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Mondgeister  Drucken E-Mail
Bücher: Belletristik Fantasy
Geschrieben von Konstanze Tants   
Mittwoch, 3. August 2011

Mondgeister

Originaltitel: Moonshine
Übersetzt von: Barbara Röhl

Reihe: Cal und Niko
2. Band der Reihe

Verlag: Piper
Erschienen: Januar 2011
ISBN: 978-3-492-26735-9
Preis: 9,95 EUR

416 Seiten
Inhalt
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.1

Wertung:
7.1
von 10
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Zum Inhalt:

Die charmanten Brüder Cal und Niko verdrehen jedem Mädchen den Kopf und schlagen sich als Bodyguards und Detektive in New York durch - allerdings mit eher ungewöhnlichem Klientel. Als sie von einem Boss der Werwolfmafia um Hilfe gebeten werden, wundern sie sich deshalb nicht. Sie sollen herausfinden, wer ihn töten will. Schnell merken die attraktiven Monsterjäger jedoch, dass der Job nicht so einfach ist, wie sie dachten: Cal und Niko werden selbst zur Beute - und ihre Verfolger haben einen ziemlichen Biss ...

Meinung:

Nachdem die Brüder Cal und Niko Leandros ihr Leben lang vor den monströsen Auphe auf der Flucht waren, gelang ihnen in "Nachtgeister" der Sieg über die ungeheuren Wesen. Doch dieser Kampf hat den beiden einiges abverlangt - nicht nur, weil es dabei unter anderem erforderlich wurde, dass Niko seinen kleinen Bruder tötete. Doch nun ist es endlich Zeit, nach vorne zu blicken und zu versuchen, ein normales Leben zu führen. So erlebt der Leser in "Mondgeister", wie Cal und Niko in New York sesshaft werden. Während Niko sein Studium wieder aufgenommen hat, versuchen die Brüder mit einer neu gegründeten Agentur als Leibwächter und Detektive für die übernatürlichen Wesen der Stadt Geld zu verdienen.

Und wirklich findet ihre Geschäftspartnerin, die Vampirin Promise, recht zügig einen Auftraggeber, der Bedarf an den besonderen Fähigkeiten der kämpferischen Brüder hat. So sollen Cal und Niko, gemeinsam mit dem Puck Robin Goodfellow, den Werwolf Boaz ausspionieren. Dieser gehört zu den Kin (der Werwolf-Mafia) und sein Rivale Cerberus befürchtet einen Anschlag auf sein Leben und will für diesen Ernstfall gewappnet sein. Obwohl Niko normalerweise niemals für die Kin arbeiten würde, nimmt er den Auftrag an, da es nicht um verbrecherische Aktivitäten, sondern um das Leben ihres Klienten zu gehen scheint. Doch schnell müssen er und Cal feststellen, dass mehr hinter diesem Job steckt, als sie erwartet hatten.

Aber nicht nur der Ärger mit den Kin und ihren Verbündeten hält die beiden Brüder auf Trab, sondern auch die Suche nach einer verschwundenen Freundin. Obwohl Georginas Familie in die Vorgänge rund um den Angriff der Auphe im Auftaktband der Reihe verwickelt war, ist die junge Hellseherin für Cal, Niko und ihre Freunde von ganz besonderer Bedeutung. Außerdem scheint es sie nicht zu stören, dass Cal zur Hälfte ein Monster ist, und so hat Georgina (George) ihm in den letzten Wochen eindeutig signalisiert, dass sie mehr als Freundschaft für ihn empfindet.

Rob Thurman führt mit "Mondgeister" die Geschichte rund um Cal und Niko Leandros stimmig weiter. Dabei steht - neben der fantastischen Welt und Cals ungewöhnlicher Herkunft - wieder das enge Verhältnis der beiden Brüder im Mittelpunkt des Romans. Beide müssen immer noch die Geschehnisse des Auftaktbandes verarbeiten und sind doch zum ersten Mal in ihrem Leben in der Lage, nicht nur sesshaft zu werden, sondern auch Beziehungen zu anderen Personen aufbauen zu können. Dabei ist es besonders für Cal schwierig, über eine Freundschaft hinauszudenken, befürchtet er doch die Folgen, die eine Beziehung zu ihm für ein Mädchen haben könnte.

So sorgen Cals zwiespältige Gefühle - er liebt George und weist doch ihre Annäherungsversuche immer zurück - neben der Konzentration auf die Kin und der parallel laufenden Suche nach dem Mädchen dafür, dass der Leser diesen Band als weniger spannend empfindet als den ersten Roman. Dabei spart die Autorin auch hier nicht mit actionreichen Momenten und gefährlichen Kämpfen, in die die Brüder mit ihren Freunden verwickelt werden, und den dementsprechenden blutigen Folgen. Doch obwohl einem George durch ihre wenigen Auftritte sympathisch ist, berührt ihr Verschwinden den Leser nicht so, wie es das Schicksal von Cal in "Nachgeister" getan hat. Dadurch erlebt der Leser die Handlung weniger intensiv, kann sich aber trotzdem an der düsteren Urban-Fantasy-Welt erfreuen, die ebenso wie der wunderbare Humor und die verschiedenen interessanten Figuren für unterhaltsame Stunden sorgt.

Fazit:

Mit "Mondgeister" kann Rob Thurman den Leser zwar nicht ganz so packen wie mit dem Auftaktband "Nachtgeister", bietet einem mit der Geschichte aber immer noch unterhaltsame und actionreiche Lesestunden. Obwohl die Autorin weiterhin einen schönen Kontrast zwischen der fürsorglichen Beziehung der Brüder, ihrem harten Alltag und den diversen gefährlichen Kämpfen, die sie zu bestehen haben, schafft, bangt der Leser in diesem Buch nicht so intensiv um die Figuren. So zieht man sein Lesevergnügen weniger aus der Frage, was der verschwundenen Georgina wohl zugestoßen sein könnte, als aus den amüsanten Dialogen zwischen dem respektlosen Cal und seinem ernsthaften Bruder, ihren ungewöhnlichen und sympathischen Freunden und den neuen Einblicken, die man in Rob Thurmans Urban-Fantasy-Welt bekommt.
Weiterführende Infos
Leseprobe

 
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