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Blaue Rosen 2  Drucken E-Mail
Comics: Manga Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 1. Mai 2011

Blaue Rosen 2

Autor: Mayu Shinjo
Zeichner: Mayu Shinjo

Originaltitel: Ai wo utau yori ore ni oborero! Vol. 2
Übersetzt von: Christine Steinle

Reihe: Blaue Rosen
2. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: September 2010
ISBN: 978-3-7704-7209-3
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
5.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
7.0
Gesamtwertung
6.3

Wertung:
6.3
von 10
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Zum Inhalt:

Völlig verwirrt von ihren Gefühlen zu dem femininen Akira, weiß die sonst so coole Mizuki weder ein noch aus und hadert mit sich selbst. Um nicht aus der Band "Blaue Rosen" rauszufliegen, muss Akira an seiner Rolle als Mädchen festhalten ... doch dann ist plötzlich Mizuki in Gefahr!

Meinung:

Dank seiner Hartnäckigkeit hat es der zierliche Akira im ersten Band der Serie "Blaue Rosen" in die Mädchenband von Mizuki geschafft. Doch damit ist der Junge, der von seinen Mitschülern aufgrund seines niedlichen Äußeren als "Prinzessin" angeschwärmt wird, noch lange nicht an seinem Ziel angelangt. Denn als er Mizuku, der Gitarristin der "Blauen Rosen", seine Liebe gesteht, ist diese vollkommen überfordert. Das Mädchen fühlt sich schon seit seiner Kindheit in der Gesellschaft von Jungen unwohl und möchte nichts mit dem anderen Geschlecht zu tun haben.

Dennoch üben Akiras ständige Bemühungen um sie - und der Widerspruch zwischen seinem süßen Aussehen und seinem männlichen Benehmen ihr gegenüber - eine große Faszination auf Mizuki aus. Während das Mädchen noch versucht, sich über seine Gefühle für Akira klar zu werden, warten schon neue Schwierigkeiten auf die beiden. Denn die Mitglieder der "Blauen Rosen", die wissen, dass Akira ein Junge ist, versuchen zwar alles, um sein Geheimnis zu wahren und seine Beziehung zu Mizuki zu unterstützen, doch Akiras Mitschüler Ran und Rui, die mehr über sein Tun an der benachbarten Mädchenschule herausfinden wollen, gefährden damit seine Verkleidung als Mädchen.

Außerdem steht für die Schülerinnen der St.-Nobara-Schule das alljährliche Begegnungswochenende in einem Hotel an. Diese gemeinsamen Tage sollen den Schülerinnen der verschiedenen Klassen die Gelegenheit bieten, sich besser kennenzulernen. Doch zwei der Mädchen aus der Abschlussklasse haben ganz eigene Pläne bezüglich Mizuki, die als "Prinz" der zehnten Klasse gilt. Um seine Freundin zu schützen - und mehr Zeit mit Mizuki verbringen zu können -, schmuggelt sich Akira unter die Schülerinnen und zieht dabei einige unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich.

So niedlich es ist, wenn Mayu Shinjo Mizukis unsichere und mädchenhafte Seite darstellt, während die Schülerin sonst so cool und selbstsicher wirkt, werden dem Leser hier doch verstärkt Klischees präsentiert. Denn trotz ihres jungenhaften Äußeren ist Mizuki gegenüber Akira das unerfahrene kleine Mädchen, das einen starken Beschützer sucht, an den es sich anlehnen kann. Auf diese Weise nutzt die Mangaka das Potenzial, das der erste Band der Reihe geboten hat, nicht aus, sondern führt die Handlung auf altvertraute Pfade, die der Leser schon aus diversen anderen Geschichten kennt, in denen ein Junge/ein Mädchen sein Geschlecht verbergen muss, um seiner/seinem Liebsten nahe sein zu können.

Auch die Einführung eines Rivalen, der sich ebenfalls für Mizuki interessiert, und die Tatsache, dass Akiras Geheimnis nun von Personen geteilt wird, die ihm nicht wohlgesonnen sind, verstärken nur den Eindruck, dass Mayu Shinjo nicht in der Lage ist, sich für den Leser überraschende Wendungen einfallen zu lassen. So richtet sich die Serie "Blaue Rosen" eher an diejenigen, die unbedingt die Vorgeschichte von "Ai Ore" erfahren wollen oder noch immer nicht genug bekommen können von romantisch-unterhaltsamen Liebesgeschichten, bei denen eine der beiden Hauptfiguren ihr Geschlecht verbergen muss, um überhaupt eine Beziehung führen zu können.

Fazit:

Im zweiten Band von "Blaue Rosen" wird leider deutlich, dass Mayu Shinjo die Möglichkeiten, die ihre Grundidee von einem starken Mädchen und einem zierlichen Jungen bietet, nicht zu nutzen weiß und dafür lieber in die ausgetretenen Pfade der üblichen romantischen Geschichten tritt. Denn Mizuki ist in diesem Manga nicht in der Lage, weiterhin cool und unabhängig aufzutreten, sondern entwickelt sich zu einem schutzbedürftigen Mädchen, welches davon abhängig ist, dass ein Junge es aus misslichen Situationen befreit. Das wird die Leser nicht stören, die von solchen Geschichten nicht genug bekommen können, aber diejenigen enttäuschen, die sich nach dem ungewöhnlicheren Anfang einen anderen Verlauf erhofft hatten.
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