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Blaue Rosen 3  Drucken E-Mail
Comics: Manga Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 1. Mai 2011

Blaue Rosen 3

Autor: Mayu Shinjo
Zeichner: Mayu Shinjo

Originaltitel: Ai wo utau yori ore ni oborero! Vol. 3
Übersetzt von: Christine Steinle

Reihe: Blaue Rosen
3. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: November 2010
ISBN: 978-3-7704-7210-9
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
5.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
7.0
Gesamtwertung
6.3

Wertung:
6.3
von 10
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Zum Inhalt:

Ein Auftritt im Regen, danach eine heiße Dusche ... Akira und Mizuki ist klar, was dann passieren könnte! Dumm nur, wenn ein alter "Freund" hereinplatzt, der Mizuki schon lange liebt und dazu auch noch Box-Champion ist. Jetzt muss Akira beweisen, dass er ein Mädchen verteidigen kann!

Meinung:

Nachdem Akira seine Freundin Mizuki im zweiten Band von "Blaue Rosen" vor unerwünschtem Sex mit gleich zwei Personen retten musste, sind sich die beiden deutlich nähergekommen. Doch während Akira so langsam mehr will, versucht Mizuki noch, mit all den neuen Gefühlen fertig zu werden. Da hilft es auch nicht, dass sie bei den Verabredungen mit ihrem Freund immer für den Jungen gehalten wird, während alle Welt Akira als Mädchen sieht. Trotzdem will Mizuki ihre Schüchternheit überwinden und mehr Zeit mit dem Geliebten verbringen und so lädt sie ihn nach einem Regenguss in ihr Haus ein.

Doch während sich Akira schon Hoffnungen auf den ersten Sex macht, stören Mizukis Schwester Yume und der Nachbar Shinnosuke die traute Zweisamkeit. Für Yume ist es eine große Überraschung, dass ihre Schwester überhaupt einen Freund hat. Doch vor allem Shinnosuke ist von dieser Neuigkeit wie erschlagen. Schließlich ist er schon seit langer Zeit in Mizuki verliebt und hat sogar mit dem Boxen angefangen, um stark genug zu sein, um einer so großen Frau gerecht zu werden. Zu sehen, dass die angebetete Nachbarstochter nun in einen zierlichen, niedlichen Jungen verliebt ist, ist für ihn unerträglich und so fordert er Akira zum Kampf heraus. Aber auch Akira weiß seine Freundin zu beschützen, denn obwohl er für sein Alter besonders klein und feingliedrig ist, stammt er doch aus einer Familie, in der Kampfsport sehr wichtig ist.

Mayu Shinjo konzentriert sich in diesem Band vor allem darauf, wie unwohl sich Mizuki immer fühlt, wenn sie von ihrer Umgebung als Junge wahrgenommen wird, während sie mit Akira zusammen ist. So empfindet sie zwar für Shinnosuke nichts anderes als für einen großen Bruder, doch trotzdem ist es für Mizuki sehr angenehm, dass man sie in seiner Gegenwart als Mädchen wahrnimmt. Akira hingegen ist es vollkommen egal, was andere Menschen über ihn und seine Freundin denken mögen, solange Mizuki ihn als Mann und nicht als Mädchen sieht.

Obwohl sich ein Teil der Handlung darum dreht, dass Mizuki nun schon von zwei Jungen ein Liebesgeständnis bekommen hat, ist es schön zu sehen, dass sich Mayu Shinjo etwas intensiver damit beschäftigt, welche Einwirkung die Außenwelt auf das frisch verliebte Paar hat. Hinter ihrer selbstbewussten und jungenhaften Fassade ist Mizuki sehr schüchtern und unsicher und so weiß sie lange Zeit nicht, wie sie damit umgehen soll, dass man sie nicht als Mädchen wahrnimmt - oder sogar sie und Akira für ein schwules Pärchen hält.

Für Mayu Shinjo bietet diese Entwicklung wieder viele Möglichkeiten, die jungenhafte Mizuki ganz unsicher und weiblich darzustellen, während Akira immer wieder aus seiner niedlichen Rolle fallen und mit seiner männlichen Seite glänzen darf. Diese gegensätzlichen Facetten ihrer beiden Hauptfiguren stellt die Mangaka wie immer sehr ansprechend dar. Trotzdem ist es schade, dass sie die anfängliche Idee von einem starken Mädchen und einem femininen Jungen nicht weiter fortgeführt hat. Ergänzt werden all die Szenen rund um Mizukis Unsicherheit mit einigen absurden Situationen, für die Akiras Freunde Ran und Rui verantwortlich sind, was zu mehr oder weniger amüsanten Abschweifungen von der Geschichte führt.

Fazit:

Trotz der ursprünglich ungewöhnlichen Grundidee bewegt sich Mayu Shinjo auch mit dem dritten Teil von "Blaue Rosen" auf den bewährten Pfaden klassischer Cross-Dressing-Geschichten. Dabei setzt die Mangaka vor allem darauf, die jungenhafte Mizuki immer wieder in Situationen zu bringen, in denen sie sich unsicher und hilfsbedürftig fühlt. Dies bietet zwar viele Gelegenheiten, um zeichnerisch die beiden gegensätzlichen Hauptfiguren darzustellen, liefert aber keine besonders herausragende Geschichte für den Leser. Und auch die mal mehr, mal weniger komischen Szenen, in denen Akiras Freunde Ran und Rui für Aufruhr sorgen, können bei dieser durchschnittlichen Handlung leider nichts mehr rausreißen.
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