sichern.

Entstand der Reiz für den Leser im ersten Roman von Sharon Ashwood vor allem durch die sympathischen Charaktere, kann die Autorin in "Vampirdämmerung" nicht nur mit ihren verschiedenen Figuren punkten, sondern auch durch die Festung, die sehr atmosphärisch beschrieben wird. Während sich Mac und Constance verbünden, um Sylvius zu befreien, entspinnt sich eine leise Liebesgeschichte zwischen dem dämonischen Mann und der unschuldigen Vampirin, die wirklich bezaubernd zu verfolgen ist. Doch vor allem sind es die Vorgänge in dem Gefängnis, die den Leser fesseln.

Das Geheimnis um den Avatar, der ursprünglich für die Magie in der Burg verantwortlich war, ein Aufstand innerhalb der Burg und die Gefahren, die daraus für Mac, Constance und die anderen liebgewonnenen Charaktere entstehen, sind wirklich spannend zu verfolgen und bieten für den Leser ein paar Überraschungen. Sharon Ashwood gelingt es dabei, sehr atmosphärische Beschreibungen der Festung zu liefern und die Beweggründe der verschiedenen Parteien schlüssig darzustellen. Auch wenn das Ende der Geschichte in Anbetracht der vorangegangenen Schlacht um die Burg ein wenig zu harmonisch ist, bietet dies doch eine wunderbare Grundvoraussetzung für den nächsten Band "Seelenkuss".

Obwohl im Laufe der Geschichte immer wieder auf Ereignisse verwiesen wird, die in "Hexenlicht" geschahen (und die verschiedenen schon bekannten Charaktere weiterhin eine wichtige Rolle spielen), kann man "Vampirdämmerung" gut lesen, selbst wenn man den vorherigen Band nicht kennt, da Sharon Ashwood genügend dezente Andeutungen in die Handlung eingestreut hat. Doch mit dem Wissen um die vorherigen Entwicklungen, die Vergangenheit des Vampirs Alessandro, die Familiengeschichte von Holly und Ashe Carver sowie Macs frühere Arbeit als Polizist wirken einige Szenen deutlich eindringlicher. Trotzdem ist es schön, dass die Autorin in ihrer Reihe um "The Dark Forgotten" eher auf lose Verknüpfungen setzt, sodass man jeden Band für sich genießen kann. Weitergeführt wird die Serie übrigens mit der Geschichte von Ashe Carver, der großen Schwester der Hexe Holly.

Fazit:

Mit "Vampirdämmerung" hat Sharon Ashwood eine sehr schöne Fortsetzung ihrer Reihe rund um "The Dark Forgotten" geliefert. Vor allem hat die Autorin ihre Idee von einer Gefängnisfestung wunderbar atmosphärisch ausgebaut und eine spannende Handlung rund um das Weiterbestehen dieser Zwischendimension entwickelt. Auch die Liebesgeschichte zwischen dem dämonifizierten Ex-Polizisten Mac und der eher unschuldigen Vampirin Constance wurde von der Autorin schön beschrieben und bietet dem Leser zusätzlich ein Wiedersehen mit den liebgewonnenen Charakteren aus dem ersten Band "Hexenlicht". Insgesamt ist die Erzählweise ebenso wie die Handlung in diesem zweiten Teil deutlich stimmiger und spannender geraten - und lässt so die Hoffnung aufkommen, dass die Autorin sich in den kommenden Bänden der Reihe weiterhin steigert.
Weiterführende Infos
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